„Warum tu‘ ich es nicht einfach?“ Warum gewollte Veränderungen oft nicht funktionieren.

motivation, funktioniert nicht, selbsthilfe, einstellung ändern, leben verändern, beziehung verbessern, erfolgreicher arbeiten, morty lefkoe, the club of happy lifepreneursWie oft hast Du schon an einem Workshop für Persönlichkeitsentwicklung teilgenommen, einem Audio-Selbsthilfe-Kurs gelauscht, oder eine DVD-Reihe angeschaut, die alle Dein Leben verändern sollten?

Angesichts der Menschen, die normalerweise meinen Blog [Morty Lefkoes Original-Blog findest Du hier] lesen, kennst Du das wahrscheinlich auch.

Und wie oft warst Du beinahe „high“, wenn Du ein Programm beendet hattest… ein Gefühl, das sich dann schnell wieder aufgelöst und Dich dort zurückgelassen hat, wo Du vorher schon warst?

Viele meiner Leser haben mir davon berichtet.

Warum bewirken diese Kurse, die doch normalerweise so viel wertvolle Informationen liefern, keine nachhaltigen Veränderungen?

Basierend auf allem, was wir über Veränderungen wissen, sollten sie das doch!

Was ist aber, wenn unsere Annahmen, wie Veränderungen erreicht werden können, falsch sind?

Die Annahme, die den meisten Veränderungs-Versuchen zugrunde liegt, ist

„Information (I) + Motivation (M) = Veränderung (V)“

Diese Gleichung ergibt logischen Sinn für alle, die versuchen, Veränderungen hervorzurufen – Psychotherapeuten, Coaches, Eltern, ambitionierte Einzelpersonen.

Wenn Du weißt, was zu tun ist und wie es zu tun ist, und wenn Du motiviert bist (positiv oder negativ), ist das nicht alles, was Du benötigst, um die passenden Maßnahmen zu ergreifen?

Offensichtlich nicht, denn die Gleichung „I + M = V“ scheint sehr häufig nicht aufzugehen.

Wenn sie das täte,

  • würde sich jeder beim Autofahren anschnallen – das ist aber nicht so.
  • Jeder würde sich an seine Neujahrs-Vorsätze halten, anstatt sie nach wenigen Wochen wieder zu verwerfen.
  • Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen würden eine Ernährung mit wenig Fett und wenig Cholesterol annehmen.
  • Trainings in Unternehmen wäre sehr viel effektiver darin, das Verhalten von Mitarbeitern zu verändern.

Lasst uns ein einfaches Beispiel betrachten.

Sagen wir, Du schiebst alles gern auf die lange Bank. Projekte auf der Arbeit lässt Du immer bis kurz vor knapp liegen. Letztlich machst Du Dir die meiste Zeit Sorgen, gibst manchmal auch Projekte zu spät ab – was Dein Chef natürlich unschön findet.

Er sagt Dir:

„Ich würde Dich gerne befördern und Dein Gehalt erhöhen,
aber das kann ich nicht, so lange Du Projekte zu spät abgibst.“

Sich einen Plan machen

Du hast Dich entschieden, dass Du Dich verändern musst
und dass Du es wirklich willst. Was tust Du also?

  • Du priorisierst Deine To Dos, weil Du annimmst, dass Du Dich so auf die wichtigsten Projekte konzentrieren kannst.
  • Du baust dir einen Plan, der Dir hilft, im Monat den wichtigsten Projekten Zeit freizuhalten.
  • Du klebst Dir Erinnerungen überall hin, wo Du häufig bist.
  • Du belohnst Dich selber für das Beenden eines Projekts – ein schönes Dinner oder etwas Neues zum Anziehen.
  • Du bittest Deine Freunde um Unterstützung.

Jetzt hast Du also alle Informationen und Ressourcen gesammelt, die Du brauchst, um Dein Projekt pünktlich abzuschließen. Und Du hast ja auch gute Gründe: eine mögliche Beförderung, eine Gehaltserhöhung, die Wertschätzung Deines Chefs und eine Minderung Deiner ewigen Sorgen.

Funktioniert es denn?

Sei doch mal ehrlich!

Nachdem Du all das getan hast, dazu all die anderen Variationen, die Du entdeckt hast – ändert sich Dein Verhalten denn wirklich?

Macht die „I + M = V“-Gleichung es Dir möglich, von jetzt an das zu tun, was Du sagst?

