Als Control-Freak alles im Griff haben – oder auch mal Nichts tun?

control freak, loslassen, dinge geschehen lassen, autorin, kristin reinbach, The Club of Happy LifepreneursLiebe Control-Freaks,

ich habe eine schockierende Botschaft für Euch (und mich – denn ich bin auch oft ein Control-Freak):

Es gibt sie: Die Zeiten, in denen es

das Beste für Dein Glück ist, wenn Du die Füße still hältst.

Wenn Du Folgendes für Deinen Wunsch tust:

NICHTS.

Wenn Du schlichtweg darauf vertraust, dass sich das Leben darum kümmern wird, dass sich alles fügt.

Glück ist meistens eine Aktiv-Sportart.

Glück scheint diejenigen zu begünstigen, die etwas tun, die losgehen statt zu grübeln.

Sein Glück selbst in die Hand zu nehmen

– in jedem Life-Coaching-Blog, in einer Vielzahl der Artikel über Glück im Leben, ist die Rede davon.

Warum gibt es dann phasenweise für Dich NICHTS zu tun?

Ich erkläre mir das so:

Das Glück möchte sehen, dass Du bereit bist, etwas zu riskieren,
es will Beweise, dass es Dir ernst ist.

Das Leben erwartet von Dir, dass Du nicht nur grübelst, nur redest, sondern etwas tust.

Wenn Du anfängst, etwas zu tun, wenn Du dem Leben Beweise in die Hand gibst, dass es Dir Ernst ist, dann denkt sich das Leben:

„Ok, verstanden, es ist nicht nur eine Laune. Er oder sie will es wirklich. Alle mal herhören: Wir schmeißen die Maschinen an!“

Wenn das passiert, ist der Moment gekommen, dem Meister Leben aus dem Weg zu gehen

– wir würden ihm und Doktor Glück nur im Weg rumstehen, während diese mit einer kleinen Horde Assistenten alles Notwendige in die Wege leiten.

Was wäre, wenn Du trotzdem Hektik verbreitest?

Aus eigener Erfahrung würde ich sagen:

Du tust Dir und der Situation nichts Gutes.

In manchen Phasen können wir unsere Leidenschaft, unser Commitment für unseren Wunsch zeigen, indem wir konkret etwas tun.

In anderen Phasen wie eben diesen zeigen wir unser Commitment, indem wir unser Vertrauen zeigen, dass es sich letztlich fügen wird.

Wir gehen nicht vom Platz – wir gehen bloß etwas zur Seite und halten uns bereit dafür, wenn die nächste Spielphase anfängt, in der unsere Aktivität wieder gefragt ist.

„Loslassen“ statt Geduld haben

Manche sagen:

„Du musst eben Geduld haben.“

Mit der Geduld habe ich es persönlich nicht so – ich sehe es lieber als eine Erinnerung:

„Jetzt muss ich das Große Ganze im Blick behalten –
dabei kommt es nicht auf einen Tag/Woche/Monat mehr oder weniger an.“

Für mich ist der Gedanke des ‚Loslassens‘ hilfreicher. Ich kenne das Prinzip aus dem Yoga, vielleicht ist es Dir im Buddhismus o.ä. begegnet. Für den Moment lasse ich die Details los – und sehe eher das Training darin,

den Control-Freak in mir auf Pausentaste zu setzen. 😉

Akzeptanz für Wachstum im Hintergrund

Eine andere Inspiration zu solchen Phasen kommt aus dem Tarot.

Das Tarot stellt auf seinen Karten grundlegende Situationen im Leben dar. Karten wie die Königin der Münzen oder die „7 der Münzen“ appellieren an unsere Akzeptanz, dass manche Dinge ihre Zeit zum Reifen brauchen, damit sie zur Blüte kommen.

Stell Dir vor, Du hast eine Pflanze gesät, sie gedeiht jetzt gut, sie hat eine gewisse Größe erreicht.

Sie braucht Ruhe und Zeit zum Wachsen – Du kannst derzeit nichts für sie tun.

Würdest Du in diesem Moment

  • operative Hektik verbreiten,
  • an der zarten Pflanze ständig herumzupfen,
  • ständig Wasser nachgießen

– dann würde diese Pflanze, die wunderbar am Gedeihen ist, wieder kaputtgehen. Deine Pflanze wächst – wenn Du darauf vertraust. Übrigens braucht es dafür kein esoterisches Gemurmel über das ‚Universum‘, einen speziellen Glauben an ein „Gesetz der Anziehung“ oder so. Das Ganze ist völlig natürlich: Wachstum ist im Leben eingebaut und das ist wunderbar.

NICHTS TUN

ist also manchmal das Beste.

Richtig reinhauen, zeigen, was Du kannst, wie viel Willen, Leidenschaft, Disziplin Du hast – das kannst Du wann anders wieder.

TU NICHTS UND LASS DAS LEBEN FÜR DICH ARBEITEN!

Jung, frisch, erfolgsorientiert und dynamisch wie wir sind, ist das gar nicht einfach, oder?

So richtig passiv sein – richtig verboten fühlt sich das an.

Ok, ich sehe schon – ganz zur Passivität bekomme ich Dich nicht verführt, …also:

Was kannst Du in der Zwischenzeit tun?

  • Du kannst Dir vergegenwärtigen, was Du Dir wünschst – und WARUM Du das tust.
  • Du kannst Dir ausmalen, wie es sein wird, wenn Du ein Stück weiter bist – oder eben am Ziel angelangt.
  • Du kannst Dir überlegen, wie viel Wegstrecke Du gegangen bist – und Dich darüber freuen.
  • Du kannst dafür sorgen, dass Du und Dein ‚Material‘ fit sind, wenn die nächste Aktivitätsphase kommt (wie ein Fischer, der seine Netze pflegt).
  • Du kannst offen dafür sein, wenn es passiert – und wie es passiert. Überleg mal, auf wieviele unterschiedliche Arten und Weisen Dein Wunsch in Erfüllung gehen könnte….

Mach die Tür auf

Aber das Wichtigste ist:

Mach schon mal die Tür weit auf, stell‘ ein Glas Wein für das Glück bereit, um es willkommen zu heißen

– und überleg Dir, was Du anziehen willst, wenn Du feiern gehst. 😉

Und sonst nichts?

Nein, sonst nichts.


Selbst-Coaching-Prompts für Dich zum Thema Control Freak vs. Nichts-Tun:

  • Wie ist Deine Erfahrung mit Phasen, in denen es für Dich für Dein Lebens-Glück nix zu tun gab?
  • Woran hast Du gemerkt, dass es besser ist, grade mal passiver zu sein?
  • Wie ist das Ganze ausgegangen?
  • Welche Tipps hast Du für andere Life-Preneure?

Kristin Reinbach

Kristin ist Gründerin des Clubs. Sie testet und entwickelt Inspirationen und Tools für Dein Selbst-Coaching für Dich und teilt als Autorin viele erprobte Tipps. Als langjährige Expertin in Sachen Marketing leitet sie außerdem die Boutique Agentur Overw8, die mit Web-Design, Branding & Marketing-Systemen v.a. mittelständische und kleine Unternehmen, Startups & Professionals bei ihren Plänen unterstützt. In ihrem persönlichen Blog teilt sie u.a. Ergebnisse ihrer Lebens-Experimente.