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3 Schritte, wie Du jeden Tag glücklicher leben kannst

9. September 2012 Das Leben geniessen
glücklicher leben, jeden Tag, im Alltag, Leo Babauta, minimalismus, The Club of Happy Lifepreneurs

Heute verrate ich Dir ein Geheimnis, das Dir den Tag verschönern kann.

Selbst wenn Du gerade unglücklich bist, kann es Dich für den ganzen Tag etwas glücklicher machen.

Ich habe es selber ausprobiert und gute Ergebnisse gesehen:

Drei Schritte, die jeder gehen kann, um jeden Tag ein wenig glücklicher zu machen

Die drei Schritte sind eine Abfolge, die man immer und immer wieder einfach wiederholen kann. Meine Annahme dafür, dass sie funktionieren:

Wir sind alle Menschen, die fähig sind, Gutes zu tun, zu lieben, Schmerz zu fühlen, gebrochene Herzen zu haben und leidenschaftliche Liebe zu fühlen. Wir alle haben mal einen schlechten Tag, aber tief in unserem Innern wollen wir doch einfach nur geliebt werden.

Meine Annahme basiert auf Beobachtungen, die ich über die Jahre gemacht habe: Ich habe bemerkt, dass wir andere Menschen

  • als selbstverständlich hinnehmen,
  • sie beurteilen,
  • uns ohne guten Grund über sie ärgern und
  • von ihnen erwarten, dass sie uns glücklich machen oder
  • sich doch wenigstens so verhalten, wie wir es von ihnen erwarten

– und wenn sie das nicht tun, ist unser Tag im Eimer.

Das ist doch verrückt! Andere Menschen leben doch ihr eigenes Leben und haben nicht das Ziel, uns zufrieden zu stellen oder sich so zu verhalten, wie wir es gerne hätten. Das müssen wir akzeptieren – und dann können wir glücklich sein.

Hier sind also die drei Schritte, die Dich deinem Glück näher bringen.

Dem ein oder anderen mögen sie komisch vorkommen, aber ich bitte Euch:

Probiert sie mal aus, wenn auch nur für einen Tag oder eine Stunde.

Sie haben sehr viel Kraft und sie funktionieren wirklich.

1. Wenn Du einen Menschen siehst, denke „Ich liebe Dich und bin dankbar, dass es Dich gibt“.

Das klingt total verrückt?

Es funktioniert aber, wirklich. Probier es einfach mal aus. Bei jedem Menschen, dem Du heute begegnest, denkst Du „Ich liebe Dich und bin dankbar, dass es Dich gibt“, so als würdest Du mit ihm reden.

Sag es mit Gefühl und meine es ernst. Sag es auch denen, an denen Du auf der Straße vorbeigehst, die im gleichen Aufzug sind wie Du, an denen Du im Auto vorbeifährst, auch wenn Du sie nur ganz kurz und aus einiger Entfernung siehst.

2. Lächle die Person freundlich an und schau ihr in die Augen.

Die meisten von uns sind es gewöhnt, keinen Blickkontakt mit dem Gegenüber aufzubauen.

Dabei baust Du so eine Verbindung zu ihnen auf und nimmst sie als Mensch wahr. Außerdem überträgst Du Deine Fröhlichkeit durch ein Lachen auf andere. Das mag auf die Entfernung oder im Auto schwierig sein, aber wann immer es geht:

Mach es, lache Leute an und baue Blickkontakt mit ihnen auf.

3. Wenn Du Dich wohl dabei fühlst, denke den Satz nicht nur, sondern sage ihn laut:

„Ich liebe Dich und bin dankbar, dass es Dich gibt“.

Höchstwahrscheinlich traust Du Dich nur, es zu Menschen zu sagen, die Du gut kennst – obwohl die ganz Mutigen unter Euch sich vielleicht trauen, es auch zu Fremden zu sagen.

Fühlst Du Dich nicht wohl dabei, kannst Du auch Taten statt Worte sprechen lassen:

  • Eine einfache Umarmung,
  • eine nette Geste,
  • jemanden nett behandeln und Zeit mit ihm verbringen,
  • einen Gefallen tun ohne eine Gegenleistung zu erwarten,
  • jemandem ein wenig Aufmerksamkeit schenken

– all das sagt im Grunde dasselbe, nur eben nicht laut.

Natürlich kannst Du nicht jeden, dem Du begegnest, in den Arm nehmen oder ihm einen Gefallen tun, aber bei je mehr Menschen es klappt, desto besser. Probier diese Schritte einfach mal aus.

P.S.: Und natürlich liebe ich Dich und bin dankbar, dass es Dich gibt. 😉


Wie machst Du Deinen Tag schöner? Was hilft Dir, wenn Du mal einen schlechten Tag hast?

Was machst Du, um anderen Menschen den Tag schöner zu machen?

Welche weiteren Tipps hast Du für andere Life-Preneure?

Der Originalartikel „A powerful three-step algorithm for happiness„“ ist auf seinem Blog Zen Habits erschienen.

Starte mit Deinem Tagebuch: Endlich schreiben und veröffentlichen

6. September 2012 Kreativ sein

Seit Jahren hast Du fröhlich Tagebuch geschrieben.

Vielleicht hast Du es genutzt, um aufzuschreiben, wie Du eine Veränderung in Deinem Leben erlebt hast.

Eines Tages fühlst Du den Drang, noch einmal durch Deine Tagebücher zu blättern und in ihren Seiten nach versteckten Juwelen zu suchen, die Du der Welt zeigen kannst.

Was findest Du?

Vielleicht Geschichten, Gedichte, oder vielleicht auch einfach nur ein paar großartige Sätze, die Du anderswo super nutzen kannst.

Du weißt nie, was Deine Tagebücher bereithalten, wenn Du sie nicht einfach mal durchforstest.

