Nun, dieses Prinzip gibt es:
Die Bedeutung, die Du einer Situation gibst, die Dir passiert, bestimmt Deine Reaktion auf diese Situation.
Eine Bedeutung kann dazu führen, dass Du Dich aufregst oder leidest, eine andere Bedeutung derselben Situation kann zu (freudiger) Aufregung, Herausforderung und Glück führen.
Da Geschehnisse in dieser Welt keine Bedeutung in sich haben, nimmst Du sie genau so wahr, wie Du sie deutest und glaubst, dass sie genau so passieren. Es ist aber so, dass diese Bedeutungen nur in Deinem eigenen Kopf existieren.
Dieses Prinzip ist aus zwei Gründen wichtig:
„Ich bin nicht gut genug“
denken wir als Reaktion auf Kritik von unseren Eltern oder ihrer Unzufriedenheit mit uns als Kind.
„Beziehungen sind schwierig“
denken wir, weil wir so die Auseinandersetzungen unserer Eltern oder unsere ersten eigenen unschönen Erfahrungen mit Beziehungen erlebt haben.
„Das Leben ist hart“
ist eine Überzeugung, die wir durch schwierige Erlebnisse in unserer Kindheit bekommen haben, als es für uns und unsere Familie schwierig war.
Und so weiter, und so fort.
Unsere Angst, unsere Tendenz, Sachen aufzuschieben,
unsere Sorge über die Meinung anderer,
unser Mangel an Selbstbewusstsein,
unsere Schwierigkeiten in Beziehungen,
unser Stress usw. –
Die Bedeutung, die wir früh in unserem Leben an sich bedeutungslosen Ereignissen gegeben haben (Konditionierungen spielen dabei auch eine Rolle).
Eine Deutung kann zu einer positiven Wahrnehmung führen, eine andere kann zu einer negativen Wahrnehmung führen. Leider können die meisten von uns selten unterscheiden, was wirklich passiert und was wir deuten.
Beispielsweise könnte Dein Chef Dir eine Frage stellen.
Wenn Du es so deutest, dass Dein Chef unzufrieden mit Dir ist, wirst Du wahrscheinlich wütend oder verärgert sein. Wenn Du derselben Frage aber die Bedeutung gibst, dass Dein Chef einfach nur eine Information braucht, wirst Du ruhig sein und ihm die Information geben.
Oder stell Dir vor, Dein Partner bittet Dich um etwas.
Wenn Du seine Bitte so deutest, dass er Dir nicht vertraut, es alleine zu machen, wirst Du wütend oder Dich aufregen. Wenn Du sie aber so deutest, dass er oder sie Dir einfach nur mitteilt, was er/sie möchte, wirst Du möglicherweise überhaupt nichts fühlen.
Bedeutungen, die sich als innere Einstellung festsetzen, sind Verallgemeinerungen über uns selber, Menschen und das Leben, die wir immer haben werden – wenn wir uns nicht von ihnen loslösen. Bedeutungen, die bestimmen, wie wir eine Situation wahrnehmen verschwinden, sobald wir nicht mehr an die Situation denken.
Wenn Menschen sich von inneren Einstellungen lösen, die ein bestimmtes Verhaltens- oder ein emotionales Problem hervorrufen, verschwindet das Problem.
Solche Menschen haben von tiefgreifenden Veränderungen in ihrem Leben berichtet.
Und doch sind die Veränderungen, von denen Menschen berichtet haben, die sich „nur“ von negativen Bedeutungen gelöst haben und nur noch die ungeschminkten Fakten oder eine positive Bedeutung hatten, beinahe noch erstaunlicher.
„Wahrnehmungen verschwinden sofort“
„Ich habe festgestellt, dass beinahe alle meine Wahrnehmungen diese Woche sofort verschwunden sind, nichts hat mich aufgehalten. Ich fühle mich emotional nun viel „leichter“ und reagiere weniger – ich schaue mir Situationen nun fast emotionslos an, vielleicht mit ein bisschen Neugierde, was da wohl los ist. Ich liebe es!“ Renee Maxfield
„Ich schiebe meine Wahrnehmungen recht schnell hin und her“
„In dieser Woche habe ich damit weitergemacht, meine Wahrnehmungen zu verschieben. Wenn etwas geschieht, das ein negatives Gefühl in mir auslöst, kann ich nun unterscheiden, dass es von meiner Wahrnehmung kommt. Ich schaue mir dann alternative Bedeutungen an, vorzugsweise positive, und kann das Gefühl so zu einem neutralen oder manchmal positiveren Gefühl verschieben. Es so zu handhaben macht mich zum Gestalter und ich weiß, dass ich meine Realität jeden Moment selber erstellen kann.“ – Raechel Morgan
„Früher wäre ich sauer geworden. Diesmal: nichts“
„Ich erlebe negative Wahrnehmungen nun viel weniger, und diejenigen, die aufkommen, kann ich oft mit keinem oder wenig bewusstem Aufwand lösen. Hier einige Erfahrungen, die ich diese Woche gemacht habe:
Jemand lässt einen schweren Gegenstand fallen – und ich erschrecke wegen des Lärms. Früher wäre ich sauer geworden. Diesmal: nichts. Keine Wahrnehmung. Keine Emotion. Nur ein Hinnehmen des Lärms und die körperliche Empfindung. Dadurch glücklich nehme ich die Chance wahr, eine positive Wahrnehmung einzubauen – ich werde immer besser darin.
Ich bin kurz davor, das neue iGadget zu kaufen. Doch dann verschwindet die Wahrnehmung, die mich zu dem Kauf drängt, nämlich das Gefühl, dass es ein „Must Have“ ist. So bin ich ganz einfach in der Lage, die vernünftigere Entscheidung zu treffen und kaufe es nicht. (Die Fähigkeit, sich von Wahrnehmungen zu lösen und die, die nicht nützlich sind, einfach loszuwerden, sind ein super Schutz gegen immer bessere und manipulativere Marketingstrategien.) – Robert Macfarlane
„Es hat mein Leben viel einfacher gemacht“
„Es ist soviel passiert mit meinem Mann und unserer Beziehung. Er ist allem gegenüber sehr negativ und fühlt sich machtlos. Seine Augen werden immer schlechter und laufen kann er auch nicht mehr gut. Er fühlt sich, als wäre all seine Kontrolle weg. (Er ist gerade 91 geworden.)
