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Meine Leidenschaft zum Beruf machen? 4 Märchen, die Du kennen solltest

26. Februar 2013 Arbeiten, Pläne schmieden, Talente leben, Träume verwirklichen
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„Große ‚Flud‘ trifft Revere!“

Das war die Schlagzeile der Zeitung, die ich mit meiner Schwester gebastelt habe, als ich sechs war. Meine Rechtschreibung war offensichtlich noch nicht besonders, aber schon damals erkannte ich eine gute falsche Story, wenn ich sie hörte.

Acht Jahre später habe ich ein Buch geschrieben, um mit der Wut klar zu kommen, die ich auf einige Menschen hatte, die mir weh getan hatten.

Das Buch hieß „Die Reihe der Tugenden“ und handelte von der Grauzone zwischen Gut und Schlecht.

Einer meiner Kollegen meines Nachmittagsjobs fragte mich: „Sind alle Kinder heutzutage so scharfsinnig?“

„Deine Arbeit ist es, Deine Welt kennenzulernen und sich ihr dann mit ganzem Herzen hinzugeben.“ – Buddha

Irgendwo zwischen sechs und vierzehn hatte ich also meine Berufung gefunden:
Ich war Autorin, die gerne über schwierige Themen schreibt.

Obwohl ich eine Menge Umwege zwischen dieser Erkenntnis und meiner wirklichen Karriere als Autorin gegangen bin, hat es mich letztendlich zu Tiny Buddha gebracht – den Ort, an dem ich persönliche und berufliche Erfüllung gefunden habe.

Wenn ich zurückblicke wird mir klar, dass ich viele dieser Umwege nur genommen habe, weil ich Angst hatte.

Ich dachte, dass „Autor sein“ einer dieser Berufe ist, der nur wenigen Menschen möglich ist. Also war ich der Meinung, es besser gar nicht zu versuchen, anstatt es zu versuchen und zu scheitern – denn so konnte ich so tun, als hätte ich mich selbst entschieden, nicht zu schreiben. Ich erinnere mich noch daran, wie ich mich zum ersten Mal vor meiner Leidenschaft versteckt habe. Ich war 26 und Teil eines Marketing-Teams, das durch die USA rannte, um Fitness-Produkte zu vermarkten.

Ich geriet in einen lächerlichen Streit mit einer meiner Kolleginnen über die Bedeutung eines Worts. Sie hatte vorher als Gag-Schreiberin für Radio-Shows gearbeitet (und zugegeben: sie hatte Recht mit der Bedeutung des Worts).

Um ihren Punkt klarzumachen, rief sie:

„Warum glaubst Du nicht, dass ich es weiß? Ich bin Autorin!“

Ich antwortete:

„Ich auch!“

„Ach wirklich!“

, kam es von ihr zurück – und sie legte noch nach.

„Warte mal ab, bis Du nach San Francisco gehst und Dich dort ‚Autorin‘ nennst. Deine Blogs bei MySpace werden da keinen beeindrucken.“

Weil ich ihr vorher alles erzählt hatte, trafen Toms Worte mich besonders – bis mir später irgendwann klar wurde, dass sie mir damit ein großes Geschenk gemacht hatte. Sie hatte mich mit der Wahrheit konfrontiert und auch hier musste ich einsehen, dass sie Recht hatte.

An meinem zweiten Tag in San Francisco bekam ich einen Job als Autorin. Ich schrieb über Seniorenpflege – ein Thema, das mich ungefähr genauso sehr interessierte wie das Paarungsverhalten von Ameisen.

Aber es war eine Entscheidung für einen neuen Weg,

obwohl mir klar war, dass ich nicht wusste, wohin er mich führen würde.

Das trifft auf uns alle zu, jedesmal, wenn wir etwas Neues beginnen.

Es gibt keine Garantie, wo wir landen werden.

Das kann ziemlich beängstigend sein, vor allem, wenn unsere derzeitige Situation uns erlaubt, bequem unsere Verpflichtungen zu erfüllen. Es gibt einfach keine allgemeingültige Formel, mit der wir unsere Leidenschaft entdecken und in eine neue berufliche Karriere umwandeln können.

Trotzdem habe ich einige Dinge gelernt, wenn es um Leidenschaft im Beruf geht – und ich habe auch gelernt, dass einige Dinge, die ich mal für wahr gehalten habe, schlicht und ergreifend Märchen sind.

Mythos Nummer 1: Tu was Du liebst – und das Geld wird folgen

Wenn es etwas gibt, das uns davon abhält, unsere Leidenschaft zum Beruf zu machen, ist es die Angst, nicht mehr für uns (und unsere Familie, wenn wir eine haben) sorgen zu können.

Deshalb bleiben wir in den Jobs, die uns nicht zufrieden stellen:

Das Gehalt, das hoch genug ist, hält uns dort – oder das Gehalt, das höher als genug ist, was es noch schwieriger macht, zu gehen.

Dabei vergessen wir aber, dass Erfolg – egal in was – immer einen großen Anteil Arbeit und Ungewissheit erfordert. Das Risiko ist immer dabei. Auf jeden, der es geschafft hat und das tut, was ihm Spaß macht, kommen unzählige andere genauso Talentierte, die es nicht geschafft haben.

Das heißt nicht, dass wir unseren Leidenschaften nicht folgen sollten.

Es heißt, dass wir zufriedener sein werden, wenn wir Erfolg nicht nur am finanziellen Gewinn messen.

Das kann bedeuten, dass wir mit weniger auskommen müssen oder dass wir einen zweiten Job annehmen müssen, um unsere Leidenschaft leben zu können.

Natürlich kannst Du eine Situation schaffen, in der Deine Leidenschaft für Geld sorgt – wenn das Geld nicht Deine größte Motivation war, ist das natürlich das Tüpfelchen auf dem I.

Tu was Du liebst, dann wird der Spaß folgen.

Tu was Du liebst, dann wirst Du Dich erfüllter fühlen.

Tu was Du liebst, dann wird Dir das Geld weniger wichtig.

Diese Dinge haben sich für mich bewahrheitet.

Mythos Nummer 2: Spring einfach – das Auffangnetz kommt von allein

Einfach zu springen macht Angst

– vor allem, wenn Du nicht weißt, wo oder wie Du landen wirst. Viele von uns bleiben schon in der Planung hängen, weil wir ganz sicher gehen wollen, dass wir keinen Fehler machen, den wir eines Tages bereuen werden.

Also warten wir, sammeln Informationen, malen uns alle möglichen Ausgänge aus, wollen negative Ausgänge vermeiden, und versteifen uns auf unsere guten Vorsätze, die wir in vielen Fällen dann doch nicht in Taten umsetzen.

John Burroughs hatte nicht ganz Unrecht mit dieser Vorstellung:

Wir sind motiviert, weiterzumachen, weil wir uns vormachen, dass wir nicht auf die Nase fallen werden – aber die Wahrheit ist, dass genau das manchmal passieren wird.

Es ist wichtig zu wissen, dass wir wieder aufstehen können, wenn wir auf der Nase landen, und dass jedes Fallen wertvoll ist. Jedes Mal, wenn das Auffangnetz nicht da ist, lernen wir ein bisschen mehr, unser eigenes Netz zu stricken.

Wir lernen außerdem, uns im Fall wohlzufühlen – wenn wir ehrlich sind, leben wir doch im permanenten Fall. Das Leben ist nun mal nicht vorhersehbar, egal, ob wir große Risiken eingehen oder nicht. Nicht nur die Sprünge geben unseren Erfolg vor – auch unsere Fähigkeit, durch das Unbekannte zu segeln, und unser Wille, von jeder Landung etwas zu lernen.

Mythos Nummer 3: Tu was Du liebst und Du wirst nicht einen Tag Deines Lebens arbeiten müssen

In jedem Job oder Unternehmen musst Du Dinge tun, die Du lieber nicht tun würdest.

Ich liebe es zu schreiben und mit Leuten in meinem Blog oder in den Social Media zu sprechen, aber ich mag Marketing und mich selbst anpreisen nicht besonders. Diese beiden Dinge fühlen sich für mich immer nach Arbeit an, so wie die vielen administrativen Aufgaben, die nötig sind, um meine Website leben und wachsen zu lassen.

Das ist aber nicht der einzige Grund, warum sich Deine Leidenschaft nach Arbeit anfühlen kann:

Es ist einfach so, dass die meisten Aufgaben sich auf einmal anders anfühlen, wenn sie unser Einkommen sichern.

