Selbstbewusst werden: 8 einfache Tricks für Dein Traumleben

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„Wenn Du Dein Potenzial wirklich nutzt und Vertrauen in Deine Fähigkeiten hast, kannst Du eine bessere Welt erschaffen.“ – Dalai Lama

Einen Großteil meines Lebens habe ich nicht daran geglaubt, die Dinge tun zu können, die ich tun wollte.

Ich wollte eine Beziehung haben, aber ich hatte Angst, sie irgendwie zu zerstören, wenn ich eine hätte.

Ich wollte am Broadway auftreten, aber nicht mal mein Umzug nach New York hat mir genug Mut gegeben, zum Casting zu gehen.

Ich wollte Autorin sein, aber ich dachte, es wäre viel zu schwierig, einen Verlag zu finden, und habe es deshalb erst mit bereits 27 versucht.

Vielleicht warst Du nie so wenig selbstbewusst wie ich damals,

aber Du kennst es sicher, etwas tun zu wollen, aber Angst vor dem Loslegen zu haben. So schränkst Du nicht nur Dein Potenzial ein, sondern nimmst Dir auch die Chance, einen positiven Einfluss auf Dein Umfeld zu haben.

Diese Ängste zu überwinden kann schwierig sein.

Vielleicht musst Du alte, festgefahrene innere Einstellungen lösen, die Dich einschränken oder Dich aus Situationen befreien, in denen andere Menschen Deine Fähigkeiten untergraben.

Etwas, das Dir garantiert helfen wird, ist die Stärkung Deines Selbstbewusstseins.

Du weißt nicht, ob man Selbstbewusstsein lernen kann?

Diese Frage habe ich auf der Tiny Buddha-Facebook Seite gestellt – und einige der Antworten genutzt, um die folgenden acht Schritte aufzustellen:

Trick 1 zum Selbstbewusst-Werden: Erinner Dich an das Selbstbewusstsein, mit dem Du geboren wurdest.

„Für mich ist es etwas, das immer da ist, etwas, mit dem Du geboren wurdest, das im Laufe der Zeit verloren geht oder von anderen gestohlen wird. Manchmal musst Du tief graben, um es wiederzufinden.“ – Amy Lee Tempest

Als Du geboren wurdest, warst Du Dir nicht unsicher über Dein Schreien oder hattest Angst, Deine Nabelschnur könnte zu lang sein. Als Du geboren wurdest, warst Du völlig ahnungslos über die Meinung von anderen und hattest nur Deine eigenen Erfahrungen und Bedürfnisse im Kopf. Damit will ich nicht sagen, dass Dir andere Menschen egal sein sollten. Ich will nur sagen, dass es helfen kann, Dir bewusst zu machen, dass Du ursprünglich selbstbewusst warst, bevor die Zeit sich eingemischt hat.

Mit der Entwicklung Deines „Selbst-Bewusstseins“ kamen Zweifel und Unsicherheiten, wie andere Menschen Dich wohl sehen. Du hast also gelernt, Lob anzustreben und Kritik zu umgehen – und vielleicht hast Du Dich schlechter gemacht, als Du bist, wenn Du mehr von Letzterem bekommen hast.

Wenn Du Dir also unsicher über Dich selbst bist: Erinnere Dich daran, dass wir alle selbstbewusst geboren werden und unser Selbstbewusstsein zurückfordern können, wenn wir die Gedanken zum Schweigen bringen, die es gefährden.

Trick 2 zum Selbstbewusst-Werden: Kenne Deine Stärken und Schwächen.

„Während Du Dich selbst kennenlernst, gewinnst Du Vertrauen in Deine Stärken und lernst auch Deine Schwächen kennen.“ – Angela Birt

Dich selbst kennen zu lernen passiert nicht einfach über Nacht, denn es kann schwierig sein zu unterscheiden, welche Teile wirklich „Du“ sind und von welchen Teilen Du glaubst, dass Du sie sein solltest.

Deine Stärken und Schwächen zu identifizieren und sie mit dem zu vergleichen, was Dir Spaß macht, ist ein guter Anfang. Wenn Du z.B. ein guter Vertriebler bist, Vertriebsjobs aber hasst, ist es ziemlich egal, wenn Du in diesem Bereich selbstbewusst bist. Außer, wenn es Dir nur ums Ego geht – aber würde Dich das wirklich glücklich machen?