Je ohnmächtiger er sich fühlt, desto mehr Kontrolle braucht er über mich und alles, was mit uns passiert. Ich nehme das immer so wahr, als glaubte er, ich wäre dumm oder könne nichts richtig machen, wenn er mich ausschimpft oder mir den ganzen Tag lang sagt, was ich zu tun habe.
Dann fällt mir wieder ein, was er gerade durchmacht – er möchte mich nicht verletzen. Er muss einfach ein bisschen Kontrolle fühlen. Dann fühle ich mich wieder besser und weiß, es liegt nicht an mir. Den ganzen Tag passieren unterschiedliche Dinge und ich nehme sie zunächst negativ wahr. Dann überlege ich mir andere Interpretationen und das Gefühl verschwindet. Das hat mein Leben viel einfacher und glücklicher gemacht. Danke, Morty.“ – Hilda Fogel
Du kannst auch tun, was diese Menschen getan haben.
Bitte erzähle mir Deine Gedanken und Fragen, wie Du Kontrolle über Deine Wahrnehmung des Lebens bekommen kannst, indem Du die Bedeutung von Situationen änderst.
„Alles scheint sich zu ändern, wenn wir uns verändern.“ – Henri-Frédéric Amiel
Ich liebe neue Städte, neue Wohnungen, neue Jobs und neue Freunde. Das ist sowohl eine Stärke als auch eine Schwäche.
Einerseits schrecke ich nie vor einer neuen Erfahrung oder Möglichkeit zurück. Andererseits kostet es mich große Mühe, etwas durch zu ziehen, sobald es nicht mehr neu ist. Heute habe ich mir also Gedanken gemacht, wie ich meinen Tag aufregend gestalten kann, ohne die Dinge zu verändern, die für das Erreichen meiner größeren Ziele beständig bleiben sollen..
Folgendes ist mir eingefallen:
Ich habe mal gelesen, dass intelligente Menschen nie gelangweilt sind, weil sie immer neugierig sind.
Wenn Du Deinen Kopf engagiert und frisch hältst, wenn Du nichts zu tun hast, bist Du viel leidenschaftlicher und konzentrierter, wenn Du produktiv werden musst. Und genauso wichtig: Du genießt die Minuten, die sonst einfach nur umgehen würden, viel mehr.
Der Originalartikel „25 changes to make the day more exciting“ ist auf ihrem Blog TinyBuddha erschienen.
[Bildquelle: Diego_Torres auf Pixabay – vielen Dank!]Ich bin genauso durchgeknallt wie die meisten anderen kreative Menschen:
Ich habe viele Ideen, Interesse an vielen verschiedenen Dingen und ziehe das Spielen dem Arbeiten vor.
Warum schaffe ich es also regelmäßig, E-Books, Bücher, Kurse und Programme anzufangen, fertigzustellen und zu launchen?
Woher nehme ich die Zeit für kreative Abenteuer, die mir Spaß machen, UND für meine Arbeit?
Das hat mich auf zwei Arten über die Ziellinie gezwungen:
Ich habe mir Produktivitäts- und Zeitmanagement-Fähigkeiten angeeignet und sie so optimiert, dass sie gut mit meinem kreativen ‚Wahnsinn‘ zusammenarbeiten.
Ich habe immer und immer wieder geübt, Dinge zu tun, die ich nicht tun wollte, sodass ich Zeit schaffen konnte für die Projekte, die mir wichtig sind.
Integrität ist mir viel wert. Wenn ich Menschen helfen soll, mit ihrer Kreativität erfolgreich zu sein, muss ich meinen Worten auch Taten folgen lassen.
Ich habe mein „Geheimrezept der drei ‚F’s“ gelernt und halte mich nach wie vor daran:
Jedes Jahr entscheide ich mich für die Dinge, denen all meine Konzentration gilt. Dieses Jahr konzentriere ich mich darauf, Kunst zu erschaffen und sie zu zeigen, und auf die Entwicklung meiner persönlichen Gewohnheiten, um auch ein Leben neben der Arbeit zu haben.
Jeden Monat erstelle ich eine Mindmap der Projekte, an denen ich in diesem Monat arbeite. Ich setze mir Deadlines und versuche, sie einzuhalten.
Jede Woche und jeden Tag zwinge ich mich selbst, mich darauf zu besinnen, was mir und meinen Kunden wichtig ist. Das ist nicht leicht, aber es ist mir wichtig, meine Arbeit und mein Leben neu zu gestalten. Ich lerne immer etwas dazu – weshalb ich in Coachings und Programme wie The Good Life Project investiere.
Wie die meisten kreativen Superhelden begegne ich jeden Tag einer Anzahl an neuen! aufregenden! anderen! Wegen, die ich einschlagen könnte.
Jeden Tag springe ich dran hoch wie eine Forelle, die die Fliegen über ihrem Fluss fangen will.
Aber ich habe gelernt, dass ich neue Projekte nur anfangen darf, wenn die alten nicht darunter leiden. Mein bester Trick um durchzuhalten ist, anderen von meinen Projekten zu erzählen. Dazu nutze ich meine Partnerschaften bei Mastermind Partners.
Weil ich mir nicht erlaube, neue Dinge zu beginnen, bevor alte abgeschlossen sind, habe ich die Motivation, sie abzuschließen. Mir ist außerdem bewusst, dass tolle Ideen eine begrenzte Haltbarkeit haben und wenn ich sie nicht mit der Welt teile, verkümmern sie oder jemand anders führt sie aus. Das wäre sch…ade.
Projekte fertig zu stellen ist nicht immer einfach, aber je mehr ich das mache, desto mehr Vertrauen habe ich, dass ich wichtige kreative Arbeit erledigen kann.
Das ist es auch schon.
So bleibe ich in den Grenzen meiner Verrücktheit und laufe nicht Gefahr, ins feindliche Gebiet der Unzuverlässigkeit abzurutschen. Meinen Klienten helfe ich genauso: Ich helfe ihnen, sich auf das zu konzentrieren, was ihnen wichtig ist, begleite sie, damit sie durchhalten und dort ankommen, wo sie hin wollen, und bewahre sie davor, in feindliche Gebiete abzurutschen.
Versteht mich nicht falsch: Ich habe immer noch Schwierigkeiten mit all den Dingen, die uns allen im Abenteuer unseres kreativen Lebens begegnen. Mir hilft mein Mantra oder meine Strategie aber sehr dabei, auf dem einmal eingeschlagenen Weg zu bleiben, so dass ich mich als kreative Person erfolgreich fühlen kann.