Der Blogger Clay Collins hat in einem seiner Artikel von einem psychologischen Experiment von 1956 erzählt, in dem festgestellt wurde, dass Menschen eine höhere intrinsische Motivation haben, wenn sie nur wenig Geld für die Erledigung von Aufgaben bekommen. Wenn die finanzielle Belohnung steigt, wird das Geld auf einmal zur Motivation – mit dem Ergebnis, dass es keinen Spaß mehr macht, die Aufgabe zu erledigen.

Ich glaube, dass das viel mit einem Gefühl der Freiheit zu tun hat:

Wir haben den meisten Spaß, wenn wir etwas freiwillig tun.

Arbeit in jeder Form erfordert aber ein Bekenntnis, das unabhängig von unseren vorübergehenden Launen ist – also müssen wir uns bewusst machen, dass auch der noch so schönste Weg seine Höhen und Tiefen haben wird.

Wenn uns das bewusst ist, können wir sehr viel einfacher an etwas dranbleiben, auch wenn es nicht dem romantischen Bild entspricht, das wir im Kopf hatten. Darum geht es, wenn du Deine Leidenschaft zum Beruf machst:

Sei Dir bewusst, dass es immer etwas geben wird, das Dir nicht so einen Spaß macht.

Mythos Nummer 4: Jeder kann zu jeder Zeit bestimmen, ab jetzt das zu tun, was er liebt

Das mag jetzt vielleicht gegen die allgemeine Ansicht verstoßen, aber ich habe festgestellt, dass es nicht immer klug ist, von jetzt auf gleich alles fallen zu lassen und seiner Leidenschaft zu folgen.

Ich sage nicht, dass wir im Wartezustand bleiben und bis an unser Lebensende analysieren, planen und stagnieren sollen. Es ist zwar wahr, dass wir jederzeit anfangen können, unsere Leidenschaften in unser Leben einzubauen.

Ich sage aber, dass wir manchmal erst mal ein bisschen Kleinarbeit erledigen müssen, um unsere Leidenschaft zum Beruf zu machen. Diese Kleinarbeit ist für jeden anders und hängt von den jeweiligen Umständen ab.

Flexo von Consumerist Commentary hat einen interessanten Kommentar abgegeben, in dem er Maslows Bedürfnispyramide genutzt hat.

  • Unsere physiologischen Bedürfnisse – Luft, Essen, Wasser, Schlaf – sind die Basis der Pyramide.
  • Darüber folgt Sicherheit, die Finanzen, Beruf, Gesundheit und den Körper betrifft.
  • Darüber folgen unsere sozialen Bedürfnisse, zum Beispiel Liebe und Familie.
  • Diese werden wiederum gefolgt von Ansehen – also Selbstachtung, Fähigkeiten und Anerkennung.

Ganz zum Schluss, ganz oben in der Pyramide, ist die Selbstverwirklichung.

Flexo sagte, dass das Verfolgen unserer Leidenschaften verwandt ist mit der Selbstverwirklichung und dass wir dafür genauso unsere Grundbedürfnisse gestillt wissen müssen.

Die Geschichte hat gezeigt, dass das nicht allumfassend gültig ist.

Einige der leidenschaftlichsten, erfolgreichsten Menschen haben viele ihrer Bedürfnisse hinten angestellt, um ihr eines Ziel zu erreichen.

Die Grundannahme bleibt aber dieselbe:

Nicht jeder kann sich den Luxus leisten, von jetzt auf gleich ein großes Risiko einzugehen.

Wenn Du Familie hast, musst Du wahrscheinlich haargenau planen, wenn Du Dich in eine neue Richtung entwickeln möchtest. Wenn Du Dich jeden Monat von Gehalt zu Gehalt kämpfst, musst Du vielleicht in Deinem Job weiter arbeiten, während Du Deiner Leidenschaft folgst, um irgendwann nur von ihr leben zu können.

Das mag vielleicht entmutigend klingen – oder Dich motivieren, einen ehrlichen Blick auf Deine derzeitige Situation zu werfen und einen Plan aufzustellen, der Deine persönlichen Pflichten und Deine persönlichen Bedürfnisse berücksichtigt.

Ja nach Situation haben wir unterschiedliche Vorteile. Manche sind glückliche Zufälle, andere basieren auf Entscheidungen, die wir getroffen haben. Wir können immer nur dort starten, wo wir gerade sind. Wenn wir die Kraft haben, einfach unsere Karten zu spielen, anstatt zu fragen, warum wir keine anderen Karten ausgeteilt bekommen haben, können wir jederzeit entscheiden, in Richtung unserer Leidenschaft zu arbeiten.

Das ist nicht so einfach und eingängig wie der Amerikanische Traum, aber es ist eine sehr viel realistischere Darstellung dessen, was für uns möglich ist.

Ganz wichtig ist es, nicht zu vergessen, dass so viel noch möglich ist für uns. Wir haben alle verdient, jeden Tag Spaß am Leben zu haben.

Wenn wir gewillt sind zu träumen, hart zu arbeiten und durch unbekanntes Terrain zu segeln, haben wir alle das Potenzial, genau das zu tun.

Der Originalartikel „What it means to live the dream“ ist auf ihrem Blog TinyBuddha erschienen.

10 Schritte, Dein Arbeitsleben zu vereinfachen

20. Februar 2013 Arbeiten, Prioritäten setzen
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„Das Leben ist eigentlich ziemlich einfach, aber wir bestehen darauf, es uns schwer zu machen.“ – Konfuzius

Ich habe mir beruflich schon immer viel aufgeladen, aber in der letzten Zeit habe ich noch mehr verschiedene Dinge angefangen.

Vorher habe ich zum Beispiel die ganze Woche lang freiberuflich geschrieben, aber inzwischen versuche ich, Schreiben, Consulting, meine Tätigkeit als Rednerin, das Editieren meines neuen Buches und die Vermarktung meines neuesten E-Books unter einen Hut zu bekommen.

Dabei ist mir aufgefallen, dass nicht dieser volle, abwechslungsreiche Plan kompliziert ist, sondern die Art und Weise, wie ich darüber denke.

Manchmal lasse ich mich von meiner To Do-Liste überwältigen,

so dass sich jeder noch so kleine Teil so schwer wie alle Teile zusammen anfühlt.

Anstatt also nur eine E-Mail zu beantworten, schreibe ich die Antwort,

denke über den Artikel nach, den ich anschließend schreiben will,

mache mir Sorgen über die Deadline für meinen Artikel in einer Zeitschrift, die ich möglicherweise nicht werde einhalten können,

und nehme mir gleichzeitig noch vor, effektiver zu werden, so dass ich alles schaffen kann, ohne mir Sorgen machen zu müssen.

Manchmal mache ich das.

An anderen Tagen erinnere ich mich daran, dass meine Sorgen nicht verschwinden, wenn ich mir Sorgen über sie mache
und dass

die effektivste Möglichkeit, einen Moment zu nutzen, ist, nur das zu machen, was ich gerade mache.

Der Rest wird später erledigt.

Das ist der wichtigste Teil, wenn man es sich einfacher machen will.

Der erste Schritt, wenn wir etwas vereinfachen wollen, beginnt mit unserem Denken.

Aber natürlich gibt es noch mehr, das man beachten muss (und ich bin mir bewusst, dass das irgendwie ironisch ist, wenn man bedenkt, dass ich hier vom Vereinfachen rede).

Wenn auch Du Stress reduzieren und Dein Arbeitsleben vereinfachen willst, habe ich folgende Tipps für Dich:

1. Entscheidungen treffen, die zu Deinen Werten passen.

Der Präsident von Idegy, Perry Maughmer, sagt, dass es viel einfacher ist, Entscheidungen zu treffen, wenn Du Deine wichtigsten Werte kennst – vor allem die Werte, die Du Dir mit Deinem Team teilst – und dann Deine Möglichkeiten an ihnen misst.

So bist Du zuversichtlich, auch wenn Du vor einer Herausforderung stehst, Du sparst automatisch Zeit und machst Dir weniger Stress.

Einer meiner wichtigsten Werte ist beispielsweise Respekt.

Ich respektiere die Aufmerksamkeit meiner Leser. So weiß ich immer, wann ich eine angebotene Zusammenarbeit ablehne: Wenn sie mich persönlich nicht genug berührt, ist sie auch nichts für meine Leser.

2. Mach etwas mit Deinen Beschwerden – oder beschwer Dich gar nicht erst

Ab und zu müssen wir Dampf ablassen. Manchmal ist das ein proaktiver Weg, Lösungen zu finden.

