Den Startpunkt zum Glück finden [2]: ‚Was macht mich glücklich?‘

glück finden, was macht mich glücklich, kristin reinbach, glücklicher leben, sein leben lebenIn der ersten Folge dieser Serie Deinen Weg zum Glück finden TEIL 1 ging es darum, erstmal zu klären, ob man glücklich sein will und/oder darf.

Nachdem dieser wichtige Schritt erledigt ist, geht es heute weiter mit der Frage

Schritt 2. zum Glück finden:

Was will ich – wirklich? und: Was mache ich, wenn ich nicht weiß, was ich will?

Zum Glücklich-Sein muss man wissen, was einen glücklich oder unglücklich macht, was man will oder nicht will. Klingt logisch, oder? Wie schon Schritt 1 „willst Du wirklich glücklich sein?“ klingt das einfach, ist es oft aber AUCH nicht.

Was kann man also machen, wenn man noch nicht weiß, wo die Reise zum Glück genau hingehen soll?

Tipp: Zu wissen, was Du NICHT willst, kann ein super Startpunkt sein. Noch besser: Es reicht völlig, um loszulegen!

Wenn jemand zu mir kommt und sagt:

„Ich bin so unglücklich, ich will auf keinen Fall wieder als Anästhesist in der Nachtschicht arbeiten, ich hasse es.“

– dann sage ich meist etwas wie:

„Herzlichen Glückwunsch – Du hast es immerhin gemerkt.“

Unglücklich sein fühlt sich schrecklich an, hat jedoch was sehr Gesundes:

Deine innere Ampel hat auf ROT geschaltet und meldet Dir, dass hier etwas geändert werden muss.

Was für ein Glück!

Du bist ein lebendiges Wesen und dieses lebendige Wesen will von Natur aus glücklich sein – und wenn Du es nicht (mehr) bist, gibt Dein inneres System Dir Signale.

Die rote Ampel, die uns vor uns selbst schützt

Für diese rote Ampel kannst Du dankbar sein, denn viele haben so erfolgreich verdrängt, wie es ihnen geht, dass sie das gar nicht mehr mitbekommen.

Allerdings übernimmt dann oft der Körper diese Rote-Ampel-Funktion – das war bei mir selbst z.B. so, als ich mit Anfang 30 plötzlich Asthma hatte.

Mein Körper gab mir Rückmeldung über etwas, das mein Kopf stur ignoriert hatte:

Dass ich mich in meinem Leben eingesperrt, eingeengt, von der Luft zum Leben abgeschnitten fühlte.

Wissen, was man nicht mehr will

Ein guter Startpunkt ist es also, wenn Du Dir erst mal einen Überblick verschaffst, was Du NICHT mehr willst.

Dann kannst Du dafür sorgen, das was Du NICHT willst, entweder zu entfernen oder zu verringern.

Oder, wenn das nicht geht, kannst Du Dich auf die Suche nach Alternativen machen.

Diese Alternativen handeln dann davon, was Du wirklich willst.

Warum wissen so viele Menschen nicht, was sie wirklich wollen im Leben?

Als Kind wissen wir meist recht genau und instinktiv, was wir wollen oder nicht, wen wir mögen oder nicht.

Dann werden wir ’sozialisiert‘ – d.h. wir lernen die Regeln, nach denen unser Land, unsere Gesellschaft, unser Umfeld lebt. Unser Leben wird zu einer Schnittmenge aus uns selbst und dem, was ‚die Gesellschaft‘ von uns will.

Viele verlernen im Zuge dieser Entwicklung, auf ihren gesunden Instinkt zu hören – v.a. wenn sie sehr disziplinierte oder anpassungswillige Menschen sind.

Die Chancen stehen gut, dafür zunächst und zwar sofort (!) Anerkennung zu bekommen – leider bleibt dabei die eigene Person oft auf der Strecke.

Wenn das der Fall ist, wird es Zeit, sich von dem, was andere von uns wollen, zu lösen, und die eigene Stimme im Kopf wieder von den Stimmen der anderen (Eltern, Vorgesetzte, Freunde, Kollegen) zu trennen. Nochmal alles hinterfragen, sich neu orientieren ist also wahrscheinlich von Zeit zu Zeit ein ganz normaler und produktiver Prozess.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Veränderung im Leben gekommen?

Spätestens wenn der Gedanke da ist:

Das hier ist nicht das Leben, das ich wollte.

Dieses Leben passt gar nicht zu mir – wie bin ich da rein geraten?

Oder einfach nur:

Ich bin irgendwie nicht glücklich, obwohl es mir ‚eigentlich gut‘ geht.

Ideal wäre es, mein Lebensglück schon früher im Blick zu behalten – aber was ist schon ideal? Außerdem: Ohne einen gewissen Schmerzpunkt bewegen wir Menschen uns eben oft nicht.

Zeit, etwas zu tun

Wenn sonst noch alles sehr unklar und schwammig scheint, empfehle ich Dir, es erst mal mit folgenden Zielsetzungen loszulegen:

Ich will glücklich sein und glücklich leben.

UND ich werde die Mittel und Wege finden, wie das möglich ist

Wie gehst Du Veränderungen im Leben an?

  • Wann ist für Dich bisher der beste Zeitpunkt (gewesen)?
  • Was sind bei Dir die ‚roten Ampeln‘?
  • Weißt Du meistens, was Du willst – und woran merkst Du, daß es DEIN Wollen ist?
  • Welche Tipps hast Du für andere, die unentschlossen sind, ihr Leben zu verändern, obwohl sie offensichtlich unglücklich sind?

[tweetthis]Top-Start beim #glückfinden: Weiß immerhin schon, was ich NICHT mehr will.[/tweetthis]

[Bildquelle: Kaboompics auf Pixabay.com – danke!]

Kristin Reinbach

Kristin ist Gründerin des Clubs. Sie testet und entwickelt Inspirationen und Tools für Dein Selbst-Coaching für Dich und teilt als Autorin viele erprobte Tipps. Als langjährige Expertin in Sachen Marketing leitet sie außerdem die Boutique Agentur Overw8, die mit Web-Design, Branding & Marketing-Systemen v.a. mittelständische und kleine Unternehmen, Startups & Professionals bei ihren Plänen unterstützt. In ihrem persönlichen Blog teilt sie u.a. Ergebnisse ihrer Lebens-Experimente.