Vierzehn Schritte, die Dir helfen können, die Juwelen in deinen Tagebüchern zu entdecken und zu veröffentlichen:

1. Mach Dir noch keinen Kopf darum, wo Du etwas veröffentlichen möchtest.

2. Überfliege die Seiten und markiere Dir, wo Dich etwas bewegt.

Nutze dazu Post-Its oder mache Eselsohren in die Seiten.

3. Plane Zeit ein, um Texte abzutippen.

4. Sieh das Abtippen nicht als lästiges Übel.

5. Beginne mit dem Abtippen.

Du kannst die Texte so übernehmen oder sie verändern, während Du tippst – füge ruhig etwas hinzu, schmücke aus, beschönige, lösche. Verpflichte Dich nur dazu, den ganzen Eintrag auf jeden Fall abzutippen.

6. Tippe ab, ohne Dir einen Kopf zu machen, ob es überhaupt irgendjemand interessant finden wird.

Dieser Punkt ist ganz wichtig. Wenn es Dir gefällt, tippe weiter ab.

7. Sei 100%ig ehrlich zu Dir selber.

Wenn Du merkst, dass Dein Finger während des Tippens zur „Entfernen“-Taste wandern will, weißt Du, dass Du auf etwas Gutes gestoßen bist, das Du behalten solltest – wir tendieren nämlich häufig dazu, unsere besten Werke zensieren zu wollen. Dieser Entwurf ist nur für Deine Augen gedacht.

Sei mutig und lass „das gute Zeug“ stehen.

8. Irgendwann wirst Du mit Schrecken feststellen, dass Du gar nicht weißt, wie all die abgetippten Sätze mal einen Sinn ergeben sollen.

Trotzdem: Vertraue dem Prozess und Deinen Inhalten. Bleib neugierig und such weiter.

9. Drucke Deine abgetippten Texte aus.

10. Führ Dich selber in ein schönes Café, den Park oder einen anderen schönen Ort aus und lies, was Du geschrieben hast.

Du merkst schon, was Dich bewegt und was Dich inspiriert.
Notiere Dir, wo Du etwas weiter beschreiben oder ändern möchtest.

11. Such Dir einen Deiner Texte aus und finde eine Plattform, auf der Du ihn veröffentlichen möchtest.

12. Schaue in die Veröffentlichungskriterien dieser Plattform.

Diesen Kriterien solltest Du folgen.

Du kannst Deinen Text natürlich auch auf Deinem Blog oder auf noch andere Arten veröffentlichen – überlege Dir dann, wann Du ihn veröffentlichen möchtest.

13. Gib Deinem Text noch einmal den letzten Schliff, dann kannst Du ihn senden oder posten.

14. Feiere deinen Einsatz! Du hast einen Teil Deines Tagebuchs ans Licht der Welt gebracht!


Selbst-Coaching-Prompts dazu:

  • Hast Du schon mal etwas aus Deinem Tagebuch veröffentlicht? Was tust Du, um schreiben zu lernen?
  • Welche „Juwelen“ haben Dich in Deinem Tagebuch überrascht?
  • Das hier ist ein Methoden-Tipp zum Thema „Kreatives Schreiben“ – hast Du Dich damit schon näher befasst? Welche Fragen hättest Du dazu?

Der Originalartikel „Mine your journals for writing gems“ ist auf Cynthias Blog Original Impulse erschienen.

„Sorry, bin total busy“ – tust Du mehr als Dir gut tut?

24. August 2012 Arbeiten, Leben verändern, Loslassen, Prioritäten setzen, Wichtige Entscheidungen
weniger stress, weniger tun mehr sein, total busy, the club of happy lifepreneurs

Ich hätte niemals gedacht, dass ich einmal darüber lachen würde, wie rastlos ich mal war.

„Superwoman“ zu sein war mir extrem wichtig.

Ich habe mehr als 40 Stunden in der Woche gearbeitet, zog ein Kind groß, wenn jemand mich fragte, half ich natürlich, machte Sport, reiste, kochte, putzte. Ich machte alles und noch mehr.

Alles machen, weil jeder das tut?

Ich selber wollte das gar nicht.

Alles zu machen erschöpfte mich total.

Alles zu machen kostete einige Freundschaften.

Alles zu machen ging auf Kosten meiner eigenen Gesundheit.

Es tat mir absolut nicht gut.

Weniger rastlos wurde ich dann nicht zufällig, sondern ich entschied mich ganz bewusst dafür.

Ich beschloss, dass ein so rastloses Leben nichts für mich ist.

https://giphy.com/gifs/basketball-illustration-jacksongibbsart-26gs7OQ0V7RfuNouA

Ein guter Mensch, eine liebende Ehefrau, Mutter und Freundin zu sein – das war das Leben, das ich wollte.

Außerdem wollte ich die Freiheit haben, Dinge zu tun, die mein Herz zum Lachen bringen anstatt Dinge tun zu müssen, die mich herunterziehen.

Vorher hatte ich nie gesehen, wie bescheuert mein rastloses Leben eigentlich war.

So ist das, wenn man immer aktiv und rastlos ist:

Man bekommt gar nicht mit, dass man eigentlich in Schwierigkeiten steckt. Man ist so überwältigt und eingenommen, dass man beim besten Willen nicht wüsste, wie man etwas ändern könnte. Man ist so gewöhnt daran, rastlos umher zu rennen, dass man sich mehr Arbeit macht, um ja nicht weniger zu tun zu haben.