Erzähl es uns und den anderen Lesern in einem Kommentar – und wenn es jemanden in Deinem Leben gibt, dem mit diesem einfachen Rezept geholfen ist, dann um Himmels Willen, teil diesen Artikel mit ihm! 🙂
Mir wird’s zuviel!
Sie machen die „30-Tages-Yoga-Challenge“, sie „geben endlich ihren Kaffee-Konsum auf“, „sie trinken nie wieder Alkohol“, sie trainieren für die Anzeige ihres Lauf-Messgeräts, um nachher auf Facebook zu posten, wie VIEL sie geradelt oder gelaufen sind – für den Marathon, aber selten zum Spaß.
Du hast die Wahl – such Dir was aus (welche Varianten kennst Du?):
Ich muss es loswerden: ICH BIN DAGEGEN!
Deswegen nervt mich diese künstliche Einschränkung auf Nichts oder Sehr wenig von etwas genauso wie die künstliche Begeisterung für ein Übermaß.
Die künstliche Einschränkung finde ich grauslig, weil es doch wirklich fabelhaft ist, dass es uns so gut geht und wir alles haben, was wir brauchen.
Welch ein irrsinniger Luxus!
Wollen wir das nicht lieber zu schätzen wissen, statt an den Gaben der Natur wieder rum zu mäkeln?
Jeder hat mal seine Phasen oder Vorlieben – und gerade bei der Ernährung tendiere ich sehr zur Sicht des Ayurveda, dass jeder anders ist und je nach Verfassung anderes Essen braucht – auf das unser Körper ja dann auch meist richtig Bock hat.
Aber davon abgesehen:
Nur Karotten, nur Steak, alles was NUR ist, ich meine, das entspricht nicht der Idee des Lebens.
Wenn Du es künstlich dazu machen willst, dann schneidest Du Dir ein Stück Leben, Freude, Genuss, letztlich Glück ab.
Das Fleisch ist nicht das Problem, das Gemüse auch nicht. Das Problem liegt im „Nur-Fleisch“, im „Nur-Gemüse“.
Das Sich-Bewegen ist nicht das Problem und auch nicht das Mal-die-Füße-hochlegen. Das Gar-Nicht-Bewegen ist ein Problem und das Sich-Nur-Noch-Bewegen – das eben auch.
Zuviel Yoga am Stück und auf Krampf bringt nicht mehr oder schneller Erleuchtung, sondern meiner Erfahrung nach eher einen Knöchelanbruch oder eine sogenannte „Ashtanga-„Schulter. Ja, mag sein, dass die Lehrmethoden nicht so optimal waren – aber was ist schon optimal? Meinem Körper war’s jedenfalls zu viel.
Ausgerechnet beim Yoga….Ironie des Lebens.
Extremer Kaffee-Konsum, extremer Wein-Verbrauch, extrem viel Fleisch.
Auch des Sehr-Wenige oder Gar-nicht-Vorhandensein ist oft ein Problem: Denk nur an Salz.
Wir Menschen brauchen nicht viel davon, aber gar nichts erzeugt einen ungünstigen Mangel. Im Mittelalter war es daher kostbar wie Gold.
Das Problem mit einer ungünstigen Ressourcen-Nutzung kommt ja nicht auf, weil wir alle einmal die Woche ein gutes Stück Fleisch essen so wie zu Urgroßmutters Zeiten, wo das Wild eben erst noch gejagt, der Fisch erst noch geangelt werden musste.
Das Problem kommt auf, weil wir diese Leckerei (und ja, viele Menschen finden Fleisch eben lecker) am liebsten täglich in großer Menge haben wollen. Erst dadurch entsteht das Problem der Überproduktion, der Schieflage in der Ressourcen-Nutzung der Welt, und vor allem das unseres Körpers und wie er damit umgeht.
Ja, das Leben ist heute komplex. Ja, wir kriegen zu viel Info übergestülpt. Ja, es kann angenehm sein und das Leben einfacher machen, sich wieder etwas zu beschränken.
Da wirkt es so wunderbar einfach, zu sagen:
Täglich 18.00 50 km laufen. Jeden Tag 2kg Karotten. Niemals Kaffee.
Hier geht’s also um die Beschränkung als Gegenmaßnahme zum Überangebot und Überflutung. Ein bisschen wie ein Stundenplan, den Dir das Leben endlich rüber reicht, nach dem Du auf der Suche warst.
Nur ist da vielleicht die bessere Methode, das Problem da zu behandeln, wo es entsteht: Bei den Informationen, die Du Dir täglich rein ziehst, bei den Menschen, denen Du glaubst. Das Leben war schon immer unsicher und komplex – und wenn man betrachtet, wie jung man früher starb:
Lernen wir doch besser, mit Varianz und Veränderung umzugehen, uns flexibel anzupassen. Iss Karotten, wenn Karotten da sind und Steak, wenn Steak da ist. DAS macht das Leben wirklich unkomplizierter und schafft Raum fürs Glücklichsein.
Ich hatte mal einen Freund, der war ein klassischer Alles-oder-Nichts-Kandidat: 2 Wochen lang war er auf der Fisch-Diät. Naja, danach war er dünner, dafür schwächlich. Danach fuhr er (selbstverständlich ‚jeden Tag‘) 50 km Rennrad – bis was dazwischen kam – und dann hatte „ja eh alles keinen Wert mehr“. Aus Frust über sein ‚Versagen‘ waren dann mehr Burger und Pommes und mehr Couch angesagt.
Naja, er tat es – wie immer – gründlich! 😉
Also war er insgesamt 8 Wochen später viel unfitter und auch ein paar Kilo schwerer als vorher.
Sein Hang zum Extrem war super anstrengend – für ihn vor allem, denn es brauchte ja jedesmal so viel Willenskraft. Früher oder später musste er an dem hohen Anspruch abschmieren – und mit diesem ‚Versagen‘ umgehen.
Er ist bestimmt nicht der einzige, dem das so geht.
Plötzlich ist der Kaffee generell ‚böse‘, Kohlenhydrate egal in welcher Menge machen FEEEETTTT, das Glas Wein wird zur großen Sache und in etwa dort eingeordnet, wo früher die „Einstiegsdrogen“ waren.