Es kann aber auch ein Energieräuber sein, der andere Leute herunterzieht und sowohl Produktivität als auch Kreativität schwächt.

Spar Dir Deine Energie und konzentriere Dich darauf, für eine Veränderung zu sorgen. Wenn Du nichts dran tun kannst, konzentriere Dich auf das, was Du besonders gut kannst. So ist es wahrscheinlicher, dass Du eine gute Lösung findest, anstatt Dich von der Lösung „weg zu nölen“.

3. Priorisieren lernen.

Jetzt, wo ich selbstständig bin, beginne ich jeden Morgen mit meinen drei Prioritäten und erledige sie zuerst. So gebe ich den Dingen, die mir am wichtigsten sind, meine volle Energie und Aufmerksamkeit und spare mir die weniger wichtigen Aufgaben für nachmittags

– mit dem vollen Bewusstsein, dass sie möglicherweise heute nicht erledigt werden.

Als ich noch nicht selbstständig war, habe ich meinen Chef immer gefragt: „Was sind die Prioritäten?“ Dann sagte ich ihm, dass ich mich komplett darauf konzentrieren würde, sie so gut ich kann zu erledigen – dass es aber sein könne, dass andere Dinge würden warten oder von jemand anders würden erledigt werden müssen.

Weil ich gut in meinem Job war, hat das immer super funktioniert.

4. Zeitliche Grenzen setzen und versuchen, in ihnen effizient zu arbeiten.

Parkinsons Gesetz sagt, dass sich Arbeit ausdehnt, um die Zeit zu füllen, die ihr für ihre Erledigung zugeteilt wurde.

Wenn Du Dir erlaubst, die ganze Nacht zu arbeiten, wirst Du sicherlich eine ganze Menge zu tun haben.

Ich habe bemerkt, dass ich, wenn ich ohnehin denke, dass ich abends länger arbeiten werde, ich mehr Pausen mache, um Blogs zu lesen und Social Networks zu besuchen – weil ich weiß, dass ich die Zeit dafür habe. Wenn ich aber abends noch etwas vorhabe, arbeite ich vorher effektiver.

5. Nein sagen, wenn Du die Möglichkeit hast.

Es ist super, wenn Du Kollegen hilfst, aber niemand außer Dir kann Deinen Arbeits-Plan bestimmen. Wenn Du wie ich bist, mag Dir das vielleicht schwerfallen, weil Du ungern „nein“ sagst.

Die einzige Möglichkeit, ein ausgeglichenes Leben zu leben, ist aber, über Deine Bedürfnisse und Prioritäten selbst zu bestimmen.

Das bedeutet, dass ich nicht immer „ja“ sagen kann, wenn jemand meine Meinung über seinen Blog hören möchte, sich aber keine Beratung leisten kann. In der letzten Zeit habe ich deshalb eine Alternative angeboten, die auch hilfreich ist: Nein, ich kann morgen nicht mit Dir telefonieren, aber ja, ich kann Dir per E-Mail innerhalb der nächsten Woche ein oder zwei Fragen beantworten.

6. Die eigenen Aufgaben erledigen.

In ihrem aktuellen Beitrag über das Loslassen von Kontrolle sagt Dr. Amy Johnson, dass Deine Aufgaben nur die sind, die Du direkt beeinflussen kannst.

Die Dinge, über die Du keine Kontrolle hast, sind die Aufgabe von anderen.

Dein Kollege, der zu spät kommt, oder dein Chef, der den Auftrag eines Kunden annimmt, der Dir auf die Nerven geht – diese Dinge kannst Du nicht beeinflussen. Deshalb ist es Energieverschwendung, Dich über sie aufzuregen.

Konzentrier Dich auf die Dinge, die Du selbst in der Hand hast und geh sie proaktiv an.

7. Den Arbeitsplatz aufräumen.

Studien zeigen, dass Deine Arbeitsumgebung einen großen Einfluss auf Deinen Kopf und Deine Produktivität hat.

Wenn es etwas gibt, das Du nicht oft nutzt und das Dir nicht hilft, effektiver zu arbeiten, räum es weg. Behalte ein paar persönliche Dinge, damit Du Dich wohlfühlst, aber denke „zen“ und aufgeräumt.

Ich sehe meinen Schreibtisch beispielsweise als Schlafplatz meines Laptops. Ich würde nie schlafen, wenn 50 Dinge um mich herum lägen, die ich möglicherweise nachts gebrauchen kann – also habe ich nur ein Päckchen Taschentücher, Handcreme, ein Glas Wasser, eine Buddha-Figur und ein Bild auf meinem Nachttisch.

8. Elektronische Ablenkungen vermeiden.

Anscheinend sind wir alle darauf trainiert, schnell – manchmal sogar sofort – zu antworten, wenn wir irgendwie angesprochen werden. Egal, ob E-Mails oder Antworten auf Twitter-Nachrichten: Wir glauben, dass wir auf alles sofort antworten müssen, als wäre das alles unfassbar dringend.

Eine Alternative ist es, Mail-Alerts so einzustellen, dass sie Dich nur benachrichtigen, wenn E-Mails von Leuten kommen, auf die Du wirklich sofort antworten musst, dein Chef zum Beispiel oder ein wichtiger Kunde. Der Rest kann warten.

Wir arbeiten besser, wenn wir im „Fluss“ sind, ohne unterbrochen zu werden – und letztendlich ist das doch, warum wir tun, was wir tun: Weil wir es lieben und uns voll reinhängen wollen.

9. E-Mails vereinfachen.

Integriere Deine E-Mail-Konten, beantworte alle (oder zumindest die meisten) E-Mails in fünf oder weniger Sätzen und checke Deine E-Mails zu festgelegten Zeiten (anstatt ständig sofort zu antworten).

Trage Dich außerdem aus Blogs und Newslettern aus, die Dir keine Informationen geben, die Du für Dein Leben gebrauchen kannst. Wenn Du sie liest, sie Dir aber nicht genug Inspiration geben, um aktiv etwas daraus zu machen, sind sie es nicht wert.

10. „Singletasking“ statt Multitasking.

Letztens habe ich eine tolle Analogie gelesen:

Effektiv leben ist wie nachts mit Scheinwerfern autofahren – Du siehst zwar nur, was direkt vor Dir ist, aber das ist eigentlich alles, was Du wirklich brauchst.

So lange wir To Do-Listen haben, werden wir versucht sein, Dinge schneller abhaken zu können. Das ist aber trügerisch:

Je mehr Dinge Du gleichzeitig versuchst zu erledigen, desto weniger Aufmerksamkeit gibst Du den jeweiligen Aufgaben. Das bedeutet häufig, dass Du sie nur schlecht erledigst und sie vielleicht sogar noch mal machen musst.

Es ist nicht immer einfach, mit größter Aufmerksamkeit durch den Arbeitstag zu gehen, vor allem, wenn Dein Kopf sich noch unaufgeräumter anfühlt als Dein Schreibtisch und Dein Kalender. Wenn wir aber in uns anfangen und die Veränderung langsam nach außen tragen, wird alles sehr viel einfacher werden.

Der Originalartikel „10 steps to simplify your work life“ ist auf ihrem Blog TinyBuddha erschienen.

(Wieder) lebendiger in 3 Schritten: Wilder wohnen, leben, sein

12. Februar 2013 Das Leben geniessen, Kreativ sein, Leben verändern
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Leidest Du unter Lustlosigkeit?

Bist Du irgendwie nicht lebendig?

Wie in ’nem Hamsterrad?

Gefangen in Deinen Strukturen, Plänen, Zeiten und überhaupt?

Okay, dann bist Du reif für meine Tipps!

Hier sind 3 Tipps, die Dich wieder lebendig leben, Deine Wildheit entdecken und ausleben lassen – und einfach Spaß machen!

Tipp Nr. 1: Deine innere Wildheit im Auftritt zeigen

Bunte Kleidung tragen

Ich selbst habe irgendwann festgestellt, dass ich oft das Gleiche trage – gleicher Stil, gleiche Farben.

Und als ich anfing zu spüren, dass ich das gar nicht mehr bin, habe ich z.B. in Geschäften ganz bewusst mal die Kleidungsstücke und Farben anprobiert, die ich sonst eher gemieden habe oder schon wegen dem Preis dachte, dass ich’s mir sowieso nicht leisten könnte.