Vielleicht hilft es Dir, fünf Dinge aufzuschreiben, in denen Du gut bist und die Dir Spaß machen, und fünf Dinge, in denen Du gern gut wärst. Versuche, einige Dinge der ersten Liste für Dich zu nutzen und arbeite täglich an einigen der zweiten Liste. Während Du Deine Stärken für Dich nutzt und Dein Entwicklungspotenzial ausschöpfst, wirst Du gleichzeitig sowohl Selbstbewusstsein als auch Erfüllung erfahren.

Trick 3 zum Selbstbewusst-Werden: Rechne mit dem Erfolg.

„Erfolg bedingt Selbstbewusstsein…aber Selbstbewusstsein kann man auch anders bekommen, denn man kann auch ohne Selbstbewusstsein Erfolg haben. Es braucht ein Umdenken, um Erfolg zu erwarten. Das allein kann für mehr Erfolg sorgen, was wiederum das Selbstbewusstsein stärkt. So geht es dann weiter.“ – Jason Hihn

Vielleicht klingt es seltsam zu sagen, dass Du mit dem Erfolg rechnen sollst, obwohl Du nicht in die Zukunft blicken kannst, aber tun wir nicht regelmäßig genau das Gegenteil? Bist Du nicht auch schon mal in eine Situation gegangen und hast das Schlimmste erwartet – dass etwas schief gehen könnte?

Allgemein gilt die Weisheit, dass es besser ist, den Worst Case zu erwarten, weil Du dann nicht enttäuscht wirst bzw. freudig überrascht bist, wenn Du Erfolg hast.

Forschungen zeigen allerdings, dass das so nicht allgemeingültig funktioniert.

Wenn Du pessimistisch bist, kann das Deine Leistung in einer Art selbsterfüllenden Prophezeiung schlechter machen.

Mach Dir Deine Erfolge jeden Tag bewusst und Du wirst mit der Zeit sehen, dass sie zahlreicher werden.

Trick 4 zum Selbstbewusst-Werden: Vertraue auf Deine Fähigkeiten.

„Selbstbewusstsein kommt nicht von dem Wissen, alles zu wissen, sondern von dem Wissen, mit allem was passiert umgehen zu können.“ – Donn King

Niemand auf der Welt weiß alles. Jeder kann einige Sachen gut, andere Sachen weniger. Lass das, was Du kannst oder nicht kannst, nicht Dein Vertrauen in Dich selbst bestimmen, sondern lass es von Deinem Willen und Deiner Lernfähigkeit bestimmen.

Sieh es als Gelegenheit, besser zu werden, wenn Dich jemand kritisiert.

Sieh es als Möglichkeit etwas zu lernen, wenn jemand etwas besser kann als Du.

Mach Dir klar, dass Du beim nächsten Versuch besser sein kannst, auch wenn Du diesmal weit entfernt warst.

Mach Dir keine Sorgen, wenn Du kein Vertrauen in das hast, was Du jetzt kannst – hab Vertrauen in Dein Potenzial.

Trick 5: Freunde Dich mit dem Unbekannten an.

„Selbstbewusstsein bekommt man durch Demut. Es vermehrt sich, wenn wir die Welt mit anderen Augen betrachten. Es wächst, wenn wir den Mut haben, uns auf das Unbekannte und das, was wir nicht kennen können, einzulassen.“ – Hana Lee

Viele Menschen glauben, dass Selbstbewusstsein bedeutet, dass man ein gewünschtes Ziel erreichen kann. Das ist teilweise wahr, gilt aber nicht für jeden Menschen. Egal wie talentiert, schlau oder fähig Du bist: Du kannst nicht alles, was in Deinem Leben passiert, vorhersagen oder kontrollieren. Auch die selbstbewusstesten Menschen verlieren ihren Job, ihren Partner oder manchmal ihre Gesundheit.

Selbstbewusstsein entsteht, wenn Du Deine Fähigkeiten kennst, aber weißt, dass sie nicht allein verantwortlich für Dein Leben sind. Wenn Du die Last von Deinen Schultern nimmst und Dir bewusst machst, dass Irrungen und Wirrungen manchmal nichts damit zu tun haben, was Du getan hast oder hättest tun sollen, ist es einfacher, selbstbewusst zu sein.

Trick 6: Gehe Risiken ein.