Du weißt, dass Du zu rastlos bist, wenn…

…Du auf die Frage, wie es Dir geht, mit „irre viel los“, „der übliche Wahnsinn“ oder „viel los wie immer, aber sonst gut“ antwortest.
…Du Dir Gedanken machst, ob Du morgen genug zu tun hast.
…Du sauer bist, wenn Dein Partner oder Deine Freunde nicht so rastlos umher rennen wie Du.
…Du nachts wach liegst und darüber nachdenkst, was Du alles nicht fertig bekommen hast.
…Du bewusst darauf rumreitest, dass Du Überstunden gemacht hast – damit andere es mitbekommen.
…Du mehrere Male am Tag Deine Emails checkst.
…Du Dich mitten in einer Unterhaltung in Deinen eigenen Kopf zurückziehst und überlegst, was Du alles noch zu tun hast.
…Du zu gutmütig bist und Freiwilligenarbeit machst, die Dir eigentlich gar nicht wichtig ist.
…Du Zeit damit verbringst, Dich darüber zu beschweren, wie viel Du zu tun hast.
…Du eine Liste nach der anderen erstellst, damit Du während Deines vollen Tags ja nichts vergisst.
…Du jeden Tag Zeit frei hältst, in der Du Deinen Schreibtisch aufräumst oder Deinen Kram organisierst.
…Du regelmäßig im Auto isst.
…Du im Auto telefonierst, weil Du sonst keine Zeit dazu hast.

Wenn Du mir auch nur ein bisschen ähnlich bist, dann bist Du so rastlos, weil Du es so willst oder weil Du nicht weißt, wie Du es nicht sein könntest.

Du bist rastlos aus falsch verstandenem Pflichtbewusstsein, denn Du glaubst, dass Du genug bist, wenn Du genug tust.

Sobald Du begreifst, dass es ok ist, Dein Leben nach Deinen Vorstellungen zu leben, kannst Du aufhören, so rastlos zu sein und anfangen, die Dinge zu tun, die wirklich wichtig sind. Dann kannst Du von den schönen Dingen erzählen, die Du am Tag erlebt hast, anstatt Dich über Deinen vollen Tagesplan zu beschweren

Entscheide heute, dass Du genug bist, selbst wenn Du nichts tust, nichts abschließt oder nichts mehr produzierst – jemals.

Du allein bist genug!

Wie man weniger gestresst sein kann

  • Sei absichtlich unproduktiv.
  • Checke Deine Emails nur zweimal am Tag.
  • Lösche Emails und wirf Post weg, die Du nicht lesen musst.
  • Schalte Dein Telefon und Deinen Computer ab, wenn Du nicht arbeitest.
  • Schalte im Auto alles aus (außer das Auto selber natürlich).
  • Leg Dein iPad auch mal weg.
  • Lies „The Power of Less“.
  • Hilf jemandem.
  • Tu weniger, sei mehr.
  • Versuch nicht zwanghaft, mit anderen immer mithalten zu müssen.

Vielleicht kommt es Dir so vor, als würdest Du anderen einen Gefallen tun, wenn Du so gutmütig bist und rastlos alles machen willst. Dabei ist es eher so, dass Du die Beziehungen opferst, die Du eigentlich retten willst.

Ordne die Dinge richtig ein, nimm Dir Zeit und überleg, was Dir wirklich am wichtigsten ist.

Dann tu das zuerst. Alles andere kann warten.

Der Originalartikel „The silliness of busy-ness“ ist auf Leo Babautas Blog Zen Habits erschienen.

[Bildquelle: Das asiatische Mädchen hier strahlt so eine Ruhe aus – vielleicht färbt sie gleich ein bisschen ab? 🙂 Das Bild ist von Suc auf Pixabay – danke!]

„Du bist nicht Deine Gefühle“: Negatives leichter loslassen

20. August 2012 Loslassen, Mind-Set
negative gefühle schneller loswerden, du bist nicht deine gefühle, schneller wieder gut drauf, schlecht drauf, fühle mich schlecht, morty lefkoe, the club of happy lifepreneurs, mental coaching

Wie oft hast Du schon gesagt:

„Ich bin schockiert!“

oder

„Ich bin sauer!“

oder

„Ich bin wütend!“?

Als ganz normaler Mensch sagst Du das oder Ähnliches wahrscheinlich einige Male am Tag. Aber schau Dir einmal genau an, was Du eigentlich sagst:

„Ich bin… (ein bestimmtes Gefühl)“.

Ob Du das bewusst machst oder nicht:

So beschreibst Du Dich selber als Dein Gefühl.

Du setzt Dich gleich mit dem Gefühl, das Du hast.

Zugegeben: Ein starkes Gefühl fühlt sich oft wirklich so an, als hätte es uns komplett im Griff, als gäbe es keinen Teil von uns, der nicht dieses Gefühl ist. Manchmal geht es sogar so weit, dass wir so im Griff eines negativen Gefühls sind, dass wir es nicht loslassen wollen, selbst wenn wir das Gefühl eigentlich nicht mögen. Anders gesagt:

Oft wollen wir negative Gefühle nicht loslassen, da sie los zu lassen sich anfühlen würde, als würden wir einen Teil von uns selbst loslassen.

Versetz Dich mal zurück in eine Situation, die Du erlebt hast, in der Du fürchterlich sauer auf jemanden warst – aber irgendwo doch wusstest, dass der andere sich gar nicht so schrecklich verhalten hatte und du die Wut loslassen solltest. Mach die Situation jetzt noch einmal ganz real.

War es nicht so, dass ein Teil von Dir die Wut nicht loslassen wollte aus Angst, mit der Wut auch einen Teil von Dir selber zu verlieren?

Ähnlich ist es, wenn das Gefühl die Bedeutung, die wir einem Ereignis geben, rechtfertigt. Auch dann ist es wahnsinnig schwer, ein Gefühl loszulassen: Für uns fühlt es sich an, als würde das Loslassen des Gefühls die Bedeutung entkräften, und wenn wir dann die Bedeutung loslassen, würde wieder das Gefühl entkräftet – da wir das Gefühl haben, als wären wir das Gleiche wie das Gefühl, würden wir selber so also entkräftet.