Das war und ist immer wieder eine spannende Erfahrung, denn plötzlich sah ich im Spiegel, dass Gelb mir ja doch gut steht oder der grüne Schal super aussieht zum weißen Shirt oder oder…

Und so mache ich das immer wieder – wenn ich merke, dass sich Gewohnheit, Routine und Langeweile einschleichen, dann werfe ich einen Blick in meinen Kleiderschrank und fang dort mit kleinen Veränderungen an, die mir leicht fallen!

Deswegen:

Gehe jetzt sofort an Deinen Kleiderschrank – ja genau, jetzt sofort!

Hole alle Kleidungsstücke raus, die Dich langweilen, die Dir nicht wirklich gefallen, die Deine Figur nicht sehr vorteilhaft zur Geltung bringen, die einfach doof sind und unschön.

Gut!

Diese Kleidungsstücke darfst Du jetzt weggeben, verschenken, wegschmeißen oder was auch immer – auf jeden Fall:

WEG DAMIT!

Und nein, wenn Du die eine Hose schon seit zwei Jahren nicht getragen hast, dann wirst Du sie auch nicht morgen oder übermorgen oder nächsten Monat tragen!!! Glaube mir!

So, als Nächstes schaust Du Dir in aller Ruhe den Rest in Deinem Schrank an.

Fehlt da etwas Farbe – rot, gelb, pink, orange, grün? Ja?

Dann darf das zukünftig mehr werden –

denn Wildheit und Lebendigkeit drücken sich nicht unbedingt in Grau, Braun und Schwarz aus

(falls sonst kein Accessoire das Ganze aufpeppt).

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Spiele mit Farben und Formen!

Lege Dir in den nächsten Tagen endlich das rote sexy Kleid zu, das Du schon die ganze Zeit haben wolltest – oder wie wär’s mal mit einer orangefarbenen Krawatte zum beigen Anzug? Also, meine Empfehlung:

Zeig Deine Wildheit und Lebendigkeit! Zeig Dich!

Tipp Nr. 2: Deine Wildheit zuhause testen – ‚wilder wohnen‘

Die Wohnung neu streichen: Farbige Wände

Mir erging es oft so, dass ich mich in meiner Wohnung zwar wohlgefühlt habe, aber wenn ich zu anderen in die Wohnungen kam, dachte ich oft, dass sie es viel schöner haben als ich.

Dann fragte ich mich irgendwann, wieso ich immer dieses Gefühl habe und traf den Entschluss, dass ich meine Wohnung auch so gestalten möchte, dass sie mir so wie sie ist, gefällt und ich sie als schön empfinde – ich wollte mich nicht mehr „nur“ wohl fühlen – habe z.b. einfach zwei Wände in meinem Schlafzimmer grasgrün gestrichen und meine Küche gelb – sieht toll aus. Vorher hatte ich aus Bequemlichkeit nämlich alle Wände weiß gelassen.

Mach Platz für Neues

Ich las außerdem in einem Buch darüber, dass alles Energie in sich trägt und Gegenstände genauso „leben“ wie Pflanzen, Tiere, Menschen. Sie tragen eine Information in sich, die auf einen wirkt – sei es ein alter Schlüsselanhänger, das Geschirrhandtuch von früher oder der geerbte Teppich…

Deshalb fing ich an, wirklich jeden Gegenstand in meiner Wohnung in die Hand zu nehmen und zu betrachten und entschied mich, mich von vielen Dingen zu trennen, weil ich spürte, dass ich vieles „nur“ behielt, weil es ein Geschenk z.B. von meiner Mutter war oder ein Andenken aus „früheren“ Zeiten, die aber längst vorüber waren.

Dieses „Ritual“ mache ich gern, weil es sehr gut tut, mich regelmäßig von Altem und Überholtem zu befreien – Platz zu machen für Neues, Schönes und Lebendiges – besonders zum Jahreswechsel sehr heilsam!

Betrachte jetzt mal Deine Wohnung.

Und?

Na, sind da Spuren von Wildheit zu erkennen? 😉 Ist Lebendigkeit sichtbar?

Nein?

Okay, also auch hier verbannst und entfernst Du alles, das Dir nicht gefällt, Dich langweilt, Dich in unschöne Erinnerungen verfallen lässt oder Dich schlicht und einfach schon ewig nervt! Weg damit!

Ein buntes Leben

So, und dann nimmst Du Dir vor, Dich ab sofort nur noch mit Dingen zu umgeben, die Dich erfreuen! Dinge, die Dich unterstützen in Deinem Verwandlungsprozess in eine wilde, lebendige und SEXY Person. 😉

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  • Wie wäre es mit pinkfarbenen Orchideen?
  • Neuer farbiger Bettwäsche (die olle Bettwäsche mit beigen Karomustern kann ruhig weg)?
  • Einer gelben Wand?
  • ‚Nem roten Samtsofa?
  • Grünen Kissen?
  • Farbigen Bilderrahmen (kannst Du Dir auch selbst anmalen, wenn Du nicht so viel Geld ausgeben willst)?

Also, sei kreativ und trau Dich!

So, und wie geht’s Dir? Hast Du Lust weiterzumachen? Ja?

Okay, dann kommt hier

Tipp Nr. 3: Wilder leben – kreativ sein

Nach den Klamotten und der Wohnung ist Dein Leben dran:

Ich habe z.B. nach vielen Jahren irgendwann wieder angefangen zu malen.

Plötzlich hatte ich so viele Bilder in meiner Wohnung verteilt, dass ich dachte, jetzt mache ich einfach eine Ausstellung bei mir zuhause! Natürlich hat mein Kopf sich eingeschaltet und mich für verrückt erklärt, weil ich doch nicht einfach so eine Kunstausstellung machen konnte – ich sei doch keine „echte“ Künstlerin.

„Doch“, dachte ich, „wenn ich mich als Künstlerin fühle, BIN ICH EINE KÜNSTLERIN!“

Deshalb habe ich diese Ausstellung tatsächlich gemacht und mich danach sehr gut gefühlt, auch wenn ich nicht wissen konnte, wie meine Freunde und Bekannte reagieren würden.

Es war toll!

So mache ich das mit ganz vielen Impulsen, die ich habe:

Ich mache es einfach!

Weil ich das jetzt schon so oft ausprobiert habe und meine Ängste und Zweifel überwunden habe, weiß ich inzwischen, dass nichts „Schlimmes“ passieren kann – wichtig ist, dass es sich für mich gut und stimmig anfühlt und dann leg ich los!

Jetzt zu Dir:

Morgen ist der Tag nach heute und da bist Du gefordert!

Nimm Dir für morgen (oder besser noch: heute) vor, mit etwas ganz Neuem zu starten – etwas, das Dich wild und lebendig fühlen lässt – etwas, das ‚verrückt‘ ist, anders als sonst und ungewohnt.

Tu es!

  • Wie wär’s mit roten Fingernägeln?
  • ‚Ner Busfahrt oder dem Fahrrad, statt mit dem Auto zu fahren wie sonst?
  • Oder statt Kaffee trinkst Du morgens mal frischgepressten Orangensaft.
  • Oder Du genießt den Wochenend-Tag einfach mit Nichts-Tun im Bett, Deiner Lieblingsmusik lauschend.
  • Oder abends gehst Du endlich mal wieder richtig abtanzen – meldest Dich zum Trommeln, Impro-Tanzen oder Ausdrucks-Malen an…

…und falls Dir für morgen alles etwas zu schnell geht, dann nimmst Du Dir einfach die nächsten Tage dafür Zeit und setzt etwas Wildheit um!

LEG JETZT LOS!

Ich wünsche Dir viel Spaß dabei!

Zum Schluss noch ein winzig kleiner Tipp:

Erzähl am besten niemanden davon, sondern mach’s einfach – und sei gespannt auf die Reaktionen Deiner Umwelt! 😉

[Bildquelle: Dimitrisvestiskas und Unsplash auf Pixabay – danke!]

Dein Körper und seine Signale: Ist es Zeit, etwas zu verändern?

22. Januar 2013 Leben verändern, Loslassen
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Ich hatte Angst, sie würde herausfinden, was ich getan hatte.

Als meine Mutter mein Zimmer betrat, befürchtete ich, sie würde den alles überdeckenden Geruch sofort bemerken. Sie fühlte meine Stirn und spürte die Hitze auf ihrer Handfläche.

Denn die Zwiebel unter meinem Arm hatte ihre Arbeit getan: Ich hatte „Fieber“ – mehr brauchte ich nicht, um nicht zur Schule gehen zu müssen, wo ich heute wirklich absolut nicht hin wollte.