„Selbstbewusstsein ist eine merkwürdige Sache. Du gehst her und tust, wovor es Dir am meisten graut – und danach bekommst Du das Selbstbewusstsein dafür…“ – Christopher Kaminski

Wenn Du Dinge immer auf genau die gleiche Art und Weise erledigst, wirst Du natürlich nicht selbstbewusster. Als ich gerade nach San Francisco gezogen war, war ich total unsicher in Beziehungen zu anderen Menschen. Ich war oft umgezogen und hatte Jahre damit verbracht, im ganzen Land zu leben – teilweise, um mit niemandem eine zu enge Beziehung aufbauen zu müssen. Irgendwann wurde mir klar: Der einzige Ausweg geht mittendurch. Ich würde niemals gute Beziehungen führen können, wenn ich den Sprung nicht wagen würde, Chaos anrichten und lernen würde, was man in Beziehungen so tut und was nicht.

Ich musste krabbeln, laufen, umfallen und wieder von vorn anfangen, um mich mit Verletzlichkeit und Konflikten anzufreunden. Ich habe unendlich viele Fehler gemacht und mir selbst oft weh getan. Jetzt ist mein Leben aber voll mit Menschen – und das ist all die Unannehmlichkeiten wert.

Trick 7: Lerne, Komplimente anzunehmen.

„Anerkennung und Bestärkung fördern das Selbstbewusstsein.“ – Don La Franchi

Ist es nicht erstaunlich, wie einfach es ist, die negativen Sachen, die Menschen über einen sagen, zu glauben und die positiven einfach zu ignorieren?

[tweetthis]’Komplimente annehmen ist eine Kunst.‘ Lori Deschene #selbstbewusstsein[/tweetthis]

Manchmal glauben wir instinktiv, dass andere einfach nur nett sein wollen oder wir eigentlich gar kein Talent haben und einfach Glück hatten.

Das mag manchmal zutreffen, aber größtenteils verdienst Du die Komplimente, die Dir gemacht werden.

Halte Dich nicht davon ab, sie zu glauben und wandle sie stattdessen in Selbstbewusstsein um.

Du hast einen guten Job in einem Projekt auf der Arbeit gemacht? Das bedeutet, dass Du es wieder tun kannst.

Du hast einen großartigen Auftritt hingelegt? Das bedeutet, dass Du Talent hast.

Andere Menschen möchten, dass Du Erfolg hast – nun musst Du ihnen nur noch glauben, wenn sie Dir ihre Anerkennung zeigen.

Der 8. & letzte Trick zum Selbstbewusster-Werden: TRAINIERE Dein Selbstbewusstsein.

„Man kann es üben – und dadurch wirst Du besser.“ – Jacqueline Wolven

Wie alles andere im Leben auch wächst Dein Selbstbewusstsein, je mehr Du es trainierst. Eine gute Gelegenheit dazu ist das Treffen von neuen Menschen. Wie damals, als Du die/der Neue in der Schule warst, kennen sie Dich noch nicht – eine super Möglichkeit, Dich ihnen zu zeigen.

Beobachte, was in Dir vorgeht, während Du Ihre Hand schüttelst, Dich vorstellst und Ihnen zuhörst. Wenn Du bemerkst, dass sich Zweifel einschleichen, ersetze diese Gedanken mit selbstbewussten Gedanken.

Frage Dich, was eine selbstbewusste Person nun tun würde und versuche, sie nachzumachen.

Achte auf Deine Haltung und Deinen Ton: Wenn Du gebückt da stehst und nuschelst, lässt Dich das sowohl weniger selbstbewusst fühlen als auch wirken – also stehe gerade und sprich langsam und deutlich.

Andere Menschen neigen dazu, Dich so zu sehen, wie sie glauben, dass Du gesehen werden willst.

Lori Deschene

Lori Deschene, die Gründerin von Tiny Buddha, sagt über ihren Blog: "Es geht hier darum, über einfache Weisheiten nachzudenken und zu lernen, sie in unser komplexes Leben einzubauen - inklusive der Verpflichtungen, Anstrengungen, Träume und Beziehungen". Sie beschreibt ganz einfache, kleine Schritte auf dem Weg zum Glück. Das kann sie so authentisch, weil sie jahrelang mit sich selbst gekämpft hat und unglücklich war - bis ihr bewusst wurde, dass sie selbst der Schlüssel zum Glücklichsein ist.