Du darfst nicht einfach eine Runde spazieren gehen, weil das einfach schön ist – Du könntest doch die Zeit effizienter nutzen, um MEHR Kalorien zu verbrennen.
Alles was, was Du tust oder nicht tust, ist quasi über- oder unterbelichtet.
Das ‚Falsche‘ zu tun, das ‚Nicht-Optimale‘ ist nachgerade eine Sünde.
Alle guten Maßnahmen müssen VIEL, IMMER, OPTIMAL sein,
alle schlechten dürfen NIE passieren.
Eine Sünde – das ist, sich anderen gegenüber besch… zu benehmen.
Eine Sünde, das ist, andere zu hintergehen.
Auf dieser Welt gibt es mehr als genug Dinge, die als Sünde gut herhalten.
Aber Kartoffeln essen, einen Kaffee trinken, ein Stück Kuchen essen, ein Glas Wein trinken…
ich kann die Sünde daran echt nicht finden.
Schön zu sehen war das z.B. in Süditalien als ich auf einem Retreat war.
Außer mir waren viele AmerikanerInnen da, die in Sachen „Alles-oder-Nichts-Falle“ ja leider wieder unsere Vorreiter sind. In der alten ‚Masseria‘ zwischen den Olivenhainen wurde bestens gekocht, fabelhaftes italienisches Essen von ‚la Mamma‘ – wer würde sich das entgehen lassen können?
Schon wurde das Anonyme Alkoholiker-Handbuch zitiert und ängstlich geguckt, ob ich gleich explodiere oder sonstwas Böses passiert.
Oh Gott – das böse Kohlenhydrat! Ein Glück waren ein paar weitere Mitstreiter des Genusses anwesend – und über die Woche ‚wagten‘ sich auch andere vor. Nein, wir haben uns nicht fürchterlich betrunken, wir haben einfach gut gegessen und etwas Wein getrunken und es war schön.
Der Genuss, das ist nicht nur der Wein, die Pasta, sondern was Du in Deiner Wahrnehmung damit machst, ob Du es schätzt.
Ein weiterer grässlicher Nebeneffekt der Alles oder Nichts-Attitüde: Selbst wenn Du ETWAS für Dich und Dein Wohlbefinden tust, impft man Dir schon wieder ein schlechtes Gewissen ein:
Du tust nicht GENUG davon,
nicht mit der OPTIMALEN Methode,
nicht REGELMÄSSIG genug.
Als ich Kind war, galt donnerstags Volleyball spielen als ‚regelmäßig‘ Volleyball spielen.
Das war als Nicht-Profi gefühlt genug. Das war in Ordnung. Daran hatte ich Spaß.
Volleyball AG Donnerstagnachmittag, 1x pro Woche. NICHT 3x, nicht 5x, nicht täglich.
Es hat Spaß gemacht, WEIL es einmal die Woche war – 5x hätte ich es GAR NICHT machen wollen.
Die Alternative dazu:
Ich habe ein paar Erklärungsversuche:
Erstens mal sind diese Themen: „wie viel und wann schlafe ich?“, „was und wie viel esse ich“, „wie oft und lange mache ich welchen Sport warum wofür“ etc. Themen der Selbstbestimmung. Auch wenn mir außen rum noch so viel Mist im Leben erzählt wird, mir anderen in meinem Kram reinreden – hier habe ich meine eigene Wahrheit, meine eigene Entscheidung,
in dieser Badewanne bin ich Kapitän.
Das ist schön und gut, nimm aber eben mal das Thema Selbstbestimmung in Puncto Nicht-Essen – im Extremfall führt es zur Magersucht. Ein magersüchtiger Mensch ist der Meinung, dass er selbst kontrolliert und diszipliniert ist und jemand anderes, der eine normale Portion zu sich nimmt, ‚maßlos‘. Der magersüchtige Mensch kontrolliert sich und seine Nahrungsaufnahme gründlich (so sieht er/sie es) – oder extrem (so wird es von außen gesehen).
Den Hunger auszuhalten – das braucht grandios viel Disziplin – das wird aber keiner ernsthaft bewundern wollen und es wird auch keiner behaupten wollen, dass das eine gute Sache sei. „Sie achtet halt sehr auf ihre Ernährung“ vs. „sie ist leider magersüchtig geworden“ ist eine Frage der Perspektive und des Ausmaßes.
grundlegend das eigene Leben mehr in die Hand zu nehmen und es so zu gestalten wie es für das eigene Glücklich- (und Gesund-)Sein notwendig ist.
Wir haben es in 1. schon angesprochen: Das Thema Disziplin. Komisch ist es schon: Da haben wir alle Freiheit der Welt, mit uns und unseren Körper zu machen was wir wollen, solange es keinem schadet.
Und was machen wir?
Wir gehen los und DISZIPLINIEREN uns.
Da kann ich nur sagen:
Ja, prima – geisle Dich und und renn‘ jeden Tag 2h.
Bestens – geh los und nage an einer rohen Möhre – auch wenn es Dir die Stimmung versaut.
Du hast es durchgezogen.
Jawoll, Du warst diszipliniert.
NA HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!
Wenn Du sonst nix kannst, dann kannst Du also das: Dich zwingen, mehr zu laufen als Du willst, Dich zwingen, anders zu essen als Du willst.
Die Alternative dazu:
Ist es nicht ulkig, wie viele Männer derzeit auf die Idee kommen, möglichst viel Fleisch und Steaks essen – „nur das sei eines wahren Mannes würdig“? Obwohl auch ich bisher noch nicht an eine generell vegetarische männliche Weltbevölkerung glaube… dennoch:
Könnte es evtl. sein, dass die neue Fleischeslust eher ein Marketing-Erfolg eines gewissen Grill-Herstellers als ein echtes Bedürfnis ist – oder überhaupt etwas, das Dir persönlich gut tut?
Die Alternative:
Ja, sei ein Mann. Sei eine Frau. Sei ein Mensch. Auf Deine Art. Sei ein bisserl stur, genieß Dein Steak.
Aber nur dann und so viel oder so wenig wie es DIR gut tut.
Dich gibt es nur einmal und nur Du weißt letztlich, was für Dich taugt. Probier Dich aus, ok – aber bleib bei Deiner Meinung und Beobachtung und lass Dir nicht die anderer aufdrücken. Andere wissen nicht, ob Du Steak oder Karotten besser verträgst, vielleicht beides nicht, vielleicht beides ja, oder heute nicht und morgen schon… so ist das Leben eben.
