Was tun bei Angst? Wirkungslose Methoden – und eine, die wirklich hilft

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Ich möchte den vielen Hundert von Euch danken, die mir persönliche Details darüber berichtet haben, wie ihr Leben von Ängsten und Wut bestimmt wird. Eure Geschichten waren unglaublich ehrlich und bewegend.

Sie haben mich daran erinnert,

wie ich mein eigenes Leben vor einigen Jahren in meinem Tagebuch beschrieben habe,

kurz bevor ich den Lefkoe Belief Process (den ich ursprünglich den Decision Maker Process – also den „Entscheider-Prozess“ – genannt hatte) erfunden und viele meiner inneren Einstellungen gelöst hatte.

Einige Auszüge aus meinem Tagebuch Mitte der 1980er Jahre:

„In den letzten Wochen war ich zunehmend aufgebracht, ängstlich, gereizt. Nichts scheint zu klappen. Ich veröffentliche Artikel, Magazine usw., aber es kommt nichts zurück. Ich mache mir Sorgen ums Geld und über die Situation, in die ich meine Familie gebracht habe.

Irgendwas muss mit mir falsch sein.

Egal was ich mache, es ist niemals genug. Ich glaube, dass ich die Aufgabe, die ich mir selber gestellt habe, nicht werde erfüllen können.

Gestern Abend war ich erschöpft. Ich habe geweint, als ich nach Hause kam und ich habe heute Morgen geweint, als ich aufgestanden bin.

Ich habe Angst.

Und wenn ich versuche zu erkennen, was los ist, wandert mein Kopf herum und es ist überall nur Nebel.

Ich habe es gerade gesehen: Wenn alles vorüber ist, werde ich es niemals geschafft haben. Mein Leben wird anders, als ich es mir vorgestellt hatte.“

Wenn Du nicht wüsstest, dass diese Sätze von mir stammen und schon viele Jahre her sind, würdest Du sicher annehmen, dass sie von einem von Euch stammen und beschreiben, was er oder sie gerne an seinem emotionalen Leben verändern würde.

Was hilft gegen Angst? Techniken, die Euch nicht geholfen haben

In Euren Antworten auf meine Frage, was Euch nicht geholfen hat, Eure Angst loszuwerden, haben viele gesagt, dass die meisten rationalen Versuche, so wiekognitive Verhaltenstherapien, positive Selbstgespräche und rationales Denken, nicht funktioniert haben.

„Lass Dich von der Angst einfach nicht aufhalten“

hatte bei den meisten von Euch ebenfalls keinen Erfolg. 😉

Eure Antworten über EFT (Emotional Freedom Techniques), Hypnose und NLP (Neurolinguistisches Programmieren) waren geteilt. Einige fanden diese Techniken hilfreich, andere sagten, dass sie nur die Symptome und nicht die grundlegenden Auslöser beachten, so dass die Angst und andere negative Gefühle wiederkamen.

Warum funktionieren die meisten Techniken gegen Angst nicht?

Ich habe versprochen, Euch zu erklären, warum die Techniken nicht funktionieren. Hier ist meine Antwort.

Stell Dir eine Person vor, die die folgenden inneren Überzeugungen hat:

„Ich bin nicht gut genug.“

„Fehler und Misserfolge sind schlecht.“

„Ich bin unzureichend.“

„Ich werde nie das bekommen, was ich mir wünsche.“

„Nichts, was ich mache, ist gut genug.“

„Das Leben ist hart.“

„Man kann Menschen nicht vertrauen.“ usw.

Wenn das nun die Realität dieses Menschen ist, kannst Du sicher verstehen, dass er die meiste Zeit Angst hat, oder?

Unsere inneren Einstellungen haben eine solche Macht, weil sie für uns gleich der Realität sind.

Deshalb können die Techniken, die nur die Symptome behandeln, oftmals nur eine kurze Entlastung bringen.

Wenn die Quelle Deiner Angst und anderer negativer Emotionen wie Wut und Aufregung Deine inneren Einstellungen sind, dann ist es doch logisch, dass der einzige Weg, Deine Angst loszuwerden ist, Deine inneren Einstellungen loszuwerden.