Ein Beispiel: Jemand hält sein Versprechen nicht, das er uns gemacht hat.

Die Bedeutung, die wir der Situation geben:

„Auf andere Menschen kann man sich nicht verlassen, alles muss ich selber machen.“

Höchstwahrscheinlich macht uns das ziemlich wütend. Für uns fühlt es sich so an, als könnten wir uns wirklich auf nichts und niemanden verlassen.

Die Wut rechtfertigt so also die Bedeutung, die wir der Situation gegeben haben (dass man sich auf niemanden verlassen kann und alles selber machen muss) – dabei hat die Situation an sich gar keine Bedeutung.

Gleichzeitig rechtfertigt unsere Interpretation der Situation das Gefühl (die Wut), also möchten wir die Interpretation auch nicht überdenken.

Unsere subjektive Wahrnehmung der Realität ruft negative Gefühle hervor

Ist es denn wirklich wahr, dass wir unsere Emotionen sind?!
Was wäre, wenn?

Wenn wir wirklich das Gleiche wären wir unsere Gefühle, müssten wir zusammen mit einem Gefühl erlöschen.

Tun wir das? Nein.

Um es deutlich auszudrücken: Wenn wir sagen, wir SIND etwas, und dieses Etwas verschwindet dann, dann müssten wir logischerweise mit ihm verschwinden. Wenn unsere Gefühle verschwinden, verschwinden wir aber nicht gleich mit.

Natürlich werden Gefühle nach einer Weile schwächer.

Man kann sie aber auch ganz einfach vorher schon los werden, indem man sich von zwei Dingen befreit, die sie hervorrufen: Impulse, die uns antrainiert, „ankonditioniert“ wurden, und unsere Interpretationen, die Bedeutungen also, die wir Ereignissen geben – unsere subjektive Wahrnehmung der Realität. Ganz unbewusst und automatisch geben wir bedeutungslosen Ereignissen den lieben langen Tag Bedeutungen. Daher kommen unsere Gefühle, denn das Ereignis alleine würde kein Gefühl hervorrufen – es hat ja keine Bedeutung an sich.

Das Gefühl wird nur dadurch hervorgerufen, dass wir das Ereignis interpretieren.

Wenn wir nun lernen, eine Situation ohne unsere Interpretation zu betrachten – ganz neutral, ohne sie in unsere eigene Realität einzubinden -, ruft die Situation keine negativen Gefühle in uns mehr hervor.

Also:

  • Wenn unsere Gefühle normalerweise nach einer Weile schwächer werden;
  • und wenn unsere Gefühle vor allem das Ergebnis unserer eigenen Interpretationen von Situationen sind;
  • und wenn wir die meisten Gefühle ganz einfach loswerden können, indem wir eine Situation neutral, ohne Interpretation betrachten

– wäre es dann nicht viel präziser, wenn wir sagen, dass wir Gefühle HABEN, aber nicht, dass wir Gefühle SIND?

Sich von Konditionierungen und eigenen Interpretationen zu lösen ist also das beste Mittel, um negative Gefühle loszuwerden.

Das ist schwierig.

Du kannst aber so oder so die Auswirkung von Gefühlen auf Dich abschwächen.

Wie Dir das gelingt?

Wenn Du merkst, dass Dich ein starkes negatives Gefühl gefangen nimmt, sage Dir, dass DU das Gefühl wahrnimmst und beobachtest.

Das beobachtende DU ist nicht das DU, das das Gefühl hat.

So kannst Du eine klare Linie zwischen „Gefühl sein“ und „Gefühl haben“ ziehen und Du bist in der Lage, das Gefühl richtig einzuordnen und Dich von ihm zu befreien.

Der Originalartikel „You are not your feelings“ ist auf seinem Blog mortylefkoe.com erschienen.

[Bildquelle: PublicDomainPictures auf Pixabay – danke!]

Ich will mein Leben verändern – aber: Wo anfangen?

9. August 2012 Leben verändern
mein leben verändern, mich besser ernähren, endlich laufen gehen, leo babauta, the club of happy lifepreneurs

 

Menschen, die ihr Leben verändern wollen, fragen mich bei Zen Habits oft:

„Wo soll ich denn anfangen?“

Vom „fitter werden“ über das regelmäßige Zahnseide-Benutzen, „produktiver werden“, „früher aufstehen“ bis hin zum Sprachenlernen und vielem mehr:

Es gibt so viele Gewohnheiten, die man ändern könnte, dass viele Menschen oft einfach verwirrt und ein wenig überwältigt sind, so dass sie lieber gar nicht erst anfangen.

Ich weiß das, weil es mir genauso ging.

Bevor ich gelernt habe, wie man Gewohnheiten ändert, hatte ich zwei Probleme damit:

1. Erstens versuchte ich oft, viele Dinge auf einmal zu ändern, weil es einfach so viel gab, das ich verändern wollte.
2. Zweitens versuchte ich es oft gar nicht erst, weil ich nicht wusste, wo ich anfangen sollte.

Wie ich mein Dilemma gelöst und mein Leben verändert habe?

Ich suchte mir eine Gewohnheit zum Ändern aus und legte einfach los.

Genau das würde ich auch weiterempfehlen:

Such Dir etwas aus, das Dir Spaß macht und nicht schwer fällt.

EINE Sache.

Eigentlich egal, welche.

Es kommt nicht darauf an, womit Du anfängst – Du wirst früher oder später sowieso alle Veränderungen angehen.

Es kommt vor allem darauf an, wie schwer Dir die Veränderung fällt.

Ist sie kaum machbar, kannst Du leicht scheitern und den Mut und Selbstvertrauen verlieren.