(Ich warte kurz, bis Du Dich vom Lachanfall über meinen Einfallsreichtum erholt hast.)

Sprung in die Gegenwart:

Die Methode hat sich geändert, aber der Prozess ist derselbe geblieben –

wenn ich etwas nicht machen möchte oder eine große Veränderung ansteht (seien es Gedanken, Verhalten oder Handlungen) und es ignoriere, werde ich krank und verletzlich.

Wenn ich das Leben einfach ‚passieren‘ lasse, anstatt es selbst zu gestalten, fühle ich mich müde, lustlos, kraftlos und total unmotiviert.

Ich weiß, dass viele von Euch genau wie ich auf die harte Tour lernen mussten, dass eine Situation, mit der man unzufrieden ist, die man trotzdem ignoriert, einem früher oder später in den Hintern tritt.

Wenn Du die Veränderung nicht selber hervorrufst, gibt Dir das Universum einen Tritt in den Allerwertesten.

Zeit für Veränderung

Hast Du die TV-Show „I didn’t know I was pregnant“ [„Ich habe nicht bemerkt, dass ich schwanger war“] gesehen? Ich habe letztens mal reingeschaut und war erschrocken, wie fremd diesen Frauen ihr eigener Körper ist. Sie sind damit allerdings nicht allein – das ist in unserer Welt leider schon sehr üblich.

Je weniger wir unsere Bedürfnisse kennen, desto mehr lenken wir uns selbst mit Wünschen, Sehnsüchten, Besitzen und Dingen ab, die unserem Körper und unserer Seele rein gar nichts bringen, desto mehr entfernen wir uns von unserem wahren inneren Ich.

Du bist sicher schon mal morgens aufgewacht und Dir war schlecht, weil Du ein Vorstellungsgespräch hattest.

Du warst bestimmt schon mal nervös, weil Du ein Mädchen auf ein Date einladen wolltest.

Wahrscheinlich musstest Du auch schon mal eine Prüfung machen und warst Dir sicher, dass Du sie nicht bestehst, oder Du hast Dich gefragt, wie Du Deine Hypothek abbezahlen sollst.

Naja – das sind nicht die Dinge, von denen ich rede.

Diese Dinge sind total normal und Du müsstest aus Stahl sein, wenn sie Dich nicht nervös machen würden. Schließlich sind es Meilensteine, wichtige Situationen in Deinem Leben.

Nein, ich meine die Dinge, die Du wieder und wieder tust, die Deinen Magen verknoten und dazu führen, dass Du Teile Deines Lebens hasst oder zumindest unzufrieden bist mit ihnen – und Du tust sie trotzdem, weil Du Angst vor Veränderung hast.

Wenn das nicht Wahnsinn ist, was dann?!

Wenn Du morgens nicht aufstehen und einen weiteren Tag in Deinem Sch… Job verbringen willst und trotzdem nicht den Mut hast, Dir einen anderen zu suchen.

Wenn Du den Ort hasst, in dem Du lebst, aber nicht umziehst, weil Du ja von vorne anfangen müsstest.

Das meine ich, und ich habe es schon so häufig erlebt:

  • Bei Freunden, die krank werden vom monatelangen Hass auf ihren Job und Angst haben, etwas an ihrer Situation zu ändern.
  • Bei dem Mädchen im Supermarkt, die aussieht, als würde sie schlafwandeln und die sich auch ganz gut als Zombie machen würde.
  • Bei dem Kind, das Fußball spielt, weil seine Eltern so hohe Erwartungen an es haben, obwohl es lieber schauspielern würde.
  • Bei der Ehefrau, die ihre eigenen Träume an den Nagel hängt, damit sie für ihre Familie da sein kann, damit aber insgeheim total unzufrieden ist.
  • Bei dem Ehemann, der seine Musikkarriere aufgibt, um für seine Kinder sorgen zu können.

Was macht mich glücklich? Was ist meine Leidenschaft?

Ich wette, Ähnliches ist Dir auch schon widerfahren.

Das Ding ist:

Wenn Dir die Energie und die Motivation fehlt, hat das wahrscheinlich weniger damit zu tun, was Du isst oder tust als damit, was Du denkst oder Dir selber aufträgst.

Dein Körper ist nicht mehr als ein Ausdruck Deiner Gedanken und Gefühle, er ist Dein ganz persönliches Barometer, das Dir anzeigt, wie gut Du mit Deiner Bestimmung im Leben übereinstimmst.

Letztendlich geht es um die Fragen:

Was macht mich glücklich? Was ist meine Leidenschaft?

Wayne Dyer erzählt in „Excuses begone“ [„Fort mit den Ausreden!“] von seinem Sohn Sands, der es hasst, morgens aufzustehen, ständig zu spät zur Schule kommt, keine Energie hat und müde ist, wenn er vor dem Mittag aufstehen muss.

Und doch: Wenn er auf Surf-Ausflügen ist oder seinen Vater in Maui besucht, ist er in aller Hergottsfrühe wach, macht Sandwiches und verbringt den ganzen Tag mit dem Surfen, obwohl er am Abend vorher lange wach war, mit anderen Surfern gesprochen und Wellen beobachtet hat.

Was für ein Unterschied echte Leidenschaft machen kann.

Ein Glück für Sands, dass sein Dad über das Glück natürlich Bescheid weiß und ihn sogar bestärkt, seinen Träumen zu folgen.

Und wie ist das mit Louise Hay? Vielleicht hast Du von ihr schon gehört und ihr Buch „Gesundheit für Körper und Seele“ gelesen.

Sie erzählt, dass Unwohlsein und Krankheiten psychosomatisch sind, also von Unwohlsein in Deinen Gedanken und Gefühlen hervorgerufen werden.

Sie erklärt, wie unsere inneren Überzeugungen und wie wir uns selber sehen oft der Grund für emotionale Probleme und körperliche Gebrechen sind und wie man mit bestimmten „Werkzeugen“ unsere Gedanken und unser Leben besser machen können.

Das habe ich schon so oft in der Realität sehen können:

  • Als ich keine Heilmasseuse mehr sein wollte und trotzdem nicht aufhörte, bis ich mir mein Handgelenk verletzt habe und ein Jahr lang nicht mehr arbeiten konnte.
  • Als ich in den USA lebte, obwohl ich es eigentlich gar nicht mehr wollte und trotzdem Angst hatte, sie zu verlassen, bis ich mir meinen Knöchel verstaucht habe und bis ich umzog dort nichts mehr tun konnte.
  • Als ich mir fünf oder sechs Tage hintereinander immer wieder weh tat, bevor ich endlich beschloss, etwas zu verändern. (Im Nachhinein sage ich: Ich habe diese Schuhe unbewusst ständig getragen, um eine Veränderung hervorrufen zu müssen und meiner Angst zu zeigen, dass sie mich nicht aufhalten kann! 😉 )

Zeit für eine Veränderung?

Vor zwei Wochen wurde mir klar, dass ich mich von einigen meiner Projekte verabschieden muss –

ich tat es nicht und wurde prompt fünf Tage lang krank.

Also habe ich beschlossen, dass ich ab jetzt wirklich genug gehabt habe. Ab jetzt bin ich aufmerksamer und bewusster.

Ich höre also auf meinen Körper und bin so eins mit ihm, dass ich sofort merke, ob ich mich entsprechend meines Lebens, meiner Gedanken, Worte und Leidenschaft verhalte.

Und wenn ich merke, dass dem nicht so ist, handle ich sofort.

Was ist mit Dir?

  • Handelst Du auch, sobald Du bemerkst, dass irgendetwas nicht richtig läuft?
  • Oder ignorierst Du es, bis Du gezwungen wirst zu handeln?
  • Wartest Du, bis Du krank, unglücklich, in die Ecke gedrängt bist, bevor Du Dir eine Pause gönnst?
  • Oder verstehst Du, was Dein Körper Dir mitteilen will, wartest Du auf Zeichen, befolgst Du die Nachricht Deines Körpers und der Umstände um Dich herum?

Wenn Du kleine Veränderungen machst, sobald Du merkst, dass sie nötig sind, fällt Dir das viel leichter, als wenn Du wartest, bis etwas Schlimmes passiert.

Ich habe Glück gehabt und bin bisher ohne große Verletzungen ausgekommen. Und ich warte bestimmt nicht darauf, bevor ich anfange zuzuhören!