Hier sind ein paar weitere Beispiele:

Unser Verhalten und unsere Gefühle sind Reaktionen auf unsere Realität.

Wenn meine Realität also ist, dass Beziehungen nicht funktionieren, dass ich nicht liebenswert bin, dass man Frauen nicht vertrauen kann, dann löst es natürlich Angst aus, wenn ich in einer Beziehung bin oder auch nur daran denke.

Warum?

Weil Beziehungen in meiner Realität nichts Schönes sind und sowieso nicht lange halten.

Wenn wir etwas als bedrohlich wahrnehmen, sind wir darauf „programmiert“, Angst zu fühlen.

Wenn Ablehnung in unserer Realität bedrohlich ist, wird Ablehnung Angst hervorrufen.

Wenn unsere Realität sagt, dass wir nie das bekommen werden, was wir wollen und dass das Leben gefährlich ist, ist es doch nur zu wahrscheinlich, dass wir permanent mit einem gewissen Level der Angst leben.Mit anderen Worten:

Die Dinge, die wir als bedrohlich empfinden, enden unweigerlich in Angst.

Aber was bestimmt denn, was wir als bedrohlich empfinden? Interessanterweise nicht das, was wirklich dort draußen in der Welt ist. Im Gegenteil:

Unsere inneren Einstellungen über uns selbst, Menschen und das Leben bestimmen, was wir als bedrohlich empfinden.

Ein Kommentar von Tera zu einem meiner Artikel zeigt deutlich, warum die meisten Ansätze nicht funktionieren:

„Ich möchte deutlich machen, dass die Lefkoe-Methode die einzige Methode ist, die ich kenne, die die Auslöser der Probleme EIN FÜR ALLE MAL auslöscht.Alle anderen Techniken behandeln nur die Symptome. EFT, Meditation, NLP, falsche Vergebung und Briefe schreiben können enorm unsere Lebensqualität steigern, aber sie können nicht die Einstellungen lösen, die die Probleme erst auslösen.“

Eine kleine Anpassung dieser Theorie

Basierend auf Erkenntnissen, zu denen ich während meines Lefkoe Freedom-Experiments dieses Jahr gekommen bin, möchte ich das, was ich gerade geschrieben habe, ein wenig anpassen [hier findet Ihr den Originalartikel, in dem Morty Lefkoe sein Experiment beschreibt].

Es scheint einen zusätzlichen Schritt zwischen inneren Einstellungen und Konditionierungen auf der einen und unserem Verhalten und unseren Gefühlen auf der anderen Seite zu geben.

Ich habe ja gesagt, dass innere Einstellungen so eine Macht haben, weil wir sie als Realität wahrnehmen, und dass unsere Realität wiederum unser Verhalten und unsere Gefühle bestimmt. Im Wesentlichen sind unsere Einstellungen und Konditionierungen der Hauptgrund, warum wir die Realität so wahrnehmen, wie wir sie wahrnehmen; warum sie sich so darstellt, wie sie sich darstellt.

Und weil wir normalerweise nicht zwischen der eigentlichen Realität und wie wir sie wahrnehmen unterscheiden, ist unsere Wahrnehmung gleich der Realität und bestimmt direkt unser Verhalten und unsere Gefühle.

Das funktioniert so:

Nimm einmal an, Du glaubst,

  • dass Du nicht gut genug bist,
  • dass Du niemals das bekommen wirst, was Du Dir wünschst,
  • dass Du nie Erfolg im Leben haben wirst,
  • und ähnliche innere Einstellungen.

Dann wird Dir gekündigt oder Deine Investments verlieren stark an Wert.

Diese Ereignisse sind wahrscheinlich ein Desaster für Dich, ein Loch, aus dem Du Dich niemals mehr wirst befreien können, ein weiterer Rückschlag, den das Leben Dir zwischen die Beine wirft.

(Das weiß ich, weil es eine Beschreibung meiner Überzeugungen und meines Lebens ist, bevor ich den Lefkoe Belief Process an mir selbst angewandt habe.)