Wenn es Dir leicht fällt und Spaß macht, ist es hingegen viel wahrscheinlicher, dass Du die Veränderung schaffst und mit der nächsten Herausforderung weitermachen kannst.

Wenn ich so auf meine Veränderungen zurückblicke, gibt es einige Sachen, die ich als besonders erfolgreich kennengelernt habe. Am besten suchst Du Dir einen der folgenden Tipps aus – je nach dem, welcher Dich am meisten anspricht und bei welchem Du den größten Erfolg für Dich vermutest.

1. Deine Achtsamkeit trainieren.

Es gibt einige Übungen, die Dich achtsamer machen:

Fünf Minuten meditieren, ein bestimmtes Ritual beim Teetrinken, fünf Minuten bewusst essen (Du solltest Dich nur aufs Essen konzentrieren und nicht nebenbei fernsehen oder lesen).

Diese Übungen allein sind schon wunderbar und beruhigend, bauen nebenbei aber eine super Grundlage für Veränderungen in der Zukunft auf. Ganz einfach ausgedrückt: Hier kannst Du Achtsamkeit üben und das wird Dir später beim Verändern egal welcher Gewohnheit zu Gute kommen.

Achtsamkeit ist wirklich eins der besten Dinge, die ich je gelernt habe.

2. Vereinfachen.

Indem Du Deine Pläne klarer gestaltest oder vereinfachst, machst Du Dir ganz einfach Platz für die wichtigen Dinge im Leben. Mir gibt ein schöner, aufgeräumter Zeitplan immer super Zeit für Sachen wie Sport, lesen, meditieren, schreiben usw.

Wenn Du Deinen Plan aufräumst, indem Du z.B. jeden Tag eine bestimmte Sache rausschmeißt oder sie vereinfachst,

kannst Du ganz einfach Platz machen für die Veränderungen, die noch folgen sollen.

3. Sport machen: Sport ist kein Mord.

Nicht? Sport kann Spaß machen?! Naja, mir schon! 🙂

Ich freue mich auf meinen Sport, sei es, weil joggen mir den Kopf frei macht, weil ich beim Walken über Ideen nachdenken kann, oder weil ich im Fitness-Studio super mit anderen Menschen zusammen sein kann.

Wenn Sport Dir keinen Spaß macht, musst Du vielleicht noch den richtigen Trainingspartner, den richtigen Trainer, das richtige Team oder das richtige Spiel finden.

Sport ist ein super Start, wenn Du etwas verändern möchtest: Dein Tag wird schöner, Dein Gehirn kann sich besser konzentrieren und Du bekommst das Selbstvertrauen, die Veränderung anderer Gewohnheiten anzugehen.

4. Gesund essen.

Diese Gewohnheit liebe ich, weil man sich einfach leichter, gesünder und glücklicher fühlt.

Alles, was Du tust, wird davon beeinflusst. Du kannst z.B. ganz einfach Obst und Nüsse statt fettige oder süße Dinge snacken, oder Wasser und Tee statt Cola trinken, oder Gemüse anstatt Frittiertes essen.

Genieße, dass es „sauberer“ und leichter schmeckt, dass es Dir nicht schwer im Magen liegt und Du Dich hinterher nicht fett und aufgebläht fühlst.

Du brauchst nicht einmal Deine ganze Ernährung umzuschmeißen – es reicht völlig, klein anzufangen und für den Start eine kleine Essgewohnheit zu ändern.

Was, wenn Du jetzt alle vier Tipps befolgen möchtest?

Such Dir erst einmal einen aus, der Dir am meisten Spaß macht.

Wenn Du Dich nicht entscheiden kannst, such Dir einfach irgendeinen aus.

Es kommt nämlich nicht darauf an, WO du anfängst.

Es kommt darauf an, DASS Du anfängst.

Der Originalartikel „Where in the world do I start?“ ist auf seinem Blog Zen Habits erschienen.

[Bildquelle: Nachbearbeitet – basierend auf MadSmith35 auf Pixabay – danke!]

Unsere Selbst-Coaching-Prompts für Dich zum Thema „mein Leben verändern – wo fange ich an?“:

  • Hast Du schon mal eine größere Veränderung in Deinem Leben umgesetzt? Was war es – und WIE genau hast Du losgelegt? Wie hat es letztlich am besten funktioniert?
  • Falls Du es noch vorhast, zu tun: Was denkst Du, hat Dich bisher gehindert, wirklich anzufangen? Was meinst Du, würde es brauchen, damit Du es tust?
  • Falls Du schon mal Dein Leben verändert hast: Wo und wie hast Du angefangen, Dein Leben zu verändern?
  • Welchen Tipp hast Du für andere, die ihr Leben verändern wollen – und noch nicht so recht wissen, wo und wie sie anfangen sollen?

Schmeiß Deine Erwartungen über Bord: So kannst Du stressfrei leben

2. August 2012 Loslassen, Mind-Set, Reflexion, Sinn
erwartungen, loslassen, glücklicher, dalai lama, leo babauta, the club of happy lifepreneurs

Weißt Du, wie viel von Deinem Stress, Deinem Frust, Deiner Enttäuschung, Deiner Wut, Deiner Gereiztheit, Deines Angepisst-Seins einzig und allein durch eine kleine Sache entsteht?

Fast all diese Gefühle werden ausgelöst durch

Deine Erwartungen

und, wenn Dinge (unvermeidbar) anders laufen, als wir es erwartet hatten,

durch deinen Wunsch, dass es doch bitte anders sein sollte.

In unserem Kopf haben wir Vorstellungen, was andere Menschen tun sollten, wie unser Leben sein sollte, wie andere Fahrer sich im Straßenverkehr verhalten sollten…

und letztendlich ist es doch alles eigentlich Fantasie.

Es existiert einfach nicht.