Suche & finde andere Möglichkeiten, Dich als Mann zu erleben.
Da war im Pauschalflieger die Mutter stylish ganz in schwarz von Kopf bis Fuß, die SOOO viel Wert darauf legt, dass das Kind im Flugzeug vegetarisch isst – und einen Riesenaufstand macht, weil doch Hühnerfleisch in den Tortellini ist….
Hallo!? Das hier ist ein Pauschal-Flieger und kein Veggie-Restaurant.
Sorry, Du bringst Deinem Kind viel eher bei, wie man Hysterie verbreitet als wie man entspannt und flexibel durchs Leben geht.
Was war ich froh, als der Vater durchgriff und sagte, es sei ihm jetzt wurscht, die Kleine habe Hunger und kriegt jetzt eben die un-optimalen Tortellini zu essen.
Manche Menschen scheinen einen regelrechten Sport daraus zu machen, anderen mit sehr wichtigem Blick zu erzählen, dass sie jetzt morgens um 5 immer meditieren und ACH SO KLAR im Kopf seien.
Du wirst nicht erst besonders, weil Du so besonders viel oder wenig rennst, meditierst, isst oder was auch immer.
Dein Besonders-Sein hat es vielleicht leichter, zur Geltung zu kommen, wenn Du Dich nicht nur als Marathonläufer siehst…
Letztlich ist es wie bei der Ringparabel von Lessing: Die Religion, der Glaube, die Lebensweise ist gut, bei der der Mensch letztlich gut und glücklich und im Frieden mit sich und der Welt lebt, bei der der positive Effekt sichtbar ist.
Das dürfte kaum in Kalorien, gerannten Kilometern, nicht erhitztem Gemüse oder der Abwesenheit von Fleisch zu messen sein.
Ich meine, der wahre Test, ob ich der Alles-oder-Nichts-Falle aufgesessen bin, ist zu schauen, ob ich gut in der Lage bin, die Möglichkeiten des Lebens so zu nutzen, wie sie sich mir anbieten – und das Beste aus den Möglichkeiten zu machen.
IN DER NATUR HAT ALLES SEINE ORDNUNG – UND SEIN MASS. DIESES PRINZIP SORGT INDIREKT AUCH FÜR DEIN GLÜCK.
Wie wäre es also ab heute damit:
Achja, eine Ausnahme gibt es doch:
Dabei können wir reinhauen.
Da gibt es kein Zuviel.
Finde ich. Und Du?
Das gilt zwischen Menschen und anscheinend auch für das Leben. Jemand tut Dir einen Gefallen, Du freust Dich ehrlich, strahlst ihn an, sagst Danke – wetten, derjenige bekommt Lust, es wieder zu tun? Oder umgekehrt: Du tust jemandem einen Gefallen, er oder sie weiß er nicht zu schätzen oder zeigt es zumindest nicht, ’nickt‘ Deinen Gefallen einfach so ab…
Menschen, die viel übers Universum reden, reden auch viel von Dankbarkeit und auch wenn ich persönlich nicht allzusehr an Universen und dergleichen glaube, merke auch ich: Wenn ich dem Leben dankbarer bin, hat es mehr Lust, ein paar extra Geschenke bei mir abzugeben. Nöle ich nur rum, wird es launisch, traut sich nicht so ran… klar, wer will schon jemandem einen Gefallen tun, der Dich dabei noch mit schmollender Unterlippe anguckt?
Dankbarkeit ist also super, das verstehe ich, ich muss allerdings ein Geständnis machen:
Wenn ich meinem Hirn dann mit Sprüchen komme wie:
„Jetzt sei doch mal dankbar!“
dann fühlt sich mein Hirn (und Herz!) fühlt sich vereiert.
Was soll ich sagen?
Da war kein bisschen Dankbarkeit zu spüren.
Keinen Meter, keinen Zentimeter, naja, vielleicht ein paar Millimeter…
Ich fragte mich, warum nicht.
Um mich nicht einfach rauszureden, habe ich mich gefragt, ob ich ernsthaft einer Freundin, die mir das so erzählt, anraten würde, ’sie solle doch dankbar dafür sein.‘
Die Antwort ist: Natürlich nicht!
Sie würde sich wahrscheinlich auch vereiert fühlen – und zu Recht.
Und zwar aus folgenden 2 Gründen:
Dankbar sein ist wirklich gut, aber sie funktioniert nicht ÜBER Deine erlebte Realität hinweg. Deine Art, die Welt wahrzunehmen, Deine Perspektive, was Dir wichtig ist, die sorgt dafür,dass Du entweder für etwas, was andere SCH….. finden und kein bisschen dankbar dafür wären, EHRLICH dankbar bist, oder Du undankbar über etwas bist – weil es für Dich nichts bedeutet oder sogar unangenehm ist.
Wenn Du alles mit einem einzigen ‚Harmonieschleim‘ zukleisterst, nimmst Du Dir diese Möglichkeit. Du nimmst Dir die Möglichkeit, Prioritäten zu setzen, die Dir gut tun – und…. (und das ist der Gag!)
…für die Du von ganz allein dankbar sein wirst.
Neulich war ich an einem ganz normalen Donnerstag z.B. ungeheuer dankbar und ungeheuer produktiv – dieser Tag war ein wunderbarer Tag. Vielleicht fragst Du Dich jetzt, was an diesem Tag so Fabelhaftes los war, ob mir Tausende von Menschen gleich zum Frühstück gehuldigt haben, eine Million EUR in kleinen Scheinen auf mich herabregnete, ich die ultimative Erfindung gemacht habe….?
Nichts dergleichen! Nicht ansatzweise!
Dieser Tag war so großartig, einfach nur (!) weil er damit anfing, dass mein Mann Tobias und ich morgens direkt aus dem Bett in Trainingsklamotte hinunter an den See gefahren sind. Wir gingen auf den Steg unten am Ufer, hindurch durch ein kleines Spalier von Menschen, die das gleiche taten wie wir:
Morgens schwimmen.
Eine verschwörerische kleine Gemeinschaft, die sich freundlich-verschmitzte Lächeln zuwarf. Ein Sprung in den kristallkühlen See, das sanfte Sonnenlicht auf dem glatten Wasser, die Klarheit im Kopf, die beim Schwimmen entsteht,eine niedrige Schicht Morgennebel, die an einem Ruderer vorbeifetzt, mein Mann mit einem breiten Grinsen….