Was Du aber verstehen musst:

Alles, was passiert ist, ist, dass Du Deinen Job verloren hast oder dass Deine Investments an Wert verloren haben.

Hättest Du andere innere Einstellungen, würden dieselben Ereignisse sich für Dich ganz anders darstellen:

  • Als eine Möglichkeit, einen besseren Job zu finden, der Dich mehr erfüllt zum Beispiel.
  • Als eine Möglichkeit, in Zukunft eben besser zu investieren.

Was glaubst Du, wie solche „Rückschläge“ von Warren BuffettSteve Jobs oder Bill Gates aufgefasst würden?

[Anmerkung der Redaktion: Morty Lefkoe hat diesen Artikel vor Steve Jobs‘ Tod im Oktober 2011 geschrieben.]

Wir haben fast alle das Problem, dass wir – wenn überhaupt – selten zwischen den eigentlichen Ereignissen in der Welt und unserer Wahrnehmung von ihnen unterscheiden.

Für uns ist die Realität das, was wir wahrnehmen. Und selbst wenn wir den Unterschied bemerken würden, würden wir wohl doch meist nicht erkennen, dass unsere Wahrnehmung nur in unserem Kopf ist und nicht „draußen“ in der Welt.

Kurz zusammengefasst:

Letztendlich müssen wir innere Einstellungen loswerden, wenn wir ohne Angst leben und andere negative Emotionen und ungewünschtes Verhalten loswerden wollen.

Denk aber daran, dass Ereignisse in Dir keine Gefühle auslösen können, weil sie keine Bedeutung in sich haben.

Kurzfristig kannst Du also negative Gefühle loswerden, indem Du Ereignisse nicht mehr deutest und zu Deiner Realität machst. Wenn Du den Lefkoe Occurring Process nutzt, um die Bedeutung zu löschen, die Du bestimmten Ereignissen gibst, verschwinden alle Deine negativen Gefühle und Du hast nur noch das bedeutungslose Ereignis vor Dir.

Ich verspreche Dir, dass Du Deine eigenen Lebenserfahrungen gestalten kannst, wenn Du die inneren Einstellungen, die Deine Angst und andere negative Gefühle auslösen, löst und lernst, die Welt um Dich herum nicht mehr zu interpretieren

– egal, in welchen Umständen Du Dich befindest. Erfahrungen ohne Angst und Wut, die stattdessen mit positiver Aufregung, Freude und grenzenlosen Möglichkeiten gefüllt sind.

Eine abschließende Frage noch

Eure Kommentare der letzten Wochen haben mir gezeigt, dass viele von Euch unzufrieden sind mit einem Teil ihres Lebens und spüren, dass es besser sein könnte. Um Dir am besten helfen zu können, bitte ich Dich, mir einen Kommentar zu hinterlassen und mir und meinem Team zu sagen, wir wir Dir helfen können, Liebe, Glück, Erfolg und Erfüllung im Leben zu erleben.

[Anmerkung der Redaktion: Möchtest auch Du mit Morty in Kontakt treten und ihn um Rat fragen? Er freut sich, wenn er Kommentare aus anderen Ländern bekommt! Den Link zu seinem Originalartikel findest Du unten. Gerne übersetzen wir auch Deinen deutschen Kommentar hier bei uns und geben ihn weiter an Morty. Let us know! 🙂 ]


  • Was ist Deine Erfahrung – hilft es, die Realität „richtig“ wahrzunehmen, um Angst loszuwerden?
  • Ohne Angst leben – das wollen wohl alle. Wie gelingt es Dir? Welche Techniken haben Dir geholfen?
  • Welche Konditionierungen musst(est) Du loswerden, um ohne Angst leben zu können?
  • Welche weiteren Tipps hast Du für andere Life-Preneure?

Morty Lefkoe

Morty war ein erfolgreicher Life-Coach aus den USA. Sein Hauptziel war es, seine Kunden von Einschränkungen zu befreien, die sie sich (unbewusst) selber setzen und die ihnen das Leben erschweren. Annahmen, Vorurteile und übernommene, nie überdachte Sichtweisen spielen bei ihm eine große Rolle. Morty ist leider im Dezember 2015 verstorben.