Und wenn dem heute so ist, ist es auch weiterhin Monat für Monat einfach, sich daran zu halten?

Für die meisten von uns ist die Antwort NEIN.

(Wenn Du findest, dass die Annahme falsch ist, denk an all die Momente in Deinem Leben, in denen Du Dir eine Veränderung vorgenommen hattest, gestützt von Information und Motivation, die Du aber aus unerfindlichen Gründen trotzdem nicht geschafft hast.)

Lasst uns ein anderes Beispiel anschauen, das zeigt, wie ineffektiv I + M = V als Hilfe für Verhaltens- und Gefühls-Veränderungen ist.

Stell Dir vor, Du hast einen Workshop besucht, oder ein Buch gelesen, oder CDs und DVDs gekauft, die Dir sagen, was Du für eine großartige Beziehung tun musst.

Jetzt weißt Du also genau, was Du zu tun hast:

  • Deine Gedanken und Gefühle ehrlich kommunizieren.
  • Vom Standpunkt Deines Partners aus zuhören.
  • Die Kommunikation Deines Partners verstehen, also verstehen, dass das, was Dein Partner sagt, für ihn wahr ist, egal ob du derselben Meinung bist.
  • Dich auf das konzentrieren, was Du für eine Verbesserung der Beziehung beitragen kannst, anstatt die Schuld an den Problemen Deinem Partner in die Schuhe zu schieben.
  • Du weißt, was zu tun ist, und Du bist motiviert.

Aber Monate vergehen und nichts verbessert sich, obwohl Du es nach bestem Gewissen versuchst. Du hältst nach wie vor einige Deiner Gedanken und Gefühle zurück. Du glaubst weiterhin, dass Dein Partner an Euren Schwierigkeiten Schuld ist. Und so weiter, und so fort.

Warum funktioniert I + M = V nicht?

Vielleicht, weil Du immer noch die folgenden inneren Einstellungen hast:

„Es ist gefährlich, meine Gefühle auszusprechen.“ – „Meine Gefühle sind nicht wichtig.“ – „Niemanden interessiert, was ich zu sagen habe.“ – „Männern/Frauen kann man nicht vertrauen.“ – „Beziehungen sind schwierig.“ Usw.

Vielleicht ist ja nachhaltige Veränderung nicht möglich, weil I + M = V nie innere Einstellungen beachtet.

I + M = V ist nicht genug, um Gefühls- und Verhaltensänderungen hervorzurufen, weil die inneren Einstellungen, die wiederum Gefühle und Verhalten auslösen, nicht gelöst wurden. Innere Einstellungen sind nicht mehr als unsere Wahrnehmung der Realität, die wir als „die Wahrheit“ auffassen. Für uns sind sie genaue Feststellungen der Realität.

Deshalb formen Deine inneren Einstellungen Dein Verhalten, Deine Gefühle, Deine Haltung.

Wenn also das Material zur Persönlichkeitsentwicklung, das Du ausprobiert hast, keine nachhaltigen Veränderungen gebracht hat, weißt Du jetzt, wieso: Du wurdest informiert und motiviert, aber Du hast Dich nie von Deinen inneren Einstellungen gelöst, die das ungewünschte Verhalten hervorgerufen haben.

Jetzt, wo Du weißt, dass Deine Einstellungen Dein Leben bestimmen, bist Du an einem Punkt, an dem ich im Januar 1985 war:

Aufgeregt, dass ich eine Erklärung hatte für meine Unfähigkeit, mein Verhalten und meine Gefühle zu verändern – aber ohne einen Plan, wie ich meine mich einschränkenden inneren Überzeugungen loswerden sollte.

Und dann habe ich einen Weg gefunden, diese Einstellungen zu lösen – schnell, einfach und nachhaltig [Morty Lefkoe bezieht sich hier auf den von ihm entwickelten Lefkoe Belief Process – Anmerkung der Redaktion].

So konnte ich mein Leben für immer verändern.

Und jetzt kannst Du Deine Dich einschränkenden inneren Einstellungen lösen und Dein Leben auch für immer verändern.

 

Morty Lefkoe

Morty war ein erfolgreicher Life-Coach aus den USA. Sein Hauptziel war es, seine Kunden von Einschränkungen zu befreien, die sie sich (unbewusst) selber setzen und die ihnen das Leben erschweren. Annahmen, Vorurteile und übernommene, nie überdachte Sichtweisen spielen bei ihm eine große Rolle. Morty ist leider im Dezember 2015 verstorben.