Ganz natürlich.
Von innen her.
Ohne Danach-Suchen.
„Was ist das Leben eine geile Sau!
Was freue ich mich, hier zu sein!
Was für ein Geschenk das ist, sowas hier mit meinem Lieblingsmensch machen zu können.“
Das ganze Unternehmen hat 0 EUR gekostet, wir brauchten einfach nur 40 Minuten an Zeit & Badeklamotten und einen heißen Kaffee danach.
Das war alles. Mehr nicht.
Beide hatten wir danach einen wunderbaren Tag.
Klar tut Schwimmen einfach dem Körper gut und das macht mein Hirn produktiv und und und….
Aber ich meine: Die Dankbarkeit für das schöne Erlebnis, das ehrliche innere Gefühl, dass ich vom Leben beschenkt wurde und wirklich dankbar für dieses Geschenk bin – das spielte die entscheidende Rolle für diesen besonders guten Tag.
Die Frage ist also weniger: Bist Du ständig für alles dankbar?
Sondern vielleicht eher:
Ich bin z.B. von Natur ganz einfach dankbar für:
Keine Frage: Ausschau nach dem Guten in einer Situation zu halten – das macht nach wie vor Sinn.
All das soll keine Ausreden-Basis hergeben dafür, nicht regelmäßig dankbar zu sein für das Gute, das wir erleben dürfen.
Zum einen hast Du ja Einiges im Leben selbst im Griff – und kannst Situationen, die bei Dir Dankbarkeit erzeugen, selbst ‚provozieren‘ (mehr dazu unten).
Zum anderen sind viele Situationen so vielschichtig, dass sie sowohl etwas Gutes (wofür das mit der natürlichen Dankbarkeit hinhaut) als auch etwas für Dich, naja, ich sag mal: Unpassendes enthält (da ist das mit der Dankbarkeit wohl zu viel gewollt).
„Dieser Teil hier – der ist schön, ich freue mich von Herzen drüber – und davon gern auch mehr in Zukunft. Das andere hier – naja, ich werde schauen, wie ich in Zukunft weniger davon habe.“
Schlussendlich glaube ich, dass das Leben, das Universum, der liebe Gott, unsere Mitmenschen…schlau genug sind, um zu raffen, ob sie ein echtes oder ein geheucheltes Danke bekommen. Wetten, dass DIE Sorte Dankbarkeit, die uns die Tore für mehr Gutes öffnet, die ECHTE ist?
Ein höfliches Lippenbekenntnis dürfte wohl kaum reichen… auch wenn das ein netter Versuch und eine höfliche Geste ist….
Kennst Du den grusligen Wieder-Geschenks-Effekt?
Man bekommt zu Weihnachten etwas wirklich Schreckliches geschenkt – z.B. von einer älteren Tante. Lass es bodenlange Nachthemden mit Mäuschen-Applikationen sein. In Deiner Ratlosigkeit willst Du nett sein und heuchelst – womöglich noch glaubwürdig! – Dankbarkeit. „Viiiielen Dank – ich liiiiiebe solche Nachthemden. Und so kuschlig!!!“ Was vermutest Du, bekommst Du nächstes Jahr von ihr geschenkt? 😉
Manchmal kann es sinnvoller sein, freundlich zu sagen, dass etwas anderes mehr Freude machen würde – wenn sie doch ohnehin schon das Geld ausgibt. Wie wäre es also mit einem ehrlichen, wertschätzenden:
„Danke, liebes Leben, dass Du es versucht hast – schau mal – wie es scheint, liegt mir das so nicht. Das wiederum zu begreifen, DAFÜR bin ich Dir ehrlich dankbar. Wenn Du mir wirklich eine Freude machen willst, dann lass es uns doch mit was anderem versuchen, nämlich z.B. XXXXXX.“
Versuchen wir doch weniger, auf Krampf für etwas dankbar zu sein, das sich in dem Moment eben nicht so toll anfühlt. Nehmen wir es eher als Ansatz zu sagen:
„Wenn sich das hier nicht nach natürlicher Dankbarkeit anfühlt: Was wäre es stattdessen? Wie kann ich so etwas provozieren? Wie kann ich es am besten gleich morgens als Start in den Tag, montags, für die Woche provozieren?“
Nicht zu kriegen, was Du willst,
kann sich manchmal als Dein größtes Glück rausstellen.“
(unbekannter Verfasser)
Mit meistens mindestens 40 Stunden pro Woche, die wir arbeiten, ist das Leben deutlich zu kurz, um irgendeinen Job zu machen.
Aber wie übersteht man Absagen auf dem Weg…
…und wie kriegt man den (Traum-)Job, mit dem die Woche wie im Flug herumgeht?
Gehen wir es Punkt für Punkt an:
Heute habe ich einen großartigen UND wirklich einfachen Tipp dafür, wie Du auf der Jobsuche locker bleiben kannst – auch wenn Du eine oder mehrere Absagen kriegst. Als Uni-Absolventin oder auch später bei der Jobsuche war ich gut gerüstet, selbst wenn ich mal eine Absage bekam. Warum? Weil ich den typischen Satz meiner Mutter im Hinterkopf hatte:
„Du, dann soll es eben nicht sein. Dann kommt eben noch was Besseres.“
Ich blieb locker – und das Bessere kam meistens auch. Das war es eigentlich auch schon.
Na gut, ein wenig komplizierter ist es schon. 😉
Die Regel mit dem Besseren, das kommen wird, gilt unter ein paar Nebenbedingungen – nämlich wenn:
Sind die Bewerbungsunterlagen wirklich ok? Passt Dein Profil zur Stelle? Was tust Du, um Dich in das Stellenprofil hineinzuentwickeln?
Aus langjähriger Erfahrung auf der Gegenseite kann ich Dir sagen: Wenn jemand wirklich will, wird er den Rest auch lernen. Kluge Entscheider heuern lieber jemanden an, der richtig Bock hat, sich reinzuwurschteln als jemanden, der sachlich alles kann und mittelmäßig motiviert ist.
In diesem Prozess wollen sowohl die Leute auf Unternehmensseite als auch Du herausfinden, was Ihr jeweils zu bieten habt, was Ihr voneinander wollen würdet, wie viel Entwicklungspotenzial das hat und wie groß die Schnittmenge ist.
