Das Streben nach Glück – oder warum junge Katzen ihren Schwanz jagen

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'Seit das Glück von Dir gehört hat, läuft es durch die Straßen und sucht Dich.' - Hafiz von Persien Klick um zu Tweeten

Die meisten von uns wurden erzogen zu glauben, dass das Glück etwas ist, das außerhalb von uns liegt und dass wir es finden, indem wir mehr tun und mehr haben – aber ist das wirklich wahr?

Wir Menschen entdecken das Glück, indem wir „sind“, nicht indem wir „tun“ und nicht durch das Streben nach materiellen Dingen. [Anmerkung der Redaktion: Im englischen Original sagt Luminita Saviuc: „We are human beings, not human doings […]“ – so schön kann man es im Deutschen natürlich schwer ausdrücken.]

Es ist natürlich nicht verwerflich, materielle Dinge zu besitzen und nach ihnen zu streben.

Wir können jedoch ganz einfach glücklich sein, indem wir ruhig sind, uns an dem erfreuen, was wir sind, wo wir sind und was wir haben, genau jetzt, in diesem Moment. Wenn Du mit Deinem derzeitigen Leben nicht glücklich und zufrieden bist, ist es unwahrscheinlich, dass die Dinge, nach denen Du strebst, Dich glücklich und zufrieden stellen werden. Aber so ticken wir Menschen nun mal: Wir suchen ständig nach mehr, nach etwas anderem, nach etwas Besserem – und vor lauter Suchen vergessen wir, den Moment zu genießen, das Leben zu genießen, glücklich zu sein, zu leben!

„Glück bedeutet nicht, dass alles perfekt ist. Es bedeutet, dass Du beschlossen hast, ab jetzt über den Horizont der Unvollkommenheiten hinaus zu blicken.“ Unbekannter Verfasser

Wenn wir uns weiterhin vormachen, dass das Glück „irgendwo da draußen“ ist und unser Leben weiterhin im Autopilot-Modus leben, werden wir das Glück selten oder nie erleben.

Es ist, wie schon John Lennon sagte:

„Das Leben ist das, was passiert, während Du Dich mit Deinen anderen Plänen beschäftigst.“

Abschließend würde ich Euch gerne eine wunderschöne Geschichte erzählen, die mir vor ein paar Jahren in die Hände gefallen ist. Ich weiß nicht, von wem sie stammt – wenn Ihr es wisst, sagt mir und den anderen Lesern gerne Bescheid.

„Es waren einmal eine alte weise Katze und ein kleines junges Kätzchen, die sich in einer Gasse begegneten.

Die alte Katze sah, dass die junge Katze ihrem Schwanz hinterher lief und fragte:

‚Warum läufst Du Deinem Schwanz hinterher?‘

Die junge Katze antwortete:

‚Ich war auf der Katzenschule für Philosophie.

Dort habe ich gelernt, dass das Wichtigste für eine Katze das Glück ist und dass das Glück im Schwanz einer Katze ist. Also verfolge ich ihn – und wenn ich ihn gefangen habe, werde ich ewig glücklich sein.‘

Die alte Katze lachte laut und sagte:

‚Meine Liebe, ich hatte leider nie das Glück, zur Schule zu gehen, aber während meines Lebens habe auch ich gelernt, dass das Wichtigste für eine Katze das Glück ist und dass das Glück in ihrem Schwanz liegt.

Ich habe allerdings auch gelernt, dass mein Schwanz immer vor mir weg rennt, wenn ich ihn verfolge. Wenn ich hingegen einfach mein Leben lebe und alles geschehen lasse, dann verfolgt mich mein Glück überallhin.'“

Luminita Saviuc

Luminita Saviuc ist in Rumänien geboren, lebt in den USA und schreibt ihren Blog Purpose Fairy auf Englisch. Dort gibt sie Anregungen, wie man ein glückliches Leben lebt, das man selber in der Hand hat. Die Ideen für ihre Artikel holt sie sich von überall her: Sie ist sehr interessiert an Kunst, Wirtschaft, Psychologie und Spiritualität. Außerdem bewundert sie Visionäre wie Lao Tzu, Albert Einstein, Steve Jobs, Wayne Dyer und viele mehr, deren kluge Worte sie häufig in ihren Texten zitiert. Ihren Blog betreibt sie übrigens quasi nebenbei - sie arbeitet derzeit bei Mindvalley, einem Online-Verlag für Persönlichkeitsentwicklung.