Sobald die Realität nicht zu unserer Fantasie passt, wünschen wir uns, dass die Welt ganz anders wäre.
Dafür gibt es eine ganz einfache Lösung:

Sammle alle Deine Erwartungen und dann schmeiss‘ sie einfach ins große weite Meer.

Hol alle Erwartungen, die Du

  • für Dich,
  • Dein Leben,
  • Deinen Partner,
  • Deine Kinder,
  • Deine Mitarbeiter,
  • Deinen Job,
  • die Welt hast,
  • vor Deinem geistigen Auge zusammen.

Jetzt nimm sie allesamt und schmeiss‘ sie einfach ins Meer.

Wenn Du gerade kein Meer zur Hand hast, reicht ein Fluss oder See auch.

Was passiert danach mit Deinen Erwartungen?

Sie schwimmen umher. Die Wellen tragen sie herum, irgendwann kommt eine Strömung und nimmt sie mit.

Lass das Wasser sie ruhig mitnehmen. Lass sie los.

Lebe Dein Leben ohne sie.

Wie ist ein Leben, in dem Du Erwartungen loslassen kannst?

Es bedeutet, dass Du die Realität so akzeptieren musst, wie sie nun einmal ist, ohne dass Du Menschen in die Schubladen stecken kannst, die Du eigentlich für sie parat hast.

Du musst die Dinge so sehen, wie sie sind. In einem solchen Leben brauchst Du nicht enttäuscht, frustriert oder sauer sein – und wenn Du es doch mal bist, akzeptiere es und löse Dich dann von dem Gefühl.

Das heißt nicht, dass Du niemals mehr handelst: Du kannst so handeln, dass es zu Deinen Werten passt und so die Geschehnisse in der Welt beeinflussen – aber Du lebst dann ohne Erwartungen über die Reaktion der Welt auf Deine Taten.

Wenn Du Gutes tust, wirst Du kein Lob oder Anerkennung mehr erwarten. Erwartungen über Belohnung und Lob sind schon von den Strömungen mitgenommen worden.

Tue Gutes, weil Du gerne Gutes tust – erwarte nichts weiter.

Achte aufmerksam auf Deine Gedanken.

Wenn Du Erwartungen hast, ärgere Dich nicht über sie. Betrachte sie einfach – und dann schmeiss‘ sie den anderen hinterher ins Wasser.

Bemerke, wenn Du anfängst Dir zu wünschen, dass die Dinge anders wären.
Du wünschst, jemand anders hätte etwas nicht getan, das er getan hat?
Du wünschst, jemand anders hätte Deine Erwartungen erfüllt anstatt etwas anderes zu tun?

Nimm es zur Kenntnis.

Dann schmeiss‘ alle diese Wünsche ins Meer. Akzeptiere, dass es anders gelaufen ist – und weiter geht’s.

Lassen wir uns von den Meeren, Flüsse und Seen dieser Welt von unseren Erwartungen befreien

– so können wir ganz einfach in einer Welt leben, die schon ohne unsere Fantasien wunderbar genug ist.

„Ich bin gewillt, mich von der Synchronizität führen zu lassen,
und lasse mir von Erwartungen keine Steine in den Weg legen.“ – Dalai Lama.

Der Originalartikel „Toss your expectations into the ocean“ ist auf seinem Blog Zen Habits erschienen.


Hier einige Selbst-Coaching-Prompts für Dich zum „Erwartungen loslassen, um glücklicher zu sein“:

  • Spürst Du, dass und welche Erwartungen andere an Dich haben? Welche?
  • Hast Du schon mal das Gefühl gehabt, die Erwartungen von jemand anderem zu enttäuschen? Was wäre, wenn es die Erwartung gar nicht gegeben hätte?
  • Kannst Du Dir vorstellen, dass der Umgang mit diesem Menschen einfacher für Dich wäre, wenn es diese Erwartungen nicht gäbe?
  • Wo und wie hast Du Erwartungen an die Menschen um Dich rum, die Dich eigentlich nur unglücklicher machen
  • Was wäre, wenn Du diese Erwartungen vergisst…kannst Du Dir vorstellen, dass das hilfreich ist zum Glücklichsein?
  • Welche Erwartung kannst Du loslassen? Ohne welche Erwartung hättest Du weniger Stress?
  • Welchen Tipp hast Du für andere, die sich noch schwer tun, ihre Erwartung mal los zu lassen?
[Bildquelle: Unsplash auf Pixabay – danke!]

Prioritäten setzen: Tipps für kreative Menschen mit zu vielen Ideen

20. Juli 2012 Kreativ sein, Prioritäten setzen
kreativer leben, kreative projekte umsetzen, zeitmanagement, prioritäten setzen, cynthia morris, kreativ coach, schreib coach

Ich will kreativ werden – wie kann ich meine Prioritäten setzen?

Du hast tausende Ideen, von denen eine besser klingt als die andere.

Am liebsten möchtest Du alle sofort hier und jetzt angehen.

Leider bist Du nicht die Göttin Kali, die mit ihren vielen Armen ganz einfach multi-tasken kann.

DU musst Dich für eine Idee entscheiden.

DU musst Prioritäten setzen.

Jeder Kunde und jeder Student, mit dem ich als Kreativ-Coach zusammengearbeitet habe, begegnet dieser Herausforderung und muss sie meistern – wie ich selber natürlich auch. Wenn man aber so viele Dinge zu tun hat, woher weiß man, was man wann tun soll?

Hier sind einige Tipps und Tricks, die meine Kunden und ich erarbeitet haben.

Fange groß an, arbeite klein weiter

Du musst Dir im Klaren sein, wie Dein großes Ganzes aussehen soll. Was machst Du in diesem Leben? Was möchtest Du erreichen?