Scheu Dich nicht davor, unangepasst weil ehrlich zu sein.
Damit sind wir wie versprochen beim 2. Punkt:
– und dafür, wo und wie Du Dich nützlich machen kannst. Schließlich braucht man Dich oder entscheidet sich für Dich, weil Du einen Beitrag bringen kannst, den andere nicht bringen können oder wollen.
Lies Dich über das Unternehmen ein, versuche zu sehen, wer da so arbeitet (Xing und LinkedIn sind dafür natürlich gut), vergleiche ähnliche Positionen und deren Anforderungsprofile bei anderen Unternehmen.
Schreib Dir Deine Fragen vorher auf!
Verlass Dich nicht auf ein „das hab ich dann schon im Kopf“.
Ich habe das wirklich immer gemacht – und habe mehrfach gesagt bekommen, wie positiv das aufgefallen ist.
Sei so clever und richte Deine Aufmerksamkeit erst auf das, womit Du den Tag, die Woche, das Jahr verbringen wirst: Wie sieht die Aufgabe aus? Mit wem würde ich zusammen arbeiten? Was erwarten oder brauchen diese anderen von mir, damit das Ganze funktioniert? etc.
Erst in einem zweiten Gespräch, wenn Ihr wirklich gegenseitiges Interesse habt, klärst Du die Fragen bzgl. der Hygienefaktoren. Nein, die Frage, ob Du einen Firmenparkplatz bekommst oder wie es mit der Betriebsrente aussieht, hat für jemanden, der wirklich einen guten Job machen will, erst zum Schluss auf der Liste zu erscheinen. Oder ganz platt: Wenn Dir wirklich nur das wichtig ist, dann sei ehrlich darüber oder auch nicht, wundere Dich aber nicht, dass Du seltenst in die letzte Runde eingeladen werden wirst.
Wenn es das Richtige ist.
Du kannst die Stelle antreten, aber die Wahrscheinlichkeit geht doch dahin, dass es früher oder später nicht hinhaut.
Dein Gegenüber kann nicht hellsehen.
Rund um eine Jobsuche herum ist der perfekte Zeitpunkt, um möglichst umfassend zu klären:
Ehrlichkeit ist hier das A und O. Das beginnt mit der Ehrlichkeit mit Dir selbst – und das ist wirklich gar nicht einfach.
Jemand, der weiß, was er will und kann, macht grundlegend immer den besseren Eindruck.
Jemand, der nicht weiß, was er will oder kann, ist auf der Gegenseite das wahre Grauen. Denn diese Menschen sind nicht dafür da, Dich zu coachen, sondern sie wollen einfach nur wissen, ob Du zu ihren Plänen etwas Gutes beitragen kannst und willst.
Männer wissen oft ein wenig zu genau, was sie wollen – welchen Geschäftswagen, welches Büro etc. 😉 Keine SO gute Idee – weil ähnlich unsexy wie zu schnell beim Angraben mit der Tür ins Haus zu fallen.
Frauen wiederum tendieren dazu, ihre eigenen Motivationen zu wenig zu überblicken, und das eigene Können zu unterschätzen. Auch keine gute Idee – weil man sich so selbst übervorteilt, bevor es die andere Seite überhaupt tun würde.
Wenn Du Dir dessen bewusst bist, kannst Du von vornherein etwas gegensteuern – und Dir und dem Unternehmen damit einen Gefallen tun.
Bloß weil Du ein Jobangebote bekommst, musst Du es noch lange nicht zusagen.
Ganz oft kommt das auf die gute alte Frage nach „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“-Frage raus.
Wenn Du Dich für den Spatz entscheidest, mach das ruhig, manchmal kann das notwendig sein. Allerdings solltest Du Dir dann klar darüber sein, dass es der Spatz ist – und dass die Taube nach wie vor gesucht werden sollte. Wenn Du dann den Spatz-Job nur halbherzig machst, wird man das merken und Deine Leistungen sind nicht so gut wie es möglich wäre. Letztlich fühlst sich das besch…. an, denn jetzt hast Du einen mittelmäßigen Job und machst ihn mittelmäßig.
Besser: Entscheide Dich, wie lange du den Spatz-Job vollherzig machst. Und ab wann und wie Du die Taube suchen wirst – schreib das in den Kalender und verfolge es dann weiter. ODER – und meistens ist das die bessere Entscheidung – Du bist Dir klar, dass das der Spatz wäre und gehst weiter die Taube suchen. Allermeistens findet sie sich.
Eine Freundin von mir wollte einen ganz speziellen Job, der einen Part beinhaltete, den sie noch nicht konnte – ansonsten war sie fit. Also besorgte sie sich grob geschätzte 2 Tonnen Informationen und arbeitete das durch, inhalierte das Ganze geradezu.
Ergebnis?
Natürlich bekam sie den Job.
Wenn ein Unternehmen Dir absagt, dann muss das wirklich nicht heißen, dass die Dich und Deine Fähigkeiten doof fanden oder Negatives im Schilde führen.
Eine Absage kann z.B. kommen, weil man findet, dass Du von Deiner Art schwierig in die Firmenkultur passen würdest – und all Deine Fähigkeiten nie zur Geltung kommen würden. Diese Passung in die Unternehmenskultur ist wirklich wichtig – und von außen tatsächlich nicht zu beurteilen. Ich habe so eine Art von Absage mal von einer Investmentbank bekommen. Inhaltlich alles TOP, aber ….“irgendwie passt es nicht ganz“. Tatsächlich bin ich nicht so sehr der Bank-Typ und die Bank war sehr Bank, also war das bestimmt eine kluge Absage von deren Seite.
Der optimale Fall – das ist ein Gespräch, in dem man gegenseitig spürt: Der Funke greift über, es würde Spaß machen hier und miteinander zu arbeiten, das passt. Das ist wie bei einem guten Date: Letztlich kann man es beidseitig nicht 100% erklären, woran es liegt – aber hier hat es geschnackelt.
In einem solchen Fall verlässt Du wahrscheinlich das Gebäude mit beschwingtem Schritt, mit einer Ahnung von zukünftigen Möglichkeiten. In einem solchen Fall habe ich es z.B. gerade mal noch zu meinem Mittagessen-Date in der Stadtmitte geschafft – und hatte schon den Geschäftsführer mit einem Angebot am Telefon.
