„Und ich hatte mich sooo darauf gefreut!“

Liebe(r) ,
mein Tag hat heute besch…. begonnen. Dabei fühlte ich mich doch so wunderbar, aber verdächtig ausgeschlafen als der Musikwecker heute morgen anging. Guter Stimmung standen mein Mann und ich auf, und in Gedanken ging ich meinen zackig durchgeplanten Tag durch.

Das anstehende Programm machte mir gaaar nix, weil ich taktisch klug die ersten Schritte nach dem Aufstehen geplant hatte:

  1. Eine Runde rausgehen – und sei es nur zum Bäcker.
  2. Eine frische Brezel mitbringen.
  3. In Ruhe diesen Newsletter hier schreiben.

Ich komme in Vorfreude auf diesen guten Start in den Tag in die Küche und mein Mann guckt so komisch…?

„Du, ich weiß jetzt, warum es schon so hell war – der Wecker ging eine Stunde später. Es ist schon acht Uhr.“

Tadadadaaaaaaa!

Bäng!

Puff!

Aus und Vorbei mit meiner Planung!

Und tschüss!

Dabei hatte ich mich doch SOOO drauf gefreut!

Ich will es gar nicht verheimlichen: Ich war BÖSE frustriert.

In einer vollgepackten Woche stellte diese 3 Punkte ein Highlight dar, das für mich neue Energie, Klarheit im Kopf und die Freude am Schreiben und am Erfahrungen-Weitergeben bedeutet. Es ging nur um eine Stunde Vorlauf mehr oder weniger, aber diese bedeutete heute die Welt für mich.

Enormer Frust ist eine wertvolle Information

Mit motzigem Gesicht habe ich’s dann dennoch allmählich begriffen: Hurrah! Hier ist eine Chance wieder was über mich zu lernen!

„Hättest Du von Dir gedacht, dass Dir 20 Min. Spaziergang zum Bäcker und eine Brezel so viel bedeutet?“

„Hättest Du von Dir gedacht, dass Dir das morgens in Ruhe Schreiben so viel bedeutet?“

Für heute morgen ärgerlich, aber für die Zukunft eine hilfreiche Erkenntnis. Diese Erkenntnis bedeutet: Ich will diesen Punkten dringend wieder mehr Priorität geben.

Außerdem wurde ich an etwas Anderes erinnert:

Für mich und meine Prioritäten selbst die Verantwortung zu übernehmen.

Den Wecker hatte mein Mann nämlich weil er grässlich müde war aus Versehen falsch gestellt. Blöd, ja. Im Zweifel ein Streich, den ihm sein Hirn gespielt hat, damit er genug schläft. 😉

Allerdings: Wenn es MIR so wichtig ist, früher aufzustehen, damit ich den Tag so starten kann, wie ich will und vielleicht auch brauche – dann muss ich selbst dafür Verantwortung übernehmen. Bloß weil ich verheiratet bin, kann ich nicht die Verantwortung dafür, meine Prioritäten zu wahren, jemand anderem, nämlich dem armen Herrn Ehemann in die Schuhe schieben.

Die Verantwortung für Dein persönliches Glück liegt letztlich bei Dir selbst.

Am Montag hatte ich einen anstrengenden, aber auch guten Tag. Warum? Weil ich sogar zweimal zu Fuß draußen war. Mir ist frische Luft und meine Umgebung zu erleben derzeit richtig wichtig. Diese einfachen Aktivität macht mich glücklich oder unglücklich. Dazu habe ich jetzt sehr klares Feedback von mir selbst bekommen.

Überleg mal, was für eine kleine Sache das ist: 20 Min. an der frischen Luft!

Was tun? Die kleinste Einheit pflegen

Gefühlt war das ja heute morgen Freiheitsberaubung.

Ich hatte schon den Spaziergang gestrichen, frustriert ein paar Schranktüren zugeschlagen, um meinem Ärger Luft zu machen, uns einen starken Espresso gemacht.

Dann habe ich entschieden wenigstens die kleinste Einheit dessen, was mir wichtig ist zu pflegen:

Bzgl. ‚Zu mir kommen‘ – das geht auch mit Meditation und 5 Minuten reichen dafür.

Bzgl. ‚Schreiben‘ – dann werde ich mir eben wenigstens 30 Min. geben und schauen wie weit ich damit komme.

Beim Meditieren fiel mir was auf: Mir hatte ja noch ein Thema für diesen Newsletter gefehlt. Das wollte ich ursprünglich auf dem Spaziergang finden. Naja, was soll ich sagen: Die frustrierte Enttäuschung über etwas, das man geplant hatte und das jetzt nicht mehr möglich ist, das ist doch ein Thema, das jeden mal erwischt, oder? Damit hatte ich also mein Thema für diesen Newsletter hier. Und konnte diese erste halbe Stunde wirklich gut nutzen.

Unter dem Strich:

Habe ich viel gelernt, über mich und meine Prioritäten, Verantwortung für mein Glück zu übernehmen und nicht an jemand anderes abzuschieben, UND ich hatte jetzt gerade beim Schreiben den Spaß, auf den ich mich gefreut hatte. Bereits jetzt atme ich wieder tiefer durch.

Eigentlich war’s also gar nicht so schlimm, oder?

Diese Woche hat jemand von Euch auf einen Post in Facebook gefragt: „Ja, aber wie macht man das mit dem Glücklichsein?“

Das hier sind ein paar Antworten für Dich:

  • Nimm die kleinen Dinge im Alltag wichtig genug in ihrer Bedeutung für Dein Glück.
  • Bleib immer wieder dran, sie möglichst oft zu leben.
  • Finde die kleinste Einheit von dem, was Dir wichtig ist und mache es, wann immer es geht.
  • Nutze doofe, frustrierende Erlebnisse, um Information über Dich selbst zu erhalten
  • Übernimm selbst Verantwortung für Dein Glück.

Was frustriert Dich ungemein – und was erzählt es Dir über Deine Bedürfnisse?

Wann warst Du das letzte Mal total enttäuscht, weil etwas, das Du geplant hattest, nicht geklappt hat?

Wie bist Du damit umgegangen? Was hast Du dabei über Dich selbst gelernt?

Kennst Du jemanden, der mit Plan-Änderungen großartig umzugehen weiß? Was macht er/sie in solchen Situationen anders als andere?

Was ist Dir richtig wichtig im Alltag – und wie sieht die kleinste Einheit davon aus?

Solltest Du jetzt Deine eigenen Erfahrungen dazu teilen wollen, schreib‘ mir gern eine Mail und ob Du es an die Life-Preneur-Community oder nur an mich weitergeben willst.

Ich danke Dir jetzt schon für Dein Vertrauen!

Mit den besten Wünschen für Deine derzeitigen Lebens-Abenteuer!

Kristin Reinbach
(Begründerin dieser kostenlosen Initiative)

Kristin Reinbach

Kristin ist Gründerin des Clubs. Sie testet und entwickelt Inspirationen und Tools für Dein Selbst-Coaching für Dich und teilt als Autorin viele erprobte Tipps. Als langjährige Expertin in Sachen Marketing leitet sie außerdem die Boutique Agentur Overw8, die mit Web-Design, Branding & Marketing-Systemen v.a. mittelständische und kleine Unternehmen, Startups & Professionals bei ihren Plänen unterstützt. In ihrem persönlichen Blog teilt sie u.a. Ergebnisse ihrer Lebens-Experimente.