„Tut mir weh, tu ich trotzdem“? – Loslassen, was nicht gut tut

loslassen, tut mir weh, tut so weh, leben gestalten, leben verändern, schlechte angewohnheiten, tia sparkles, the club of happy lifepreneursIch habe wunderschöne weiße Schühchen.

Ich liebe sie!

Wenn ich sie trage, fühle ich mich sommerlich und wie ein Mädchen.

Trotzdem: Jedes Mal, wenn ich sie anhabe, bin ich nervös.

Denn, weißt Du, die Schuhe haben kaum Grip und geben mir keinen Halt.

Ich besitze sie jetzt ein Jahr – in der Zeit bin ich zu 90% gestolpert und gefallen.

Beim Überqueren der Straße, an Ampeln, beim Treppensteigen, beim Laufen auf Gras – da ist alles dabei.

Vor zwei Wochen bin ich schließlich so richtig hingefallen.

Autsch! Das tat verdammt weh. Jetzt habe ich natürlich Angst, dass es wieder passieren könnte und laufe total komisch, weil ich mich so sehr darauf konzentriere, auf meinen Fußballen zu laufen und mich etwas nach vorne zu beugen, um einen möglichen Sturz schnell abfangen zu können. Was natürlich total schlecht für meinen Rücken und meine Hüften ist
Du kannst meine Verspannung bestimmt allein vom Lesen schon spüren, oder?

Man sollte meinen, ich wüsste es besser und würde die Schuhe nicht mehr anziehen.

Naja, ich weiß es besser. Aber ich trage sie trotzdem.

Hä? Warum?!

Na, es ist doch nichts sooooo Schlimmes passiert.

Noch nicht.

Ich kann mich immer in letzter Sekunde noch fangen. Ich fordere das Schicksal heraus. Das ist schließlich ein kleiner Preis dafür, sich gut zu fühlen und gut auszusehen. Und sie sind einfach so verdammt süß!

Was? Hab ich das gerade wirklich gesagt? Echt?!

Ich werde meine geliebten Schuhe also so lange tragen, bis etwas Schlimmes passiert?!

Oh Mann. Manchmal muss ich es einfach auf die harte Tour lernen. Das hat mich nachdenklich gemacht:

Warum halte ich so sehr an etwas fest, das mir gar nicht gut tut?

(Manchmal muss ich mich das häufiger fragen, bevor ich mir eine Antwort gebe.)

So langsam kommt es Dir doch sicher bekannt vor, oder?

Es ist wie…wie…wie diese Angewohnheit, die Du eigentlich gar nicht magst, die Du Dir aber trotzdem nicht abgewöhnen kannst.

Sie tut Dir nicht gut, vielleicht hält sie Dich sogar von dem ab, was Du willst – in meinem Fall wäre das, mich frei und schön zu fühlen, aber wenn ich wie auf rohen Eiern laufe, ist daran doch nichts Freies und Schönes, oder?!

Diese Angewohnheiten könnten Dir bekannt vorkommen:

  • Eine Grimasse ziehen, während Du Dich beim Umziehen im Spiegel anguckst.
  • Sagen, dass Du ‚mehr‘ verdient hast, während Du aber ‚weniger‘ akzeptierst.
  • Etwas aufgeben, noch bevor Du überhaupt losgelegt hast.
  • Der Meinung sein, dass es egal ist, was Du tust – Du kannst die überflüssigen Pfunde einfach nicht loswerden.
  • Einen netten Mann kennenlernen wollen und dann Einladungen zum Date ablehnen.
  • Sagen, dass Du Dich besser ernähren willst, während Du nach einer Tüte Chips greifst.
  • Sagen, dass Du sparen willst und dann ein Vermögen für neue Schuhe ausgeben.

Ich könnte noch lange so weitermachen. Aber ich frage jetzt Dich:

Hast Du auch eine solche Angewohnheit?
Eine, die möglicherweise eine Erfahrung, ein Erlebnis schmälert?

Oder eine, die Du nicht magst und ändern willst und sie trotzdem Tag für Tag wiederholst?

Ich weiß, dass ich nicht die einzige bin, der es so geht. Wir sind in ziemlich guter Gesellschaft, oder?

Bisher hatte es keine große Auswirkung, wenn ich meine geliebten Schühchen angezogen habe.

Was aber, wenn ich ausrutschen und mir fies den Kopf stoßen würde? Wäre es das wert?!

Nein. Tausendmal nein.

Warum also klammern wir uns an etwas,
das uns weh tut,
uns uns schlecht fühlen lässt,
uns festhält,
uns vom Weiterkommen abhält,
uns deprimiert,
uns unsere Zeit und Energie kostet,

anstatt unsere Gedanken, Überzeugungen und Handlungen – kurzum, unsere Angewohnheiten – zu verändern?

Ich kenne all die Ausreden, die Du vorbringst. Das mache ich genauso. Die Frage ist…

Was machst Du jetzt?

Wenn Du ständig dasselbe machst und sagst und dieselben Ergebnisse bekommst, ist es Zeit, diese Gedanken und Worte ein für alle Mal loszuwerden – und andere „Schuhe“ anzuziehen.

Natürlich nur, wenn Du bereit bist, nicht mehr zu fallen und von jetzt an guten Grip zu haben. Ha! Ich bin auf jeden Fall dabei!

Während Du Dir das Leben baust, das Du leben möchtest, musst Du die Dinge loslassen, von denen Du weißt, dass sie für Dich so nicht funktionieren.

Du weißt es schon – jetzt musst Du auch so handeln!

P.S.: Rate mal, was ich heute Abend auf jeden Fall in den Müll werfen werde…

Ich bin neugierig. Hast Du auch irgendwelche „weißen geliebten Schühchen“ in Deinem Leben, ohne die Du gut auskommen könntest? Was willst Du in den Müll werfen? Und was wirst Du von nun an anders machen? Ich würde gerne hören, was Du zu erzählen hast! Danke im Voraus!


 

Der Originalartikel „White Slippers slowing you down?“ ist auf Tias Blog Your Life Your Way erschienen.

  • Welche „weißen Schühchen“ hast Du in Deinem Leben, ohne die Du gut auskommen könntest? Was willst Du in den Müll werfen? Was wirst Du von nun an anders machen?
  • Wie gewöhnst Du Dir neue Gewohnheiten und Verhaltensweisen an? Musst Du es wie Tia Sparkles auch erst auf die „harte Tour“ lernen?
  • Welche Tipps zum Thema „festklammern“ bzw. „loslassen“ hast Du für andere Life-Preneure?

Tia Sparkles

Tia Sparkles bezeichnet sich selbst als Nutella-süchtig - laut eigener Aussage löffelt sie ein großes Glas in zwei Tagen leer. Sie ist Life Coach und schreibt auf ihrer Seite "Your Life Your Way" über ihre Erfahrungen. Was ihr wichtig ist? "Die Freiheit, alle meine Möbel zu verkaufen, mir meinen Laptop und meine Lieblingsjeans zu schnappen und mich in einem neuen Land einzuleben."