Das ist das Ziel: Ein gegenseitiges klares JA. Wie bei einer guten neuen Beziehung.
Das ist die Basis, auf der Du aufbauen kannst und solltest.
So, das wars in Kürze. Ich hoffe, es kann Dich etwas ermutigen und unterstützen bei Deinen Plänen! Erzähl mir und anderen Life-Preneuren im Kommentar, was bei Dir gut funktioniert hat und welche Fragen Du sonst dazu hast.
Die ehrliche Antwort ist:
Manchmal ja, manchmal nein.
Glück lebt vom Lebendig-Sein und Lebendig-Sein lebt davon, Unterschiede wahrzunehmen: Ich spüre nur, wie heiß das Wasser ist, wenn ich weiß, wie sich kaltes Wasser anfühlt.
ist laut den Yogis die beste Strategie, um sein Glück zu finden. Sie haben ein gutes Argument dafür: Weil Du nie wissen kannst, was bis dahin passiert. Vielleicht willst Du selbst plötzlich ein anderes Ziel, vielleicht willst Du auf dem Weg Halt machen und dort bleiben, vielleicht gelingt es einfach nicht – dann sollte Dein ganzes Lebensglück eben nicht nur von diesem einen Ziel abhängen. Dann hättest Du zwar das Ziel nicht, aber immerhin jede Menge lebendig gelebten Weg.
Ein Ziel zu erreichen kann glücklich machen, noch besser ist, schon auf dem Weg glücklich zu sein.
Wo verbringst Du wohl mehr Zeit: Auf dem Weg – oder an Deinem ‚Ziel‘?
Nach wie vor kämpfe ich oft mit mir selbst, dass ich einen so dringenden Zug zum Tor spüre – und bestimmte Ziele schon erreicht haben will – also, was soll ich sagen
Die Balance zwischen Zielorientierung einerseits und den Weg zu genießen andererseits ist eine kontinuierliche Lern-Aufgabe – und mit dieser Frage „Wo verbringst Du wohl mehr Zeit – auf dem Weg – oder am Ziel?“ balanciere ich den Zug zum Tor so aus, dass er nicht zum Druck zum Tor wird.
oder eben Entwicklungsaufgaben, die uns auf dem Weg begegnen, sind die Bewältigung von wenig hilfreichen inneren Einstellungen – oder anders gesprochen das passende „Mind-Set“. Das „Mind-Set“ besteht aus leicht verfügbaren Bausteinen, um zu denken und zu handeln und beeinflusst letztlich,
An diesen Punkt zu kommen ist allerdings das, was ich ein ‚Luxus-‚Problem nennen würde – es kann nämlich nur aufkommen, weil Du schon weit vorangekommen bist! 🙂
Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße. Martin Walser
Inzwischen zeichnet sich eine erste Ahnung ab von dem, was Du tun willst, Du kannst erste Elemente erkennen, die für Dein Traum-Leben wesentlich sind.
Fabelhaft!
„Alles ist so weit weg, es ist so teuer, ich müsste die richtigen Leute kennen….“
Vielleicht suchst Du jetzt nach Selbstmanagement-Methoden, nach Zeitmanagement- Tricks und so weiter.
Das ist gut, greift allerdings meist zu kurz, weil Dein Projekt ja etwas größer ist, als Du es bisher gewohnt warst und es wahrscheinlich nicht mit ein paar To Do-Listen getan ist.
Was kannst Du für den Moment tun?
Am allereinfachsten ist es,
Tipp: Meistens haben die Einstiegspunkte damit zu tun, mehr Informationen einzuholen, genauer aufzuschreiben, was man will oder nicht will, bestimmte Menschen um Idee oder Rat zu fragen und/oder sich selbst bestimmte Fähigkeiten anzueignen.
An dieser Stelle möchte ich Dich außerdem anregen, mit Methoden, die aus dem Geschäftsleben kommen, zu experimentieren – dort ist die Umsetzung größerer Projekte ja die Normalität.
Da gibt es zum einen das
und zum anderen die
Dabei betreibst Du eine Art Probe-Handeln im Kopf, auf dem Papier, in Software.
Wenn Du in Dir Klarheit hast, wird es erst mal einfacher: Du weißt jetzt, worauf Du Deine Energien konzentrieren kannst. Das fühlt sich erst mal gut an.
Ein kurzer Einschub:
Wenn Dein Ziel eher größer als kleiner ist, der Weg eher länger als kürzer (und das ist wahrscheinlich), dann
Das ist normal und als solches nicht weiter aufregend.
Ich sage Dir das, weil ich sagen will:
Der erste Reflex ist oft: „Jetzt abbrechen, aufhören, Flucht antreten?“
Nein, bitte nicht!
Zum einen kommen diese Hindernisse auf, um uns zu prüfen.
Das Leben fragt Dich, es provoziert Dich:
Besonders davon kann ich ein Lied singen – und darin kommen krebskranke Väter, Verwaltungsfehler bei der Kreditvergabe, alles nur Mögliche drin vor.
Wenn Du die Frage also erst mal mit
beantwortet hast, musst Du trotzdem
Das Gute daran ist, dass diese Fähigkeit, das kreative Problemlösen eine weitere Fähigkeit ist, die Du im Leben ständig gut gebrauchen kannst.
„Alles Leben ist Problem-Lösen“ – Karl Popper.
Zum Probleme lösen, die nicht nur eine mathematische, eindeutige sondern viele mögliche Lösungen haben, gibt es eine gut erforschte Methodik, das Creative Problem Solving. Ich selbst verwende sie im Consulting für Kreativ-Prozesse und sie eignet sich angepasst fabelhaft auch für sonstige Probleme (noch habe ich dazu keinen Artikel geschrieben, wenn es Dir dringend ist, sag Bescheid, dann ziehe ich es ggf. vor).
Mit diesen 3 Elementen – Projektmanagement, Konzeption sowie dem kreativem Problemlösen – lernst Du echt was für’s Leben. Wenn Du Dich dafür detaillierter interessierst, dürfte „Erfolgsfaktor Innovation Leadership“ für Dich spannend sein – die dort enthaltenen Tipps ab S. XX sind sowohl beruflich als auch privat gut anwendbar.
Was immer Du dann tun willst, wird viel leichter fallen.
[Bildquelle: thomashendele auf Pixabay – danke!]
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