Befasse Dich noch heute mit Deinem Körper. Lass ihn Dir Deine geheimen Wünsche zeigen.

Du kannst gut loslegen, indem Du zum Beispiel Fragen wie „Was sagt mir mein Körper?“ – „Was ignoriere ich?“ – „Wozu möchte er mich auffordern?“ stellst.

Fang heute an und mache es zu Deiner Priorität.

Nähere Dich Deinem Körper mit Meditation,

danke ihm dafür, dass er so hart arbeitet,

verbringe fünf Minuten in totaler Stille,

mache wöchentlich Spaziergänge,

gönne Dir monatliche Massagen usw.

Es kommt nicht darauf an, wie viel Zeit Du investierst, es kommt darauf an, wie oft Du sie investierst.

Stimmst Du mir zu? Ich würde sehr gern Deine Meinung erfahren. Teile doch Deine Erfahrungen mit: Was erzählt Dir Dein Körper, und was passiert wenn Du ihm zuhörst oder nicht zuhörst? Danke!


Der Originalartikel „What an onion has to do with listening to your body“ ist auf ihrem Blog Your Life Your Way erschienen.

  • Hat Dir Dein Körper schon mal mehr oder weniger subtile Signale gegeben – und Du hast versucht, sie zu ignorieren?
  • Auf welche Signale Deines Körpers hörst Du? Und was machst Du in einem solchen Fall?
  • Ist es Dir auch schon passiert, dass Du aus Angst vor Veränderung krank geworden bist? Wie bist Du damit umgegangen?

Warum die Welt Dein besonderes Talent jetzt braucht

17. Januar 2013 Buch schreiben, Selbständigkeit, Sinn, Talente leben
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Wenn ich am Ende meines Lebens vor Gott stehe, hoffe ich, dass ich alle meine Talente aufgebraucht habe. Dann könnte ich Ihm sagen: ‚Ich habe alles genutzt, was Du mir mitgegeben hattest.’“ – Erma Bombeck

Wenn Du eine Million Euro hättest,

würdest Du dann immer noch das tun, was Du gerade tust, Dein aktuelles Leben so weiterleben, Dich weiter so anziehen, wie Du Dich jetzt anziehst, so sprechen und Dich so verhalten wie jetzt?

Ob Du es glaubst oder nicht:

Einige Menschen antworten auf diese Frage mit „Ja“ und weißt Du, warum?

Weil sie viel von dem, was sie lieben, schon jetzt tun – und Geld kaum oder gar keinen Einfluss auf ihr Leben hat.

„Ich versuche, den Armen aus Liebe das zu geben, was die Reichen für Geld bekommen könnten. Nein, für tausend Pfund würde ich einen Aussätzigen nicht anfassen – aber für die Liebe Gottes heile ich ihn ohne zu zögern sofort.“ – Mutter Teresa

Wie sieht Dein Leben zur Zeit aus?

Bin ich glücklich?
Hat mein Leben einen Sinn?
Habe ich genug Liebe um mich herum?
Wenn ich der Welt mein Bestes gebe, erwarte ich eine Gegenleistung? Welche Gedanken gehen mir durch den Kopf?

Du kannst gerne geben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten und trotzdem viel zurück bekommen – doch die Gedanken, die Dir während des Gebens durch den Kopf gehen, sind sehr entscheidend für das Glück in Deinem Leben.

Gibst Du aus Liebe, aus reiner, bedingungsloser Liebe?

Was ist bedingungslose Liebe?

„Bedingungslose Liebe ist die Bereitwilligkeit, etwas ohne zu zögern gerne zu geben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.“ – Peace Pilgrim [der Link führt Euch zum englischsprachigen Wikipedia-Eintrag – auf Deutsch gibt es leider noch keinen.]

In dem Moment,

in dem Dir bewusst wird,

was zu tun Du mehr als alles andere auf der Welt liebst

und in dem Du diese Liebe mit der Welt teilst,

erfährst Du bedingungslose Liebe.

Ich weiß nicht, wie viele von uns diesen Moment schon erlebt haben – oder wie viele überhaupt glauben, dass es ihn gibt.

Wenn wir unser einzigartiges Talent für einen guten Zweck nutzen, macht uns das sehr lebendig.

In diesem Moment können wir verstehen, was bedingungslose Liebe wirklich ist und wie viel Freude es macht, sie mit der Welt zu teilen.

Wir geben der Welt etwas – ohne eine Gegenleistung zu erwarten:

Das ist ein unglaublich gutes Gefühl, oder?

  • Was mache ich gern?
  • Was ist mein ganz spezielles Talent?
  • Welche Menschen inspirieren mich? Warum?

Meistens fühlen wir uns von den Menschen angezogen, die etwas haben, das wir haben wollen, oder etwas sind, das wir auch sein wollen. Wenn Du Dir ihre Eigenschaften und Talente genau ansiehst, kannst Du vielleicht Deine eigenen entdecken.

Viel zu viele von uns leben ein Leben, das keinem von uns etwas nützt. Wir schleppen uns von einem Tag zum anderen und fühlen uns immer schwächer und depressiver, wir fühlen uns als Opfer. Lass das nicht zu! Egal, ob Du 20, 50 oder 80 bist:

Es gibt immer etwas, mit dem Du Dein Leben verbessern kannst.

Wenn Du das erreichen willst, musst Du Dich von dem Weg, auf dem Du Dich zur Zeit befindest, abwenden und einen neuen einschlagen – den, auf dem Du schon so lange Zeit gehen wolltest.

So einfach ist das.

Dein Kopf wird versuchen, Dir einzureden, dass es viel schwieriger und komplizierter ist, aber tief in Dir drin weißt Du schon, dass es so einfach ist wie „ja“ und „nein“ sagen. Es mag sein, dass es ein wenig Zeit braucht, bis Du Dich an die Idee gewöhnt hast und vielleicht dann noch ein bisschen Zeit, bis Du wirklich aktiv wirst – aber es wird sich lohnen.

Es wird Zeiten geben, in denen Du Dir Deinen alten Weg zurück wünschst, aus Angst, den neuen Weg weiterzugehen, der stellenweise schmerzvoll sein kann. Dann ist es ganz wichtig, sich an folgende Worte zu erinnern:

„Der Mensch kann sich nicht ohne Schmerzen neu erfinden, weil er sowohl der Marmor als auch der Bildhauer ist.“ – Dr. Alexis Carrel

Finde Dein Talent, finde Deine einzigartigen Gaben und teile sie mit der Welt.

Denn dann – und zwar nur dann – wirst Du verstehen können, worum es im Leben eigentlich geht, und dann – und nur dann – wirst Du die Macht bedingungsloser Liebe entdecken.

Wenn Du nicht weißt, was Deine Talente sind, weil Du seit Jahren nur Bedeutungsloses getan hast, kannst Du zum Beispiel Deine Freunde nach ihrer Meinung fragen. Ganz wichtig: Stell Dir selbst Fragen, denn all die Antworten liegen schon in Dir.

„Gute Fragen helfen für ein gutes Leben. Erfolgreiche Menschen fragen bessere Fragen und bekommen so bessere Antworten.“ – Anthony Robbins

Der Originalartikel „Use your talents: Give more, receive more“ ist auf ihrem Blog Purpose Fairy erschienen.

[Bildquelle: Kaboompics auf Pixabay – danke!]

6 Dinge, die Du Dir schleunigst vergeben solltest

15. Januar 2013 Krisenmanagement, Selbstliebe, Zu viel Perfektionismus

„Liebe Dich selbst – akzeptiere Dich – vergib Dir selbst – und behandle Dich gut, denn ohne Dich geht uns anderen allen anderen eine Quelle wundervoller Dinge verloren.“ – Leo F. Buscaglia

Gerade solche Dinge wie beispielsweise „sich selbst verzeihen“ oder „sich selbst vergeben“ können ganz entscheidend sowohl für unser eigenes Leben als auch für das anderer sein.

Sie können viele Blockaden im Kopf lösen, von denen wir gar nicht wussten, dass wir sie haben. Blockaden, die uns in unserer aktuellen Situation fest- und davon abhalten, das Leben unserer Träume zu leben.