Wenn Du das erst mal deutlich vor Dir hast, ist es leichter, Projekte für Dich auszusuchen, die zu Deinem Bild des großen Ganzen passen.

Brich Dein Jahr bis auf den Tag herunter

Am Anfang eines jeden Jahres solltest Du Dir überlegen, was Dein Ziel für das kommende Jahr ist.

Wenn Du Künstler oder Schriftsteller bist, geht es Dir dann in diesem Jahr um das Erschaffen neuer Werke oder geht es Dir darum, Deine Werke zu veröffentlichen?

So wirst Du Dir bewusst, wo in Deinem „kreativen Kreislauf“ Du gerade stehst. Das macht es Dir leichter zu erkennen, was wichtig ist.

Und das wiederum macht es Dir leichter, zu Dingen Nein zu sagen, die zu Deinem Ziel dieses Jahr nicht passen.

Nun hast Du Dein Jahresziel festgelegt.

Brich das Jahr jetzt in Quartale herunter.

Betrachte jedes Quartal und überlege Dir:

Worum geht es im ersten, zweiten, dritten, vierten?

Welche Mittel brauche ich?

Was muss ich machen?

Welche Hilfe muss ich mir besorgen?

Es kann sein, dass Du diese Fragen nur für das erste Quartal beantworten kannst. Aber selbst das ist ein großartiger Start ins Jahr.

Betrachte die Quartale jetzt genauer und brich sie in Wochen herunter.

Alle Wochen des Jahres zu planen wird kaum möglich sein.

Wenn Du aber nur eine Ahnung davon bekommst, was ungefähr in jeder Woche passieren soll, ist das hervorragend.

Für jede Woche solltest Du Dir drei oder weniger Dinge überlegen,

die Du erreichen willst. Wichtig ist, dass Du große Vorhaben (z.B. „ein Buch schreiben“) in kleinere Aufgaben teilst (z.B. „Entwurf für Kapitel 1 schreiben“, „Hintergründe der Charaktere X und Y schreiben“).

Überlege Dir jeden Tag aufs Neue: Was will ich heute auf jeden Fall erreichen?

Nimm Dir nicht mehr als drei Dinge vor.

Es kann sogar passieren, dass Du Dir Dinge vornimmst, die Du gar nicht tun willst.

Es können auch Dinge sein, die Dich einfach zufrieden stellen oder die Dich Deinem Ziel ein wenig näher bringen.

Wenn plötzlich andere Sachen auftauchen, nimm sie nicht einfach gedankenlos an.

Überlege immer vorher:

  • Passen sie zu meinem Bild des großen Ganzen?
  • Passen sie zu meinen Zielen?

Wenn Du mit Nein antwortest, ist das gleichzeitig ein Ja an die Dinge, die Dir wirklich wichtig sind. Und Nein zu sagen, ist dann völlig in Ordnung.

Bleibe weiter bei Deinen kleinen Schritten

Viele Menschen machen den Fehler zu glauben, dass es einfach ist, dem Jahresplan zu folgen, wenn er erst einmal aufgestellt ist. Weit gefehlt!

Du musst Dich zwingen, deine Prioritäten immer wieder neu zu setzen.

Ich arbeite nach demselben System. Den ganzen Tag über muss ich mich trotzdem fragen:

Und was jetzt? Und was jetzt?

Wenn ich eine Aufgabe oder ein Projekt fertig gestellt habe, schaue ich erneut auf meinen Zeitmanagement-Plan.

Das Geheimnis ist einfach, sich Zeit zu nehmen, um seine Zeit zu planen.

Das Jahr, das Viertel, den Monat, die Woche, den Tag. Du wirst jeden Tag zufriedener sein und jedes Jahr die Ergebnisse sehen, die Du haben wolltest.

Was hilft Dir, Prioritäten zu setzen? Wie können Dir meine Vorschläge weiterhelfen?

Coaches können helfen, Prioritäten zu setzen

Ein Coach kann Dir helfen, Prioritäten zu setzen und Projekte vernünftig anzugehen. Anfang 2011 habe ich mit einem Coach zusammengearbeitet, der mir beim Aufbau meines Unternehmens helfen sollte. Eins habe ich dabei gelernt:

Wenn Du Geld dafür zahlst, wirst Du Dir ganz schnell bewusst über Deine Prioritäten! 😉

Mein Coach hat mir geholfen, mir über meine Ziele klar zu werden und zu definieren, was ich tun muss, um sie zu erreichen. Es hat funktioniert. Finanziell gesehen war 2011 mein bestes Jahr überhaupt, ich habe mein Buch fertiggestellt, bin bekannter geworden und war deshalb glücklicher. Ich habe mehr veröffentlicht, bin mehr gereist und habe einfach das Leben mehr genossen.

Das erlebe ich also, wenn ich Prioritäten setze.

Das erleben auch meine Kunden, wenn sie Prioritäten setzen.


Selbst-Coaching-Prompts für Dich:

  • Kennst du das auch, dass Du vor lauter Kreativität nicht weißt wohin mit Deinen Ideen?
  • Was tust Du, um Prioritäten zu setzen?
  • Welche Zeitmanagement-Tipps hast Du für andere kreative Life-Preneure?

Dieser Beitrag ist im Original erschienen unter „Prioritizing for Creatives With Too Many Ideas“ und wurde mit Cynthias Erlaubnis für Dich ins Deutsche übersetzt. Das Bild ist von Unsplash auf Pixabay – vielen Dank! 🙂

Geduld! Sofort! Bitte! Warum wir sie dringend brauchen & wie wir mehr davon haben

20. Juli 2012 Arbeiten, Durchhalten, Mind-Set
Geduld haben, Geduld verlieren, Tipps, erfolgreich, glücklich

Vor dem Schreiben dieses Artikels liegt einer dieser Montage, von denen man gar nicht glauben kann, dass sie wahr sind. Zickige Geschäftspartner, schwierige Gespräche und Entscheidungen – und das ist erst der Montag! Der Sinn und Zweck dieses Tages kann einzig darin liegen,

meine Geduld auf die Probe zu stellen.

