Die Kunst, sich das Leben schwer (oder wieder leichter) zu machen: 8 Tipps

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Ist heute einer dieser Tage, die sich nach Montag anfühlen?

Vor Dir nur große Berge an To Dos?

Um Dich rum nur Chaos?

Dann will ich Dich anstiften,

es Dir heute ERST RECHT leicht und angenehm zu machen.

Das klingt für Dich vielleicht etwas absurd, das ändert sich aber gleich wieder, wenn ich Dir etwas mehr dazu erzähle. 🙂

In den letzten Jahren habe ich genau beobachtet, wie ich und andere in schwierigen Situationen denken und sich verhalten.
Dabei habe ich Folgendes gelernt:

  • 1. Ja, es gibt Tage, an denen alles zu viel oder zu schwierig ist oder so scheint.
  • 2. Richtig schlimm wird die Situation, wenn wir uns selbst das Leben noch schwer machen.

Und häufig tun wir das besonders an den schwierigen Tagen.

Mitten im Chaos stellen wir uns selbst Beine.

Wenn ich einen rekordverdächtigen Ich-mach-es-mir-schwer-Tag hingelegt hatte, dann hatte ich dafür folgendes Geheimrezept (und ich vermute, Du und die meisten anderen kennen das Geheimrezept auch):

Wie kann ich es mir besonders schwer machen im Leben?

  • Wenn ich alles auf einmal hinbekommen will,
  • am besten auch noch alleine – weil ja nur ich wirklich schlau bin auf der Welt 😉 ,
  • ich addiere noch den Anspruch dazu, dass alles absolut perfekt sein muss – die ultimative Lösung für die nächsten 20 Jahre muss her,
  • ich verbiete mir alles Angenehme, weil ich ja so wichtig und ernsthaft meine heutigen Ziele verfolge,
  • am besten mache ich noch fünf Sachen auf einmal und unterbreche mich selbst immer wieder in einem Arbeitsprozess,
  • ich könnte noch drei hektische Meetings organisieren, in denen ich allen erzähle wie dringend und wichtig und aussichtslos alles ist,
  • ich fange innerlich an mit mir selbst rum zu schimpfen „Du hättest aber auch mal…., warum hast Du nicht früher schon….“,
  • weil mir das nicht reicht, mache ich ein miesepetriges Gesicht und fange an, an anderen rum zu nörgeln – seltsamerweise haben die dann gar keine Lust, mir aus meiner Misere zu helfen????,

und und und.

Der Kreativität beim Sich-das-Leben-Schwer-Machen sind fast keine Grenzen gesetzt.

Im Schwermachen sind wir alle mal König oder Königin.

Stopp mal – hier wollten wir nicht hin.

Schauen wir lieber rüber auf die andere Seite.

Und wie machst Du es Dir wieder leichter?

Sei wachsam und schau genau hin. Frag Dich:

„Mache ich es mir gerade schwer – oder leicht?“
„Wie kann ich es mir heute leichter machen?“

1. Setz Dich in Ruhe mit einem Kaffee hin

und überlege, was wirklich heute sein muss – und welche Punkte auch nicht SO sterbensdringend sein müssen.

2. Schreib für jedes To Do ein Post-It.

Schieb die Post-Its hin und her und teste, was zuerst gemacht werden muss, was auch noch warten kann.

3. Mach Dir klar, dass Rom nicht an einem Tag erbaut wurde

und Du heute nicht die Welt retten musst.

4. Wenn Dir partout keine Erleichterungs-Ansätze einfallen wollen,

nimm Dir vor, zwei oder drei andere Leute zu fragen, was denen dazu einfällt.

VORHER schreib Dir auf, wofür genau Du eine Lösung brauchst. Überleg Dir, was eine Lösung sein könnte. Vielleicht bist Du dann schon schlauer.

5. Zerleg Deinen Tag in kleine Stücke

und gehe immer nur einen Schritt nach dem anderen. Konzentriere Dich nur auf diesen einen Schritt.

Nach jedem Schritt überlege Dir, welcher der nächsten Schritte JETZT als nächster Schritt gut machbar ist.

6. Versprich Dir eine Belohnung,

die Dich wirklich anmacht – und auf die Du Dich freuen kannst (bei mir war es mal ein neues Paar Ski als Ausblick hinter einem langen und aufwändigen Homepage-Relaunch).

7. Mach ERST RECHT Pausen.

Keine Pausen zu machen hilft bei hohen Leistungs-Ansprüchen keinen Meter weiter. Ein plattes Hirn nach dem Genuss von Pasta Panna & Doppelkäse-Pizza killt Deinen letzten Elan.

Sorg dafür, dass Du etwas Gutes zu essen und zu trinken bekommst (das ist übrigend ein guter Punkt, bei dem Dir Kollegen, Freunde oder andere liebe Menschen gut behilflich sein können).

8. Schau bei jedem Schritt vorher hin und frag Dich:

  • Mach‘ ich es mir schwer?
  • Mach ich es mir leicht genug?
  • Wie kann ich mir dieses To Do leichter machen?
  • Wie würde es sich machbarer anfühlen?

9. Und – wie hat es geklappt?

Wenn Du das hier ausprobiert hast, lass mich wissen, was und wie es funktioniert hat.

[Bildquelle: Mal wieder von Unsplash auf Pixabay – herzlichen Dank!]


  • Wann machst Du Dir das Leben besonders schwer – und wie machst Du es Dir dann wieder leichter?
  • Wie kannst Du Kristin Reinbachs Tipps nutzen, um Dir das Leben leichter zu machen?
  • Hast Du weitere Tipps und Tricks für andere Life-Preneure, die sich selbst manchmal im Weg stehen?

Kristin Reinbach

Kristin ist Gründerin des Clubs. Sie testet und entwickelt Inspirationen und Tools für Dein Selbst-Coaching für Dich und teilt als Autorin viele erprobte Tipps. Als langjährige Expertin in Sachen Marketing leitet sie außerdem die Boutique Agentur Overw8, die mit Web-Design, Branding & Marketing-Systemen v.a. mittelständische und kleine Unternehmen, Startups & Professionals bei ihren Plänen unterstützt. In ihrem persönlichen Blog teilt sie u.a. Ergebnisse ihrer Lebens-Experimente.