Ich glaube, dass wir inneren Frieden und Glück finden können, wenn wir uns selbst folgende „Fehler“ verzeihen:

„Als ich fünf Jahre alt war, sagte meine Mutter mir, dass Glück der Schlüssel zum Leben sei. In der Schule fragten sie mich, was ich werden wolle, wenn ich groß bin. Ich schrieb: ‚glücklich‘. Sie sagten mir, ich hätte die Aufgabe nicht verstanden – ich sagte ihnen, sie hätten das Leben nicht verstanden.“ – John Lennon

1. Vergib Dir selbst dafür, dass Du Dich bisher nicht 100%ig akzeptiert hast

Wir alle kennen doch Menschen, die nicht glücklich mit sich selbst sind, die sich ständig kritisieren, die sich immer mit anderen vergleichen.

Wenn wir so leben, werden wir nie glücklich sein. Wir müssen lernen, uns selbst dafür zu vergeben, dass wir unsere Schönheit, unsere Größe bisher ignoriert haben – dann können wir unser Denken und unsere Sichtweise auf uns selbst verändern.

2. Vergib Dir selbst dafür, dass Du immer an den falschen Stellen nach Anerkennung gesucht hast

Es ist nie zu spät, Dir Anerkennung von den richtigen Stellen, von der richtigen Person zu holen – nämlich von Dir selbst!

'Alle Anerkennung, die Du jemals brauchen wirst, ist Deine eigene, nicht die von anderen.' Klick um zu Tweeten

Wie viele Jahre Deines Lebens hast Du geglaubt, dass Du nur etwas wert bist, wenn SIE Dich mögen und loben und wenn nicht…naja, dann muss wohl etwas mit Dir nicht richtig sein, dann musst Du wohl noch härter nach ihrer Aufmerksamkeit und Bestätigung streben?

Wie viel Zeit und Energie hast Du damit verbracht, jemand zu sein, der Du gar nicht bist; hast Du versucht, Dich anzupassen und einzufügen; hast Du Dich bemüht, wie alle anderen zu sein?

Du dachtest, das wäre richtig so – aber jetzt, wo Du es besser weißt, ist es an der Zeit, Dir selbst dafür zu vergeben.

„Schau in Dich hinein. In Dir entspringt Gutes. Wenn Du danach bohrst, wird es emporsprudeln.“ – Marcus Aurelius

3. Vergib Dir selbst dafür zu denken, Du seist nicht gut genug

Gedanken haben große Macht: Deine inneren Einstellungen haben sich aus ihnen gebildet; aus Deinen inneren Einstellungen entsteht Deine Wahrnehmung der Realität. Dein derzeitiges Leben ist das Ergebnis all dieser Gedanken und aller Entscheidungen, die Du basierend auf Deinen inneren Einstellungen getroffen hast. Mach Dir bewusst, dass es so ist, akzeptiere es und vergib Dir selbst dann für all die Male, die Du Dich als nicht gut genug erachtet hast.

„Mitgefühl, Vergebung, dies sind die wahren, ultimativen Machtquellen für Frieden und Erfolg im Leben.“ – Tenzin Gyatso, der 14. und derzeitige Dalai Lama

4. Vergib Dir selbst Deine früheren Fehler

Die Vergangenheit ist lange her. Du kannst sie nicht mehr ändern, Du kannst nicht mehr ändern, was Dir passiert ist.

Nur wenn Du das verstehst, kannst Du Dich aus dem Gefängnis befreien, in das Du Dich selbst eingesperrt hast.

Es gibt keine Fehler. Es gibt nur Lehren, die Dir das Leben beigebracht hat.

Damit Du glücklich mit Deinem derzeitigen Leben sein kannst ist es besser, sie als Lehren zu betrachten und nicht als Fehler. Vergib Dir selbst für Deine vermeintlichen früheren Fehler und lass sie los, damit Du glücklich sein kannst. Dann leb Dein Leben weiter.

5. Vergib Dir selbst für all die Schubladen, in die Du Dich und andere gesteckt hast

Ich finde total schön, wie Mutter Teresa von Urteilen gesprochen hat:

„Wenn Du Menschen beurteilst, bist Du zu beschäftigt, um sie zu lieben.“

Vergib Dir selbst für die Urteile, die Du für Dich und andere Menschen entwickelt hast. Verschiebe Deine Wahrnehmung von Schuldzuweisungen und Kritik hin zu Liebe und Vergebung – sowohl bei anderen als auch bei Dir selbst.

6. Vergib Dir selbst dafür, dass Du Deine Hoffnungen, Träume und Ziele aufgegeben hast

Vergib Dir selbst hier und jetzt, dass Du Deine großen, fetten, wunderschönen Träume aufgegeben hast – denn weißt Du, der Gag ist, dass Du so von ganz vorne beginnen kannst, ohne weiter nach Fehlern in Dir und Deiner Vergangenheit zu suchen.

So kannst Du wieder neugierig auf Deine Zukunft sein und Deine Träume zurückfordern – und daran arbeiten, sie diesmal wahr werden zu lassen.

„Du bist niemals zu alt, um Dir ein neues Ziel zu setzen oder einen neuen Traum zu träumen.“ – C.S. Lewis

Der Originalartikel „6 things you should forgive yourself for“ ist auf ihrem Blog Purpose Fairy erschienen.


  • Wie ist das mit Dir und der „Selbstliebe“: Magst Du Dich – oder gibt es Dinge, die Du Dir selbst lieber endlich verzeihen möchtest? Welche sind das?
  • Welche Tipps hast Du für andere Life-Preneure, die sich selbst lieben und akzeptieren lernen möchten?
[Bildquelle: Taniadimas auf Pixabay – herzlichen Dank!]

Gegen den Strom schwimmen und dem Herzen folgen: Monet als Vorbild

14. Januar 2013 Kreativ sein, Leben verändern, Mut & Motivation, Sinn
monet, leben, meisterwerk, gegen den strom schwimmen, mut haben

Ich bin gerade in der südwestlichen Ecke des Jardin des Tuileries in Paris, hier ist das Musée de L’Orangerie.

Ich gehe hinein um mich von noch mehr Kunst bezaubern zu lassen. Das Museum ist bekannt für seine impressionistische Kunst, unter anderem die ‚Décorations des Nympheas‘ – die ‚Wasserlilien‘ – von Claude Monet, die in zwei großen, ovalen Räumen gezeigt werden.

Diese Räume wurden 1927 nach Monets Vorstellungen nur für dieses Bild gebaut.

Außerdem werden andere Künstler hier ausgestellt – wie z.B. Cezanne, Matisse, Picasso, Renoir und Utrillo.

Ich trete in den ersten ovalen Raum ein und bin überwältigt von der Masse an Farbe im sonst beigen Raum. Vier Bilder von Monet hängen hier und ich fühle, wie mir der Atem weg bleibt. Ich stehe da, eingeschüchtert wie eine Dreizehnjährige, die sich nicht traut, ihren Schwarm auf der Schulparty anzusprechen.

Alles kommt mir vor wie in Zeitlupe, die Bilder scheinen aus der Wand heraus zu springen und mich zum Tanzen aufzufordern.

Ihre Farben umgeben mich mit Energie und Licht. Langsam nähere ich mich den außergewöhnlichen Leinwänden und fühle mich, als wäre ich auf einem Konzert von Ölfarben.

Die Schattierungen füllen meine Sinne mit purem Adrenalin und Erstaunen.

Ich sinke auf die Bank in der Mitte des Raums und versuche, alles in mich aufzusaugen.

Dem Herzen folgen und den eigenen Weg gehen

Monet war der Begründer der impressionistischen Bewegung in Frankreich. Das Beeindruckendste an ihm ist, dass er der Erste war, ein Anführer, der „ich mache mein eigenes Ding“- Mann. Als Monet nach Paris reiste, um den Louvre zu besichtigen, sah er, wie viele Maler die Werke der alten Meister kopierten. Er hingegen setzte sich mit seinen Farben und Werkzeugen einfach an ein Fenster und malte, was er sah.

Was er für einen Mut und Willen gehabt haben muss, um seinen eigenen Weg zu gehen!

Seine Werke sorgten für eine ganz neue Kunstrichtung. Ich bewundere, was er der Welt hinterlassen hat – und ich ertappe mich dabei, dass ich auch so groß sein möchte wie er. Gut, vielleicht nicht in diesem Leben. 😉 Vielleicht werde ich es nicht in die Geschichtsbücher schaffen. Vielleicht werden nie Werke von mir in Museen hängen. Und doch heißt das nicht, dass ich kein schönes, reiches, erfüllendes Leben haben kann.

Gegen den Strom schwimmen

Vielleicht sind Monet und ich uns ähnlicher, als ich dachte:

Wir beide haben Mut, wir beide scheinen gegen den Strom zu schwimmen und unserem Herzen zu folgen.