Also krame ich heute einfach ein paar Tipps und Erkenntnisse zum Thema Geduld zusammen und teile sie mit Dir – dann hat dieser Tag schon einen Sinn. 😉

Warum brauchen wir Geduld überhaupt?

Geduld ist das Quäntchen mehr Wille, das Du brauchst, wenn Du etwas Schwieriges lernst oder tust. Geduld ist die Master-App für die Momente, wenn Du eigentlich aufgeben willst.

Geduld kennt zu Recht auch Grenzen.

Was ich z.B. an Geduld nicht mag:

  • Geduld kann zuviel des Guten sein.
  • Geduld darf nicht in Erdulden ausarten.
  • Geduld als Dauerzustand ist z.B. sehr anstrengend.

Und: Geduld wird häufig von anderen als vermeintlich guter Grund hergenommen, Dich bei etwas zum Durchhalten zu bringen, das Du gar nicht mehr willst:

„Da musst Du jetzt auch mal durchhalten!“

Ähm, warum – wenn ich an diesem Ziel gar nicht mehr ankommen will?

Geduld – woher kriegen wir sie?

„Heute Sonderangebot: Geduld – 200gr – 70 EUR“ !?

Hach, das wünsch ich mir!

Wie bei Dir wahrscheinlich auch gibt es bei mir Momente, da würde ich ein Kilo Geduld gern sofort online kaufen und ohne mit der Wimper zu zucken den Preis direkt per Paypal zahlen.

Ich täte es gern.

Wir halten fest:

=> Geduld kann man leider nicht kaufen 😉

Wobei: Ein bisschen doch – indem man sich von einem Coach unterstützen lässt. Auch Erfolgsteams können helfen. Oder – wenn sie es können und wollen – gute Freunde und Freundinnen natürlich.

Ich habe z.B. mit einer lieben Freundin und meinem Göttergatten gesprochen, eine Runde Dampf und Frust abgelassen, mir ein wenig Einordnung und Distanz reingeholt. Das kann gut helfen – und ist eine Art Doping, wenn die eigene Geduld im Moment zur Neige geht.

Das Ausmaß unserer Geduld: Ist es unveränderlich?

Mein Eindruck ist, dass man zwar von Natur aus etwas mehr oder weniger stoisch ist – aber letztlich Geduld immer mit ihrer Herausforderung abzugleichen ist. Geduld vs. Ziel vs. Widerstand und Aufwand, das ist so etwa die Formel.

Für kleine Projekte reicht also kleine Geduld.

Große Projekte oder Lebens-Ziele brauchen eben einen längeren Atem oder große Geduld.

Was ich ganz tröstlich finde: Bis zu einem gewissen Grad könne wir uns Geduld schon antrainieren – oder besser: angewöhnen.

Mein Tipp für Dich, um mit mehr Geduld Dein Leben glücklich und erfolgreicher zu leben:

Erhöhe das Maß der erforderlichen Geduld Stück für Stück. Wie wenn Du einen Muskel trainierst.

Die Umsetzung kleinerer Projekte und überschaubarerer Ziele ist in sich also auch eine Vorbereitung für größere Pläne (selbst wenn sie um ein ganz anderes Thema gehen) – wirklich gut geeignet. Beispielsweise habe ich zwei für meine Verhältnisse monströse Strickprojekte fertiggestellt BEVOR ich mich an mein erstes Buchprojekt gewagt habe. Zwar entnervt aber doch geduldig habe ich den Pullover so lange wieder aufgetrennt bis er exakt so wahr, wie er gedacht war. Als das Buchschreiben dann ein zäher Prozess wurde (die Phasen gibt’s, da muss man durch), da wusste ich, dass ich in der Lage bin, die nötige Geduld aufzubringen, auch wenn es noch zwei Überarbeitungsschleifen braucht.

Alle größeren Ziele brauchen mehr Zeit, mehr Energie, mehr Beharrlichkeit und letzlich mehr GEDULD.

Kann die Geduld also mit uns und unseren Projekten wachsen?

Ja, ich glaube schon. Interessanterweise ist es so:

Je dringender mir etwas ist, desto eher bin ich bereit, etwas länger darauf zu warten, verschiedene Wege auszuprobieren, mehr Zeit, mehr Geld, mehr Nerven zu investieren.

Man könnte es auch Sturheit nennen.

Das ist wurscht, denn letztlich bleiben die Fakten die gleichen – ich bin bereit, deutlich mehr zu erdulden als sonst.

Je dringender ich etwas will, desto mehr Beharrlichkeit steht mir zur Verfügung. Habe ich nicht viel Beharrlichkeit in Bezug auf ein Ziel, dann ist es mir wohl nicht so dringend….?!

Zum Abschluss – mein Lieblings-Slogan für mehr Geduld – für Dich und zum Teilen:

[tweetthis]“Mit flexibler Beharrlichkeit gehe ich Schritt für Schritt meinen Weg hin auf mein Ziel.“[/tweetthis]

Wie ist das bei Dir und dem Geduld-haben?

  • Hattest Du schon mal viel mehr Geduld als Du dachtest? Bei welcher Gelegenheit war das der Fall – und warum?
  • Kennst Du jemanden, der immer wahnsinnig geduldig ist? Was vermutest Du: Wie können wir anderen uns auch eine Schnitte davon abschneiden?
  • Wenn Du oder andere die Geduld verlieren – worauf führst Du das zurück?
  • Was findest Du: Wo liegen die Grenzen der Geduld? Bei anderen? Bei Dir?
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