Vielleicht hat sogar jeder von uns ein Stückchen Monet in sich.

Sind wir nicht alle in unseren Herzen Abenteurer?

Möchten wir nicht alle aus der Masse herausstechen und etwas zur Welt beitragen?

Hier sitze ich also, sauge die Bilder in mich auf und bemerke, wie makellos sie sind. Ich trete ein wenig näher und schaue mir die willkürlichen Striche und Kleckse an, als seien sie hingeschmiert worden. Die aggressiven, harten Kanten und Linien scheinen keinen größeren Sinn zu haben: Ein großer roter Strich überdeckt ein paar blaue Punkte. Dieses abstrakte Ölgemälde fasziniert mich und meine Augen und ich fühle mich wie ein Kind im Erwachsenenladen: Ich darf gucken, aber nichts anfassen.

Das große Ganze

Ich trete wieder ein wenig zurück und auf einmal fügt sich das Ganze zusammen zu einer Szene im Garten. Monets Bilder sind wie die Emotionen des Lebens: Von Nahem betrachtet wirken sie unordentlich, chaotisch und auf eine faszinierende Art überwältigend.

Wenn wir aber einen Schritt zurück machen und es uns von weiter weg ansehen, können wir das ganze große Bild sehen – und zwar nur dann.

Unser Leben, so durcheinander und trübe es manchmal scheinen mag, ist Teil des großen Bilds, des Masterplans sozusagen.

Und wir alle sind wie ein Bild von Monet:

Wir alle sind Meisterwerke.

Der Originalartikel „Monet in me“ ist auf Shannons Blog Playwiththeworld erschienen.

[Bildquelle: WikiCommons]

Leben auf Auto-Pilot? So übernimmst Du das Steuer (wieder)

11. Januar 2013 Loslassen, Mind-Set, Wichtige Entscheidungen
auf autopilot, leben verändern, anders handeln, tia sparkles, the club of happy lifepreneurs

Meine Eltern hatten einen alten Mixer.

Er hatte einen grünen Fuß, einen gläsernen Behälter und einen schwarzen Deckel. Ich hab ihn noch genau vor Augen und sehe, wie ich in der Küche stehe und mir einen Mango-Shake mache, meine Hand fest auf den Deckel gepresst.

Ein einziges Mal habe ich meine Hand vom Deckel genommen – das Ergebnis war wirklich nicht schön.

Die Küche sah aus wie ein Wald im Altweibersommer.

Heute Morgen stand ich in meiner Küche und habe einen leckeren Blaubeer-Erdbeer-Spinat-Mandelmilch-Smoothie gemixt. Dann brauchte ich einen Löffel und wollte mich umdrehen.

Allerdings bin ich nicht weit gekommen:

Überrascht stellte ich fest, dass ich meine Hand fest auf dem Deckel hielt.

Nach all diesen Jahren war mein Kopf immer noch so programmiert, wie ich es in meiner Kindheit gelernt hatte. Natürlich ist mein heutiger Mixer in der Lage, ohne Ausbruch zu mixen, auch wenn der Deckel nicht festgehalten wird. Und trotzdem wurde mir klar, dass ich das ganze letzte Jahr über den Deckel festgehalten habe.

Meine Grundprogrammierung war offensichtlich: „Pass auf! Er explodiert sonst!“ Wenn mich jemand gesehen hätte, hätte er mich wahrscheinlich gefragt, warum ich den Deckel festhalte und mich so aus meiner ‚Trance‘ geholt. Denn nichts anderes war es.

Wie kann ich mich weiterentwickeln?

Wenn Du etwas tust, ohne nachzudenken, bist Du in einer Trance – das passiert häufiger, als es Dir vielleicht bewusst ist.

Zum Beispiel bei Deinem Kopf. Ewig lange warst Du es gewöhnt, so und so zu denken, dass es Dir in Fleisch und Blut übergegangen ist.

Angewohnheiten, Verhalten, Gedanken, Gefühle, innere Überzeugungen – all das funktioniert häufig auf ‚Autopilot‘.

Deswegen sind Weiterentwicklungen so oft eine große Herausforderung. Nicht so sehr die Veränderung, die passiert sowieso. Aber die Weiterentwicklung muss erst einmal hervorgebracht werden.

Hm. Wenn Du gar nicht bewusst merkst, was Du manchmal tust oder denkst, wie kannst Du es dann ändern?!

Ich habe neulich ein 21-tägiges Meditation- und Yoga-Experiment gemacht: Ich habe jeden Tag meditiert und an drei von 4 Tagen Yoga gemacht. Ich war mir dabei meiner Gedanken und Handlungen sehr bewusst und konnte ganz bewusst ständig die Richtung ändern.

In der letzten Woche meines Experiments habe ich ein E-Book geschrieben, große Fortschritte in der Business-Planung gemacht und meine nächsten Schritte überlegt, bin mir über meine Wünsche für mein Website-Branding klar geworden und habe generell mehr gemacht als das ganze Jahr vorher.

Vorher dachte ich, dass man erfolgreich ist, wenn man der Beste, Schnellste, Schlaueste ist.

Jetzt weiß ich, dass es zum Erfolg nur über Bewusstsein, Kontinuität und Entscheidung geht.

Was nützt uns ein Leben, das der Autopilot für uns leitet?

Wärst Du nicht auch lieber der Pilot Deines Lebens, der steuert und entscheidet, was er denkt und tut, anstatt sich von den Strukturen leiten zu lassen, die einmal nützlich waren, es aber nicht mehr sind?

Ich habe festgestellt, dass das am besten über Aufmerksamkeit geht.

Jahrelang habe ich mir gesagt, was ich „soll“:

  • Ich sollte Yoga machen,
  • ich sollte meditieren,
  • ich sollte mehr Entscheidungen treffen.

Das ist nun aber vorbei. Das Leben besteht aus verschiedenen Levels und Phasen. Das war mir früher nicht wichtig – heute schon.

Wenn es Dir auch so geht, dass Du Dich fragst, wie Du etwas ändern kannst, wie Du Veränderung und Reichhaltigkeit in Dein Leben holen kannst,

fange damit an, Deine aktuelle Position zu akzeptieren.

Verleugnung ist unsexy!

Akzeptiere, dass Du Dich genau da befindest und dass Du entweder

1) noch ein bisschen dort bleiben möchtest oder
2) nicht mehr dort sein möchtest.

Wenn für Dich Ersteres zutrifft: Ist doch super. Geniesse es und mach das Beste draus. Das meine ich ernst. Wenn Du damit fertig bist, solltest Du nichts bereuen.

Wenn Du bereit bist für eine Weiterentwicklung ist der erste Schritt das Bewusstmachen Deiner Wünsche, Gedanken, Gefühle.

Während Du an Bewusstsein, Beruf, Liebe, guter Einstellung und Erfolg wächst, geschehen ganz viele Veränderungen auf tieferliegenden Ebenen, die Du so niemals vorher erlebt hast.

Du brauchst aber nicht von 0 auf 100 zu starten.

Es ist genauso in Ordnung, erst einmal ein bisschen unter die Oberfläche zu schauen und dann vorsichtig tiefer und tiefer zu graben. Mach Dir bewusst, was Du willst und konzentriere Dich darauf, Schritt für Schritt.

Es sind die kleinen Handlungen, die große Veränderungen hervorbringen.

Wenn Du Dir vor Augen führst, was Du willst oder Dir selbst einen Monat lang fünf Minuten am Tag positive Bestätigungen zusprichst, wird Dich das sehr viel weiterbringen, als wenn Du es an einem Tag 150 Minuten lang machst.

Bau den Muskel langsam auf, mache eine Bewegung nach der anderen.

Manchmal bin ich immer noch baff, wenn ich mir überlege, dass wir zu 99% unsere Ziele erreichen könnten, wenn wir täglich nur eine Sache tun würden, die uns unserem Ziel näher bringt. Verrückt, oder?

In diesem Sinne wird der nächste Schritt in meiner Mixer-Story sein, dass ich mutig die Hand vom Deckel nehme und mich freue, dass er auch so perfekt funktioniert. Nach ein paar Tagen wird diese neue Gewohnheit meine Grundprogrammierung.

Genauso wie meine 21-tägige Meditation in weitere 21 Tage übergegangen ist – und ich glaube, sie werden noch eine Weile nachwirken.

Der Originalartikel „What a blender taught me about mind control“ ist auf ihrem Blog Your Life Your Way erschienen.

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